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Sean Bean und Co.: 6 Schauspieler, die auffällig oft sterben

sean bean boromir herr der ringe
sean bean boromir herr der ringe (©Youtube/EgalmothOfGondolin01 2016)

Ein Privileg von Schauspielern ist es, mehr als ein Leben zu haben. Mit manchen Darstellern meinte es der Kino-Sensenmann aber offenbar besonders gut. Als prominenteste Beispiele gelten wohl Sean Bean und John Hurt. Doch die folgende Liste führt noch weitere Kandidaten auf, die es außergewöhnlich oft nicht lebend bis zum Abspann geschafft haben. Achtung: Spoiler!

1. Christopher Lee

Christopher Lee war in seiner langen Karriere einer der aktivsten Schauspieler überhaupt und ist vor allem für seine Rollen als Bösewicht in Horror- und Fantasyfilmen bekannt. Klar, dass die Chancen auf ein vorzeitiges filmisches Ableben nur steigen, wenn einem die Sympathieträger der Filme ständig nach dem Leben trachten. "Der Herr der Ringe", "Star Wars", "Die Mumie" und eine siebenteilige "Dracula"-Reihe aus den 1960er-Jahren sind nur einige Beispiele für Filme, in denen es den von Christopher Lee gespielten Charakteren an den Kragen ging – auch wenn die Frage erlaubt sein muss, ob ein Vampir wie Dracula nun eigentlich tatsächlich "stirbt".

2. Vincent Price

Noch ein Kandidat, bei dem die hohe Todeszahl auf der Leinwand eher wenig überrascht: Vincent Price war jahrzehntelang einer der profiliertesten Horrordarsteller – und das Horrorgenre ist nun einmal besonders Todes-affin. Über 30 Fälle von vorzeitigem Ableben im Film lassen sich für Prices Karriere nachweisen. Gemessen an seinem umfangreichen Gesamtwerk, das knapp 200 Film- und Fernsehrollen aufweist, erscheint diese Zahl dennoch beinahe niedrig.

3. Sean Bean

Geradezu notorisch für seine vielen Leinwand- und Bildschirmtode ist Sean Bean, der unter anderem als Ned Stark in "Game of Thrones" prominent den Kopf verlor und als Boromir in "Der Herr der Ringe" an einer Salve Orkpfeile zugrunde ging. Wie die Website Nerdist.com 2014 ausrechnete, stirbt Sean Bean in fast einem Drittel seiner über 70 Filme – genug, um sich den Spitznamen "wandelnder Spoiler" zu verdienen. Wenn er mitspielt, ist es wohl besser, sich an seine Figur nicht allzu sehr zu gewöhnen. Die Website DontKillSeanBean.com protestiert sogar gegen die überdurchschnittlich hohe Ableberate des Briten.

4. Steve Buscemi

Steve Buscemi bringt sein fantastisches Schauspieltalent in erster Linie bei der Darstellung neurotischer, geknechteter oder sonst irgendwie schräger Charaktere zum Einsatz. Seine Figuren geben darüber hinaus vergleichsweise häufig den Löffel ab. Besonders toll spielten ihm dabei in der Vergangenheit die Coen-Brüder mit: Das Regisseurs-Duo ließ Buscemi in "The Big Lebowski" in der Haut des herzensguten Donny an einem Herzinfarkt sterben und bescherte ihm in "Fargo" ein besonders schlimmes Ende: Zuerst wird er mit einer Axt erschlagen, dann landet seine Leiche in einem Holzhäcksler. Der Arme!

5. Mickey Rourke

Gemessen an der Zahl seiner Film- und Serienrollen (um die 80) ist Mickey Rourke prozentual einer der am häufigsten abtretenden Schauspieler überhaupt. Um die 30 Tode hat der US-Amerikaner bereits hinter sich gebracht, was wohl eine logische Begleiterscheinung ist, wenn man vor allem als Actionheld oder -schurke besetzt wird. Angesichts seines bewegten und zeitweise geradezu selbstzerstörerischen Lebenswandels in der Realität ist die Fragilität von Rourkes Charakteren noch einmal beeindruckender.

6. John Hurt

"Ich war zwischenzeitlich an einem Punkt, wo mich meine Kinder nicht mehr gefragt haben, ob ich in einem Film sterbe, sondern nur noch, wie", schmunzelte John Hurt Anfang 2014 in einem Interview mit dem Onlinemagazin "The Talks". Tatsächlich gab der renommierte Darsteller in seiner sechs Dekaden umspannenden Karriere fast 50 Mal den Löffel ab und gilt damit oft als der Schauspieler mit der höchsten Todeszahl. Sein bekanntester Filmtod bleibt wohl sein Ableben durch einen aus dem Bauch hervorbrechenden "Chestburster" in Ridley Scotts "Alien" von 1979. In der Sci-Fi-Parodie "Spaceballs" durchlebte er dieses Martyrium sogar noch ein zweites Mal – ergänzt um die treffenden Worte "Nicht schon wieder!"

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