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Von "American Beauty" bis "1917": Alle 8 Filme von Sam Mendes

Sam Mendes 1917
Bekommt Sam Mendes 2020 seinen zweiten Oscar für die beste Regie? Bild: © Reuters/Lisi Niesner - stock.adobe.com 2020

Sam Mendes zählt zu den angesehensten Regisseuren der letzten 20 Jahre. 2019 verlieh die Queen dem Briten die Ritterwürde. Acht Filme hat Mendes seit 1999 inszeniert. Für seinen ersten Spielfilm, "American Beauty", wurde er direkt bei den Oscars als bester Regisseur ausgezeichnet. 2020 erhielt er für sein Weltkriegsdrama "1917" gleich zehn Oscar-Nominierungen. Wir blicken auf seine Karriere zurück.

"American Beauty"

Lester Burnham (Kevin Spacey) führt ein tristes Leben: Seine pubertierende Tochter ist von ihm genervt, mit seiner Frau Carolyn läuft schon lange nichts mehr. Obendrein hat er einen Job, der ihn nicht erfüllt. Das ändert sich, als Lester die Cheerleaderin Angela (Mena Suvari) kennenlernt, eine Freundin seiner Tochter, in die er sich Hals über Kopf verliebt – und damit nimmt das Drama seinen Lauf.

Übrigens: Sowohl David Lynch ("Blue Velvet") als auch Terry Gilliam ("Das Leben des Brian") werden zunächst für die Regie angefragt. Am Ende ist es Steven Spielberg ("Der weiße Hai"), ausführender Produzent bei "American Beauty", der sich für Sam Mendes einsetzt. Mendes liefert mit dem Drama sein Spielfilmdebüt ab.

  • Erscheinungsjahr: 1999
  • Funktion: Regisseur
  • Preise: 5 Oscars (darunter Sam Mendes als bester Regisseur)

"Road to Perdition"

Amerika in den 1930er-Jahren: Michael Sullivan (Tom Hanks) ist einerseits ein fürsorglicher Familienvater, andererseits ein Killer für Mafia-Boss Rooney. Als sein Partner Connor (Daniel Craig) nach einem Zwischenfall Jagd auf seinen Sohn macht und fälschlicherweise Sullivans Frau und zweiten Sohn tötet, schwört Michael Rache. Fortan hat er Hitman Maguire (Jude Law) und den gesamten Mafia-Clan gegen sich ...

Übrigens: Nach "American Beauty" ist Sam Mendes ein heiß begehrter Regisseur in Hollywood und erhält zahlreiche Drehbücher für potenzielle Filme – unter anderem "A Beautiful Mind". Doch Mendes lehnt selbst dieses verlockende Angebot ab. Er will nach seinem dialoglastigen Filmdebüt ein Projekt mit weniger Worten übernehmen. So entscheidet er sich für "Road to Perdition".

"Jarhead – Willkommen im Dreck"

Swoff (Jake Gyllenhaal) wird nach seiner militärischen Ausbildung zum Scharfschützen in den Zweiten Golfkrieg nach Kuwait geschickt. Doch statt kriegerischer Auseinandersetzungen wartet auf Swoff und seine Kameraden im Camp nichts weiter als Langeweile. 175 lange Tage sitzen sie in der Wüste fest und wissen nichts mit sich anzufangen – was sich über kurz oder lang auf die psychische Verfassung der Soldaten auswirkt.

Übrigens: Es ist das erste von vier Malen, dass Regisseur Sam Mendes und Kameramann Roger Deakins zusammenarbeiten. Es folgen noch die Filme "Zeiten des Aufruhrs" (2008), "James Bond 007: Skyfall" (2012) und "1917" (2019).

  • Erscheinungsjahr: 2005
  • Funktion: Regisseur
  • Preise: 

"Zeiten des Aufruhrs"

Mitte der 1950er-Jahre führen April und Frank Wheeler (Kate Winslet, Leonardo DiCaprio) mit ihren zwei Kindern ein nahezu perfektes Leben in einem idyllischen Vorort von Connecticut. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch gewaltig: April ist frustriert, Frank sucht sich heimlich eine Affäre. In Paris wollen die beiden neu anfangen und ihrer Ehe eine zweite Chance geben. Doch Franks Beförderung und Aprils dritte Schwangerschaft verhindern den Neustart, was fatale Folgen mit sich bringt.

Übrigens: Wie in "Titanic" (1997) stehen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet gemeinsam vor der Kamera – und spielen erneut ein Liebespaar.

  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Funktion: Regisseur
  • Preise: 1 Golden Globe (für Kate Winslet als beste Hauptdarstellerin)

"Away We Go – Auf nach Irgendwo"

Burt und Verona erwarten in wenigen Monaten ihr erstes Kind. Die beiden wissen aber noch nicht so recht, wie sie ihren Nachwuchs erziehen sollen. Also holen sie sich Inspiration bei Freunden und Verwandten, die über ganz Nordamerika verstreut leben. Die Methoden könnten jedoch unterschiedlicher kaum sein, weshalb die werdenden Eltern immer unsicherer werden. Die Antwort finden die beiden schließlich in Veronas Elternhaus.

Übrigens: "Away We Go" ist der erste Film, bei dessen Dreh es eine Initiative zur Minderung von CO2-Ausstoß gibt. Die Müllproduktion wird mithilfe von recycelbaren Materialien halbiert und das Catering nutzt Porzellan- statt Pappteller. Die Autos am Set werden mit Biodiesel betrieben.

  • Erscheinungsjahr: 2009
  • Funktion: Regisseur
  • Preise: 

"James Bond 007: Skyfall"

James Bond (Daniel Craig) ist tot, erschossen von seiner eigenen Kollegin – Moneypenny! Das glaubt zumindest der MI6 wochenlang, denn der Top-Agent wurde nach dem Unglück im Einsatz nicht mehr lebend gesehen. Als jedoch ein Anschlag auf das Hauptquartier verübt wird, erscheint 007 wieder auf der Bildfläche. Um den wahren Schuldigen zu finden, verschlägt es Bond unter anderem nach Macau. Dort trifft er auf seinen neuen Gegenspieler Silva (Javier Bardem), der es auf M (Dame Judi Dench) abgesehen hat.

Übrigens: Es ist das erste Mal in der gesamten James-Bond-Historie, dass das F-Wort fällt. Und es ist noch nicht einmal 007 selbst, der es sagt, sondern ausgerechnet M. Zugleich ist "Skyfall" der erste Film der Reihe, der mit seinem Einspielergebnis die 1-Milliarden-Dollar-Marke geknackt hat.

  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Funktion: Regisseur
  • Preise: 2 Oscars (für den besten Song und den besten Sound-Schnitt), 1 Golden Globe (für den besten Filmsong)

"James Bond 007: Spectre"

James Bond hat gleich mehrere Schlachten zu schlagen: In Mexiko geht er dem letzten Auftrag von M nach, um einen geplanten Anschlag auf ein Stadion zu verhindern. Dabei gelangt Bond in den Besitz eines Ringes mit einem Oktopus-Symbol – dem Siegel der Geheimorganisation "Spectre".

Übrigens: Statt Christoph Waltz hätte beinahe Gary Oldman die Rolle des Bond-Bösewichts übernommen. Allerdings wollte Oldman sich nicht zu Dreharbeiten von sechs Monaten verpflichten.

"1917"

Erster Weltkrieg: Die Soldaten Blake (Dean-Charles Chapman) und Schofield (George MacKay) bekommen eine Sonderaufgabe: Sie sollen eine Nachricht an die Front übermitteln, denn das dort stationierte britische Bataillon läuft geradewegs in eine Falle der Deutschen. Die jungen Männer müssen den Weg zu Fuß und durch feindliches Gebiet bestreiten. Die Leben von 1.600 Soldaten stehen auf dem Spiel ...

Übrigens: Das Kriegsdrama ist der erste Film, bei dem Sam Mendes nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat. Als Inspiration haben die Erzählungen seines Großvaters gedient, die im Buch "Die Autobiografie von Alfred H. Mendes, 1897 - 1991" niedergeschrieben sind.

  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Funktion: Regisseur, Drehbuchautor, Produzent
  • Preise: 2 Golden Globes (darunter Sam Mendes als bester Regisseur)
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