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Panik am Set! 6 Serienkiller-Filme, bei denen die Angst echt ist

Eine Liste mit Serienkiller-Filmen ohne "Das Schweigen der Lämmer"? Geht ja gar nicht!
Eine Liste mit Serienkiller-Filmen ohne "Das Schweigen der Lämmer"? Geht ja gar nicht! (©20th Century Fox 2018)

Hollywood hat ein ausgesprochenes Faible für Serienkiller. Das haben zahlreiche Filme in den letzten Jahren mehr oder weniger eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Um eine solche Story möglichst dramatisch in Szene zu setzen, greifen manche Regisseure (und Schauspieler) dabei hin und wieder zu eher fragwürdigen Methoden, die dazu führen, dass sogar den Stars am Set Angst und Bange wird. Wie bei den folgenden sechs Serienkiller-Filmen zum Beispiel.

1. "Natural Born Killers" (1994)

Mit "Natural Born Killers" sorgte Regisseur Oliver Stone für Riesen-Furore unter Kinogängern und Kritikern. Die große Frage: Dürfen Serienkiller in Filmen wie die reinsten Rockstars dargestellt werden?! Zudem wartet der Film mit nicht wenigen dramatischen Szenen auf, so etwa die Gefangenenrevolte.

Der Dreh dieser Szene dürfte übrigens auch die Schauspieler am Set in Angst und Schrecken versetzt haben. Der Grund: Gedreht wurde in einem echten Gefängnis – und über 450 verurteilte Insassen waren als Statisten mit an Bord. Darunter auch ein Mörder, den Stone verpflichtet hatte, weil er ihm so große Angst einjagte! Während der gespielten Gefängnisrevolte lief das Ganze dann so sehr aus dem Ruder, dass es zu einem ganz realen Aufstand kam.

2. "Scream – Schrei!" (1996)

Was "Scream" seinerzeit von anderen Slasher-Filmen unterschied, war vor allem die Tatsache, dass statt dümmlicher und facettenloser Figuren endlich wieder Charaktere ins Spiel gebracht wurden, mit denen man als Zuschauer mitfühlen konnte. Besonders denkwürdig war dabei der zugegebenermaßen eher kurze Auftritt von Drew Barrymore. Nur wenige Minuten war die Schauspielerin als Casey Becker zu sehen, doch ihre Verzweiflung und ihre Tränen im Angesicht des nahenden Serienkillers hatten es in sich.

Das lag wohl auch daran, dass Tränen und Verzweiflung tatsächlich echt waren! Wie die Schauspielerin später verriet, hatte sich Regisseur Wes Craven eine ganz spezielle Geschichte ausgedacht, die er ihr am Set immer wieder erzählte (auch vor dem Dreh dieser Szene) – und die sie todsicher zum verzweifelten Weinen brachte. Um was für eine Geschichte es sich dabei gehandelt hat? Das behielt Drew Barrymore dann doch lieber für sich.

3. "House of Wax" (2005)

Über "House of Wax" kann man durchaus geteilter Meinung sein. Vor allem von den Kritikern wurde der Film gnadenlos zerrissen, und auch bei den "Anti-Oscars", der goldenen Himbeere, gelangte der leicht fragwürdige Serienkiller-Film eher zu ungewolltem Ruhm.

Zumindest an der Einsatzbereitschaft von Hauptdarstellerin Elisha Cuthbert dürfte das aber nicht gelegen haben. Als deren Figur Carly Jones von einem der mörderischen Zwillingsbrüder Sinclair (Brian Van Holt) im Film gefangen und gefesselt wird, wirkt das ganze Szenario plötzlich erschreckend realistisch. Und das ist es auch! Der Chicago Tribune berichtete die Schauspielerin später, dass ihre Lippen tatsächlich mit Sekundenkleber zusammengeklebt wurden. Auch die blutigen Folgen waren echt.

4. "Das Schweigen der Lämmer" (1991)

Auf einer Liste mit Filmen über Serienkiller dürfen die "Das Schweigen der Lämmer"-Streifen definitiv nicht fehlen! Eine ganze Generation von Filmfans wurde von Hannibal Lecter nachhaltig ... verstört. Nein, nicht nur die Filmfans... auch Hauptdarstellerin Jodie Foster hatte während des gesamten Drehs geradezu panische Angst vor Co-Star Anthony Hopkins – und mied ihn deshalb so gut sie konnte.

Und das war nicht besonders schwer, denn der Schauspieler musste auch zwischen den Drehs fast die gesamte Zeit am Set in den bekannten Glaskäfigen verbringen, in denen seine Figur die meiste Zeit im Film einquartiert ist. Lustigerweise ging es Hopkins mit Foster übrigens offenbar genauso. Auch wenn wir nicht so wirklich wissen, wieso ...?

5. "Sieben" (1995)

"Sieben" gehört nicht nur zu den besonders bekannten Serienkiller-Filmen, er verschaffte Regisseur David Fincher auch endlich die ersehnte Anerkennung in Hollywood. Ein Grund dafür könnte die Idee gewesen sein, die Morde eines Serienkillers anhand der sieben Todsünden in Szene zu setzen. Oder es liegt daran, dass Fincher vielleicht ein biiiiischen zu viel Spaß an der ganzen Sache hatte.

Heidi Schanz, ein zu der Zeit noch eher unbekanntes amerikanisches Model, das in "Sieben" als Hochmut zu sehen ist, sprach den Regisseur am Set aus Jux darauf an, dass es ihm offenbar ziemlich viel Spaß mache, sie mit Massen an Kunstblut zu übergießen. Finchers Antwort verpasst sogar uns eine Gänsehaut: Wie Schanz Entertainment Weekly verriet, soll der Regisseur ihr todernst geantwortet haben, dass er Dämonen in sich trage, die selbst ihre kühnsten Vorstellungen übertreffen würden.

6. "The Texas Chain Saw Massacre – Blutgericht in Texas" (1974)

Für den Dreh von "The Texas Chain Saw Massacre" konnte Regisseur Tobe Hooper nur auf ein sehr knappes Budget zurückgreifen. Das sorgte dafür, dass die Schauspieler am Set des Films einiges zu ertragen hatten. Unter anderem musste sich Schauspielerin Marilyn Burns wirklich in den Finger schneiden lassen, als eine Requisite kurz vor dem Dreh den Dienst quittierte!

Totaler Kinderkram, wenn man weiß, mit was für Aktionen Leatherface-Darsteller Gunnar Hansen am Set für Angst und Schrecken sorgte. Nicht nur fuchtelte der Schauspieler während des Drehs aus Kostengründen tatsächlich mit einer echten Kettensäge in der Gegend herum (mindestens einmal unter Drogen!). Er steigerte sich auch so in seine Rolle hinein, dass er zeitweise nicht mehr zwischen sich und dem von ihm gespielten Serienkiller unterscheiden konnte – und seine Filmpartnerin angeblich wirklich umbringen wollte!

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