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Schlimmer geht immer: 7 denkbar schlechte Mockbuster

Original (l.) und Mockbuster (r.) sind kaum zu unterscheiden, oder?
Original (l.) und Mockbuster (r.) sind kaum zu unterscheiden, oder? (©Disney, YouTube/Video Brinquedo USA 2016)

Wenn ein Film besonders erfolgreich ist, bringt das unweigerlich Trittbrettfahrer mit sich. Diese produzieren dann innerhalb kurzer Zeit entweder eine nahezu identische Kopie des Originals oder auch gerne mehr oder minder gelungene Adaption – sogenannte Mockbuster. Wir präsentieren eine bunte Auswahl der interessantesten, lustigsten und auch schlechtesten Ergebnisse.

1. "Kiara the Brave" (2011)

Animationsfilme scheinen prädestiniert dafür zu sein, als Inspiration für schlechte Kopien zu dienen. "Kiara the Brave" oder auch "Super K" ist ein trauriger Abklatsch von Pixars Heldin Merida aus "Merida – Legende der Highlands", der 2013 den Oscar für den besten animierten Film bekam. "Kiara the Brave" hingegen bekam keinen Preis. Ob dies an der plumpen Optik oder eher an der total wirren Geschichte liegt, darf jeder für sich entscheiden: Dreamzone ist ein Land in einer fernen Galaxie, das vom gutherzigen König Maximus regiert wird. Sein böser Bruder Badmess plant ihn zu stürzen und entwirft dafür den Superhelden Super K, der jedoch seine Kräfte nicht kontrollieren kann. Daraufhin schließt sich Badmess mit dem maskierten Wissenschaftler Dr. Oxmox zusammen, der ebenfalls die Herrschaft über Dreamzone anstrebt. Super K und seine Freunde müssen nun zusammen gegen die Bösewichte antreten, um Dreamzone zu retten.

2. "Titanic 2 – Die Rückkehr" (2010)

Einer der wohl amüsantesten Mockbuster ist "Titanic 2". Da bei "Titanic" das namensgebende Schiff bekanntermaßen untergeht, stellt sich die Frage, worum es im zweiten Teil gehen könnte. Die Produktionsfirma The Asylum, die bekannt für ihre Mockbuster ist, hat sich für die Story etwas Besonderes einfallen lassen: Genau 100 Jahre nach der Unglücksfahrt der RMS Titanic soll die Titanic 2, ein neuer Luxusdampfer, die damalige Route erneut befahren. Und, wie sollte es anders sein: Auch dieses Mal droht Gefahr durch Eis. Aufgrund der globalen Erderwärmung brechen Eisbrocken in der Arktis ab, die wiederum Tsunamis heraufbeschwören. Ob dieses Mal der Hauptdarsteller überlebt?

3. "Hexenjagd – Die Hänsel und Gretel Story" (2014)

Wie die Vorlage "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" orientiert sich "Die Hänsel und Gretel Story" nur vage am Märchenstoff der Gebrüder Grimm. Die Geschwister Jonah und Ella Mazer werden auf eine Eliteschule geschickt, die bezeichnenderweise "Lebkuchen-Akademie" heißt. Das Gebäude besteht zwar nicht aus Süßigkeiten, dennoch besteht auch hier latente Gefahr durch Hexen. Die beiden Geschwister entdecken, dass die gesamte Schülerschaft aus einem Kult besteht, der unschuldige Teenager für die sogenannte Großhexe opfert. Kurz darauf wird Jonah und Ella offenbart, dass ihre Eltern Hexenjäger waren und sie somit den düsteren Gestalten das Handwerk legen müssen.

4. "Sunday School Musical" (2009)

Im Gegensatz zu "High School Musical" ist "Sunday School Musical" etwas frommer gehalten: Ging es im Original noch um das Leben an einer amerikanischen High School, so dreht es sich beim Mockbuster um eine Gruppe Teenager, deren Kirche von finanziellen Nöten geplagt ist. Daher treten sie bei einem Song- und Tanzwettbewerb an, bei dem für den ersten Platz ein großzügiger Geldpreis winkt. Produzent des Films ist übrigens mal wieder The Asylum.

5. "Ratatoing" (2007)

Das brasilianische Studio Video Brinquedo hat im Laufe seines immerhin 16-jährigen Bestehens mehrere Filme herausgebracht, die sehr, sehr stark an andere Animationsfilme von Pixar und Co. erinnern. So brachte das Studio unter anderem "The Little Cars" (dezente Anlehnung an "Cars") oder "The Little Panda Fighter" ("Kung Fu Panda") heraus. Als einer der negativen Höhepunkte gilt "Ratatoing", den Kritiker selbst für Video Brinquedo-Standards als mies einstuften. Der 44-Minuten-Film ist mehr als grob animiert, die Mäuse sehen teilweise eher gruselig aus und die "Leistung" der Sprecher passt sich dem niedrigen Niveau des Films an.

6. "The Little Panda Fighter" (2008)

Der Titel alleine deutet schon eine thematische Nähe zu "Kung Fu Panda" an. Alles andere an dem Film ist dabei einfach nur mies. Wen es interessiert: Der Film dreht sich um Pancada, einen Panda, der gerne tanzt, aber in einem Boxclub arbeiten muss. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Am besten fasst es wohl Mike Jeavons des YouTube-Kanals Channel Awesome zusammen: "Die Animationen sind schrecklich, die Dialoge tun fast körperlich weh und die Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen und reicht nicht aus, um die knapp 50 Minuten zu füllen. Die Musik ist schlecht, dem Film fehlt es an Kreativität und die Charaktere und ihre Motivation sind furchtbar." Warum auch immer: Es gibt noch einen zweiten Teil namens "Chop King Panda." Spoiler: Auch dieser ist nicht wirklich sehenswert.

7. "Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes" (2010)

Die Vorlage für diesen Film war "Sherlock Holmes" von Guy Ritchie, was in den Augen einiger Fans bereits eine recht lose Adaption der Buchvorlage ist. Die Asylum-Version versetzt die Geschichten um den genialen Meisterdetektiv allerdings in einen wesentlich abgedrehteren Kontext. Das fängt bei den Attacken eines Drachen an und geht weiter mit der Inklusion eines T-Rex, eines Riesenoktopus sowie eines Androiden namens Miss Ivory: Dieser ist zugleich Diener und Geliebte von Thorpe, Sherlock Holmes Bruder. Bei so viel fantastischen Elementen ist die Geschichte des Films dann auch nicht mehr relevant.

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