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Prüfung bestanden: 7 Schulfilme, die Bestnoten verdient haben

Auch der "Final Fack" rund um Zeki Müllers Chaostruppe dürfte von den Kinogängern wieder Bestnoten erhalten.
Auch der "Final Fack" rund um Zeki Müllers Chaostruppe dürfte von den Kinogängern wieder Bestnoten erhalten. (©Constantin Film Verleih GmbH 2017)

Aktuell versucht Elyas M'Barek in "Fack Ju Göhte 3" als Lehrer wider Willen einmal mehr, die Problemschüler der Goethe-Gesamtschule durchs Abitur zu lotsen. Doch Chantal, Danger und Co. sind so gar nicht motiviert und sorgen erneut für reichlich Chaos. Für welche ähnlich turbulenten Filme Du noch einmal die Schulbank drücken solltest, erfährst Du hier.

Wer keine 6 im Pflichtfach Filmgeschichte kassieren will, sollte neben dem "Final Fack" diese sieben Schulfilme unbedingt gesehen haben.

1. "The Breakfast Club"

Auf den ersten Blick haben die fünf zum Nachsitzen verdonnerten Schüler nichts gemeinsam, denn sie repräsentieren die unterschiedlichsten Klischees der Schülerschaft: den ruhigen Streber, den großmäuligen Rebellen, den gefeierten Highschool-Sportler, die wohlhabende Schul-"Prinzessin" und die in sich gekehrte Außenseiterin. Im Laufe der Strafstunden merken die Jugendlichen jedoch, dass sie alle nicht auf einen einzigen Stereotyp reduziert werden können und nähern sich immer weiter an. Ob diese Selbsterkenntnis jedoch von Dauer ist oder ob die Teenies sich den Erwartungen ihres Umfeldes erneut unterordnen, lässt der Film bewusst offen.

John Hughes "The Breakfast Club" zählt zweifellos zu den Klassenbesten unter den Schulfilmen und schreit vor allem aufgrund seines genialen Soundtracks geradezu "Don't You Forget About Me".

  • Erscheinungsjahr: 1985
  • Schulnote: 2+

2. "Das fliegende Klassenzimmer"

Bereits 1933 veröffentlichte der Kinderbuchautor Erich Kästner seine Geschichte von fünf Internatsschülern, die gemeinsam an dem Theaterstück "Das fliegende Klassenzimmer" arbeiten und dabei als Freunde mehrfach auf die Probe gestellt werden. So beweisen sie zwar Courage, als sie einen ihrer Mitstreiter, der von den "verfeindeten" Realschülern gefangen genommen wurde, trotz Ausgangsverbot befreien, kassieren aber einen Rüffel, da sie einen der ihren nicht von einer unklugen Mutprobe abgebracht haben.

Nah an der Romanvorlage blieb nur die erste Verfilmung von 1954, doch auch die neueren Adaptionen können mit einem Appell an die Freundschaft und den Zusammenhalt sowie gegen Mobbing punkten. Nicht umsonst bestand die letzte Neuverfilmung den Remake-Test mit Bravour und wurde mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

  • Erscheinungsjahr(e): 1954, 1973, 2003
  • Schulnote: 2-

3. "Club der toten Dichter"

Wer hätte nicht gerne einen engagierten Lehrer wie John Keating (Robin Williams)? Ähnlich wie Zeki Müller (und doch ganz anders) hält sich dieser Pauker nicht immer an den Lehrplan: Statt trockener Lesestunden kommen seine Schüler in "Club der toten Dichter" in den Genuss unkonventioneller Methoden, mit denen ihr Englischlehrer seine Schützlinge ermutigen will, ihre individuellen Ziele zu verfolgen und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Der Schulleitung und den Eltern sind diese Lehren jedoch ein Dorn im Auge und die Situation eskaliert.

In der Schule des Lebens fallen in diesem Film nur die Helikopter-Eltern durch, die den Werdegang ihrer Sprösslinge bereits gnadenlos durchgeplant haben. Nicht umsonst bekam Tom Schulmann für sein Drehbuch 1990 einen Oscar verliehen. Wir ziehen den Hut, steigen auf den Tisch und sagen nur: "O Captain! My Captain!"

  • Erscheinungsjahr: 1989
  • Schulnote: 1

4. "School of Rock"

Zum Anderssein inspiriert auch Aushilfslehrer Dewey Finn (Jack Black) seine Schülerschaft – allerdings zunächst aus wesentlich selbstsüchtigeren Gründen. Nachdem seine Band ihn rausgeschmissen hat, beschließt er kurzerhand, die Kids für Rock'n'Roll zu begeistern, um seine einstigen Bandkollegen bei einem Wettbewerb auszustechen. Dabei bringt er bei den scheinbar so wohlerzogenen Kindern ungeahnte Talente zum Vorschein.

Obwohl Dewey Finn im Film gegen den Musiksender MTV wettert, wurde Darsteller Jack Black nicht ins Büro des Hollywooddirektors zitiert. Ganz im Gegenteil: Stattdessen bekam der Schauspieler für seine Darbietung ausgerechnet den MTV Movie Award verliehen – wenn so viel Gelassenheit der TV-Bosse nicht rockt, was dann?

  • Erscheinungsjahr: 2004 (D)
  • Schulnote: 3+

5. "Die Feuerzangenbowle"

Freiwillig in die Schule zurückkehren? Diese Idee würde den "Fack Ju Göhte"-Chaoten sicherlich niemals in den Sinn kommen. Doch genau das ist der Einfall von Dr. Johannes Pfeiffer (Heinz Rühmann) in der Romanverfilmung von Helmut Weiss. Um noch einmal Schulzeit-Erfahrungen zu sammeln, nachdem er einst nur von einem Hauslehrer unterrichtet wurde, schleicht sich Pfeiffer – bitte mit drei F – als Schüler an einem Gymnasium ein.

"Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt", heißt es zu Beginn des Films. Und genau das steckt eigentlich auch dahinter: Als nostalgische Hommage an die "gute alte Schulzeit" voller Streiche und Freundschaften wärmt "Die Feuerzangenbowle" das Herz von jedem, der gerne an seine Zeit zwischen Pausenglocke und Klassenarbeiten zurückdenkt.

  • Erscheinungsjahr: 1944
  • Schulnote: 2+

6. "Die Kinder des Monsieur Mathieu"

Problemschüler, die von ihrem Umfeld längst abgeschrieben wurden, stehen mit "Fack Ju Göhte 3" nicht zum ersten Mal im Mittelpunkt eines Kinofilms. Auch an die als schwer erziehbar deklarierten Jungen in "Die Kinder des Monsieur Mathieu" glaubt niemand – bis der arbeitslose Musiker Clément Mathieu (Gérard Jugnot) sich der Truppe annimmt und die Energien der vermeintlichen Unruhestifter in kreative Bahnen lenkt.

Die Story ist vielleicht nicht unbedingt neu, für die emotionale Umsetzung gibt es aber dennoch ein "Gut" in der Gesamtnote. Für ihre Qualitäten in Sachen Gruppenarbeit hätte die Familie des Produzenten Jacques Perrin sogar einen Einser im Zeugnis verdient, denn der komplette Clan war an der Verfilmung beteiligt. So spielt beispielsweise Perrins Sohn den kleinen Pepinot, während Papa Jacques selbst als erwachsener Pierre zu sehen ist.

  • Erscheinungsjahr: 2004
  • Schulnote: 2

7. "Die Welle"

Wie stark der Einfluss eines Lehrers auf seine Schüler ist und dass dieser nicht immer so positiv ausfällt, wie der von Herrn Müller, beweist das Drama "Die Welle". Darin startet der Gymnasiallehrer Herr Wenger (Jürgen Vogel) während einer Projektwoche ein Experiment, das seinen Schülern beweisen soll, dass eine Diktatur wie im Nationalsozialismus auch in der heutigen Zeit durchaus noch Anhänger finden würde. Nach und nach entgleitet dem Lehrer jedoch der Sozialversuch und "Die Welle" rollt unaufhaltsam ihrem traumatischen Höhepunkt entgegen, bis die Realität über ihre Mitglieder hereinbricht.

Du brauchst noch einen Grund, Deine Freistunde für diesen Film zu opfern? Wie wäre es damit: Ein gewisser Elyas M'Barek selbst verkörpert hier einen Schüler, der unter der Aufsicht seines Lehrers zum treuen Welle-Anhänger wird. Wahre "Fack"-Fans sollten ihre Hausaufgaben demnach machen und diesen Film schleunigst nacharbeiten.

  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Schulnote: 2+

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