Pedro Almodóvar und Co.: 8 dramatische spanische Filme

Oscarpreisträgerin Penélope Cruz ist fest mit der spanischen Filmwelt verwoben.
Oscarpreisträgerin Penélope Cruz ist fest mit der spanischen Filmwelt verwoben. (©picture alliance / kpa 2018)
Meliha Dikmen Gruselt sich auch bei FSK-12-Filmen.

Madrid, Barcelona und Sevilla – im spanischen Königreich kann man nicht nur wunderbar Urlaub machen. Spanische Filme bringen das stolze Lebensgefühl der Südeuropäer auch auf unsere Bildschirme. Von emotionalen Dramen und Komödien bis zu Horrorthrillern – diese acht Filme von Pedro Almdóvar und Co. entführen uns auf die Iberische Halbinsel.

1. "Öffne die Augen" (1997)

Der spanische Thriller "Öffne die Augen" spielt mit der Wahrnehmung des Zuschauers. César hat alles, was er sich wünschen kann: Er ist reich, sieht gut aus und genießt das Leben in vollen Zügen. Als eine seiner Gespielinnen jedoch aus Eifersucht einen Autounfall mit ihm verursacht, da er mit der schönen Sofía (Penélope Cruz) anbandelt, überlebt César ihn nur schwer entstellt. Zwar wird sein Gesicht nach einer Operation wiederhergestellt, doch es häufen sich mysteriöse Vorfälle in seinem Umfeld. 

  • Originaltitel: "Abre los ojos"
  • Bueno: Schon 2001 folgte das US-Remake "Vanilla Sky" mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Penélope Cruz war erneut als Sofía zu sehen.

2. "Das Meer in mir" (2004)

Javier Bardem gehört zu den großen Darstellern des spanischen Kinos und hat inzwischen schon Hollywood im Sturm erobert. Auch in "Das Meer in mir" beweist der Oscarpreisträger sein Können. Nach einem Sprung ins Meer ist der ehemals lebensfrohe Ramón seit 27 Jahren querschnittsgelähmt und hat nur noch einen Wunsch: Er möchte in Würde sterben dürfen. Da sein Umfeld auf seinen Todeswunsch mit Unverständnis reagiert, engagiert er eine Anwältin, die es ihm ermöglichen soll, auf legalem Weg das Ende seines Lebens zu bestimmen. 

  • Originaltitel: "Mar adentro"
  • Bueno: Der spanische Film basiert auf der Lebensgeschichte von Ramón Sampedro, der 1998 Selbstmord beging.

3. "Alles über meine Mutter" (1999)

Keiner hat das zeitgenössische spanische Kino so geprägt wie Pedro Almodóvar. Einige der besten spanischen Filme stammen von dem oscarprämierten Filmemacher. Und noch mehr: Er ebnete auch einigen seiner Stars den Weg nach Hollywood. Das prominenteste Beispiel ist sicher Penélope Cruz. International bekannt wurde die Schauspielerin in dem Drama "Alles über meine Mutter". Nach dem Unfalltod ihres 17-jährigen Sohnes sucht Manuela den Vater des Jungen, der inzwischen als Transfrau Lola auf dem Straßenstrich lebt. 

  • Originaltitel: "Todo sobre mi madre"
  • Bueno: "Alles über meine Mutter" wurde 2000 als bester fremdsprachiger Film mit dem Oscar ausgezeichnet.

4. "Sleep Tight" (2011)

Dass spanische Filme sich auch im Thrillergenre nicht verstecken müssen, beweist "Sleep Tight". Der Psychothriller mit Horrorelementen spielt in einem Apartmentkomplex in Barcelona, der von dem depressiven Hausmeister und Pförtner César bewacht wird. Während die Bewohner den Eigenbrötler kaum wahrnehmen, weiß er alles über sie, schleicht er doch in ihrer Abwesenheit in ihre Wohnungen und bringt ihr Leben durcheinander. Besonders hat er es jedoch auf die fröhliche Clara abgesehen ...

  • Originaltitel: "Mientras duermes"
  • Bueno: "Sleep Tight" wurde in sechs Kategorien mit dem Gaudi-Award, dem wichtigsten katalanischen Filmpreis, aufgezeichnet.

5. "Belle Epoque" (1992)

Ein wahrer Liebesreigen tut sich in der spanischen Liebeskomödie "Belle Epoque" auf. Es ist das Jahr 1931 in Spanien, als der Deserteur Fernando in einem kleinen Dorf beim Maler Manolo unterkommt. Am nächsten Morgen soll er weiter nach Madrid ziehen, doch als er die hübschen Töchter des Malers sieht, die gerade mit dem Zug ankommen, verschiebt er seine Abreise. Nacheinander verfällt er dem Charme der sehr unterschiedlichen Damen.

  • Originaltitel: "Belle Époque"
  • Bueno: "Belle Epoque" gewann 1994 den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

6. "Die Haut, in der ich wohne" (2011)

Auch Antonio Banderas verdankte seinen Durchbruch Pedro Almodóvar, mit dem er wiederholt zusammenarbeitete. Schon lange, nachdem Banderas in den USA Erfolge feierte, tat sich das Erfolgsduo für "Die Haut, in der ich wohne" erneut zusammen. Darin spielt der Andalusier den Chirurgen Robert Ledgard, der daran arbeitet, eine robustere Haut für Menschen zu schaffen. Als Testobjekt dient ihm die junge Frau Vera, die in seinem Heim unter ständiger Überwachung steht. 

  • Originaltitel: "La piel que habito"
  • Bueno: "Die Haut, in der ich wohne" ist die erste Zusammenarbeit von Almodóvar und Banderas seit 1991.

7. "Pans Labyrinth" (2006)

Guillermo del Toro ist zwar ein mexikanischer Regisseur, doch sein Horrorklassiker "Pans Labyrinth" ist ganz im Spanien der Franco-Ära verortet – und kommt daher auf unsere Liste. Hier macht sich die kleine Ofelia gemeinsam mit ihrer schwangeren Mutter auf den Weg zu ihrem Stiefvater, dem sadistischen Hauptmann Vidal. Vor den Schrecken der Realität flüchtet das junge Mädchen bald in ein unterirdisches Königreich, das von seltsamen Wesen bevölkert ist. Doch was ist Realität und was ist Fantasie?

  • Originaltitel: "El laberinto del fauno"
  • Bueno: "Pans Labyrinth" wurde für 2007 für sechs Oscars nominiert, drei davon – in den Kategorien Kamera, Ausstattung und Make-up – konnten die Macher mit nach Hause nehmen.

8. "Volver – Zurückkehren" (2006)

Die damals dritte Zusammenarbeit von Penélope Cruz und Pedro Almodóvar erfolgte 2006 mit der Tragikkomödie "Volver". Cruz glänzt hier als Raimunda, einer Mutter, die alles für ihre Tochter Paula und ihren arbeitslosen Mann Paco tut. Als dieser sich eines Tages an Paula vergreifen will, ersticht die Jugendliche das Familienoberhaupt. Während Raimunda noch überlegt, wie sich der Mord vertuschen lässt, erfährt sie davon, dass ihre verstorbene Mutter als Geist in Erscheinung tritt.

  • Originaltitel: "Volver"
  • Bueno: Penélope Cruz wurde als erste spanische Schauspielerin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Sie erhielt den Goldjungen jedoch erst 2009 für "Vicky Christina Barcelona", allerdings als beste Nebendarstellerin.
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