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Scheiden tut weh: 10 denkwürdige Serienfinale

Das Finale von "Penny Dreadful" war überraschend konsequent.
Das Finale von "Penny Dreadful" war überraschend konsequent. (©Facebook/PennyDreadfulOnShowtime 2016)

Es ist ziemlich hart, wenn die Lieblingsserie endet, oder? Du musst von Figuren Abschied nehmen, die Dich für viele Jahre begleitet haben. Je nachdem wie gelungen das Finale ist, kann der Abschied leicht oder schwerfallen. Die folgenden 10 Serienfinale bleiben in jedem Fall in Erinnerung. Achtung: Spoilers ahead!

1. "Die Sopranos": Unerwartete Blende

Das Finale der "Sopranos" ist ein Beispiel dafür, dass es nicht immer eines großartigen Plotwists bedarf, um eine Serie zum Abschluss zu bringen. Die Serie um Mafioso und Familienoberhaupt Tony Soprano im fernen New Jersey endete mitten im Familiendinner der Sopranos. Zuvor war ein mysteriöser Fremder in das Restaurant getreten. Ist die Familie bedroht oder hat Tony alles im Griff? Die Fans werden es nicht mehr erfahren, denn der Bildschirm wird auf einmal schwarz.

2. "Seinfeld": Ende im Knast

In der Serie um den Komiker Seinfeld und seine Freunde George, Elaine und Kramer geht es um alles und nichts. Die Vier treiben in New York ihr Unwesen, wo sie meist nur um den eigenen Vorteil bedacht über jeden Parkplatz, jede Restaurantreservierung und um andere Kleinigkeiten erbittert streiten. Das Serienfinale scheint fast wie eine Quittung für die gesammelten Bosheiten der insgesamt neun Staffeln, denn die Clique landet tatsächlich im Knast. Überzogen oder genial? Das Ende kommt bei Fans unterschiedlich gut an. Doch so schnell vergessen wird man es nicht.

3. "Breaking Bad": Kompromissloses Finale

Ein Kultende für eine Kultserie: Check! "Breaking Bad" hat alles richtig gemacht. Die Wandlung des Chemielehrers Walter White zum erbitterten Drogenbaron Heisenberg hat seinen verdienten Abschluss bekommen. Der geniale Bryan Cranston in der Rolle seines Lebens beseitigt in der letzten Folge seine Feinde, sichert seiner Serienfamilie vor seinem freiwilligen Abgang die erwirtschafteten Drogenmillionen und findet auch eine Form von Erlösung. Seinen Gehilfen Jesse Pinkman befreit er zuvor noch aus den Fängen von Kidnappern, wodurch er das ereignisreiche Finale überlebt und fliehen kann.

 4. "Friends": Happy End auf ganzer Linie

Zugegeben, "Friends" hat vermutlich die passende Zeit für den Abschluss versäumt. Gen Ende schwächelte die Sitcom um die sechs Freunde Monica, Ross, Rachel, Phoebe, Joey und Chandler merklich. Doch die letzte Episode der zehnten Staffel stimmte einen zumindest versöhnlich mit der Serie, die in den ersten Staffeln noch so zu begeistern wusste. Ross und Rachel kommen endlich zusammen, Monica und Chandler ziehen mit ihren Zwillingen aufs Land, wo für Joey natürlich auch immer ein Zimmer frei sein wird. Auch Phoebe hat ihr privates Glück gefunden. Friede, Freude, Eierkuchen!

 5. "Six Feet Under": Der Kreislauf des Lebens

"Six Feet Under" schafft es, mit seiner letzten Folge einen runden Bogen zu schlagen. Die Dramaserie rund um die Familie der Fishers hatte seine humoristisch morbiden bis rührenden Momente. Kein Wunder, wenn das Familienbusiness ein Bestattungsunternehmen ist. Unvergessen bleiben jedoch die mutigen letzten Minuten der langlebigen Serie: Zu den zarten Klängen von Sias "Breathe Me" zeigen sie den späteren Tod aller Hauptfiguren der Serie mit einer jeweiligen Weißblende. Das klingt erst mal schrecklich, passiert aber so kunstvoll, dass man trotz aller Trauer tatsächlich mit einem positiven Gefühl zurückbleibt.

6. "Penny Dreadful": Das Opfer einer Hauptfigur

Drei Staffeln lang kämpfte die mysteriöse Vanessa Ives gegen das Böse in sich an – und musste sich schließlich geschlagen geben. Dracula hielt die dunkle Schöne in der finalen Staffel in seinen Fängen. Als Folge der unheilvollen Verbindung legte sich krankmachender dunkler Nebel über London und Kreaturen der Nacht suchten die Metropole heim. Erst in letzter Minute steht der Werwolf Ethan seiner Angebeteten bei und erlöst sie durch einen tödlichen Schuss von ihrem dunklen Schicksal. Niederschmetternd für Fans, die auf eine vierte Staffel gehofft haben, aber ein würdiges Ende für die viktorianische Horrorserie.

7. "Freaks and Geeks": Die Entscheidung

Dem inzwischen zur Kultserie avancierten "Freaks and Geeks" wurde leider nur eine einzige Staffel gegönnt. Wie keine andere Serie fing sie den Alltag und die Nöte von Teenagern in den 1990er Jahren ein. Auch wurde späteren Durchstartern wie James Franco, Jason Segel und Lizzy Caplan eine erste Plattform geboten. In der letzten Episode fällt Hauptfigur Lindsay eine vielleicht folgenschwere Entscheidung: Statt zu einem prestigeträchtigen, akademischen Gipfeltreffen zu fahren, entscheidet sie sich, den Sommer mit Freunden zu verbringen und der Rockband Grateful Dead zu folgen. Ihre Entscheidung wird von den Machern jedoch nicht verurteilt: Manchmal muss man einfach auf sein Herz hören.

8. "Battlestar Galactica": Ende der Reise

Die Odyssee der letzten überlebenden Menschen, die ihre Heimatplaneten nach einem Krieg zusammen mit den Zylonen verlassen mussten, hielt Zuschauer für vier aufregende Staffeln in ihren Bann. Das Ende war insofern befriedigend, als dass die Besatzung der Galactica um Commander Adama tatsächlich eine neue Heimat findet. Sie ist – Überraschung! – unsere eigene Erde. Und damit nicht genug: Gemeinsam mit den Ureinwohnern des Planeten werden die Menschen und zyklonischen Replikanten des Raumschiffes zu den Stammeltern der Erde werden. Damit wurde der zylonisch-menschliche Konflikt ein und für allemal gelöst. Hurra!

9. "30 Rock": Stärken ausspielen

Die Serie um die fiktive TV-Show "The Girlie Show" hatte alles, was das Herz begehrt: einen narzisstischen Star, launische Schauspieler und mittendrin die arme Drehbuchautorin Liz Lemon, die von Produzentin Tina Fey verkörpert wurde. Dabei war die Serie gespickt mit aufregenden Gaststars wie Whoopi Goldberg, Matt Damon und Jennifer Aniston. Auch in der finalen Folge der beliebten Sitcom fuhr die Serie all ihre Stärken auf. So wurde das Finale zwar auch mit emotionalen Momenten wie eine wunderbare Szene zwischen Liz und Tracy (gespielt von Tracy Morgan) gespickt, aber es war auch einfach eine typische wunderbare Folge, die zeigte, was die Serie so einzigartig machte.

 10. "Mad Men": Money makes the world go round

Wer hätte gedacht, dass Don Draper am Ende von "Mad Men" in einem kalifornischen Hippiedorf endet. Doch genau das passiert in dem Finale der Serie um den begnadeten Werbemann und Blender. Mitten in einem wichtigen Meeting verlässt er das Büro, setzt sich in seinen Cadillac und fährt los. In der letzten Szene ist er glücklich lächelnd und meditierend zu sehen. Hat er seinen Frieden gefunden, wird er der Medienwelt entsagen? Von wegen! Denn schon direkt darauf wird ein historischer Cola-Werbespot abgespielt. Es geht also – vermutlich – weiter mit dem Schein und Sein.

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