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Sherlock Holmes: 16 Filme & Serien mit dem britischen Meisterdetektiv

Die Geschichten rund um den Meisterdetektiv sind im viktorianischen Zeitalter angesiedelt – wie auch eine Sonderfolge der Serie "Sherlock".
Die Geschichten rund um den Meisterdetektiv sind im viktorianischen Zeitalter angesiedelt – wie auch eine Sonderfolge der Serie "Sherlock".

Mit dem Privatermittler Sherlock Holmes schuf Schriftsteller und Arzt Arthur Conan Doyle eine Figur, die auch über 130 Jahre nach ihrem ersten Auftritt immer noch nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Auch im Film und in Serien ist der Detektiv aus der Baker Street seit 1900 im Einsatz – und im neuen Jahrtausend nach wie vor so präsent wie eh und je. Wir haben einige besonders gelungene Filme und Serien rund um Sherlock Holmes und seinen Partner Dr. Watson für Dich ermittelt.

"Der Hund von Baskerville" (1939)

  • Holmes-Darsteller: Basil Rathbone
  • Watson-Darsteller: Nigel Bruce

"Der Hund von Baskerville" mag nicht die erste Verfilmung eines "Sherlock Holmes"-Romans sein, doch Hauptdarsteller Basil Rathbone prägte das Bild des Privatdetektivs maßgeblich und etablierte anders als in der Vorlage die Deerstalker-Mütze als seine Kopfbedeckung. Rathbones Einstand als britischer Ermittler war so erfolgreich, dass er in zwölf weiteren Filmen auf Spurensuche ging:

  • "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" (1939)
  • "Stimme des Terrors" (1942)
  • "Die Geheimwaffe" (1942)
  • "Verhängnisvolle Reise" (1943)
  • "Gespenster im Schloss" (1943)
  • "Das Spinnennest" (1943)
  • "Die Kralle" (1944)
  • "Sherlock Holmes - Die Perle der Borgia" (1944)
  • "Das Haus des Schreckens" (1945)
  • "Gefährliche Mission" (1945)
  • "Juwelenraub" (1946)
  • "Jagd auf Spieldosen" (1946)

Die Macher lösten sich jedoch nach "Der Hund von Baskerville" stark von der literarischen Vorlage und verlegten die Handlung von der viktorianischen Zeit teilweise sogar in die Gegenwart.

"Sherlock Holmes"-Serie (1968)

  • Holmes-Darsteller: Peter Cushing
  • Watson-Darsteller: Nigel Stock

Hierzulande ist Peter Cushing vor allem als fieser Grand Moff Tarkin in "Krieg der Sterne" bekannt. Mit Sherlock Holmes übernahm er in der gleichnamigen Serie von 1968 aber fast eine noch ikonischere Rolle. Sechzehn Episoden lang spielte er den Schnüffler in der werkgetreuen BBC-Serie. Eine Besonderheit: Bereits 1959 übernahm Cushing die Rolle von Sherlock Holmes im Kinofilm "Der Hund von Baskerville".

Als er Ende der 1960er-Jahre für das Serienformat gecastet wurde, wollten die Macher den berühmtesten Fall des Meisterdetektivs jedoch nicht ausklammern. Also ermittelte Cushing zweimal im Fall des Hundes von Baskerville – jeweils einmal in Film und Serie. 1984 schlüpfte der Brite im Fernsehfilm "The Masks of Death" ein letztes Mal in die Rolle von Holmes.

"Das Privatleben des Sherlock Holmes" (1970)

  • Holmes-Darsteller: Robert Stephens
  • Watson-Darsteller: Colin Blakely

Wenn etwas so beliebt ist wie der Mythos um Sherlock Holmes, lässt auch die Persiflage nicht allzu lange auf sich warten. Hollywood-Regisseur Billy Wilder übernimmt diese Aufgabe in "Das Privatleben des Sherlock Holmes". Wie der Titel verspricht, widmet sich der Film den persönlicheren Belangen des Meisterdetektivs, vor allem seinem Verhältnis zu Frauen. In der hanebüchenen Handlung möchte eine Primaballerina ein Kind mit dem Genie zeugen, Sherlock deckt auf, was hinter dem Ungeheuer von Loch Ness steckt und geht einer deutschen Spionin auf den Leim.

"Kein Koks für Sherlock Holmes" (1976)

  • Holmes-Darsteller: Nicol Williamson
  • Watson-Darsteller: Robert Duvall

Sherlock-Holmes-Kenner wissen, dass der Gentleman-Detektiv bei Langeweile seine grauen Zellen durch Kokain oder Morphium stimuliert. Das wird ihm in "Kein Koks für Sherlock Holmes" jedoch zum Verhängnis. In seinen Wahnvorstellungen macht er den Hauslehrer Professor Moriarty (Laurence Olivier) zum Oberbösewicht. Dr. Watson und Sherlocks Bruder Mycroft wissen sich schließlich nicht anders zu helfen, als ihn bei Sigmund Freud in Wien einer Psychoanalyse zu unterziehen.

Der Film beruht auf einer frei erdachten Fortsetzung der "Sherlock Holmes"-Geschichten namens "The Seven-Per-Cent Solution" von US-Autor Nicholas Meyer.

"Mord an der Themse" (1979)

  • Holmes-Darsteller: Christopher Plummer
  • Watson-Darsteller: James Mason

Fast ebenso bekannt wie Sherlock Holmes ist der Kriminalfall um den Londoner Serienmörder Jack the Ripper. Was liegt also näher, als den fiktiven Detektiv mit den realen Mordfällen zu kombinieren wie in "Mord an der Themse". Diesmal schlüpft Christopher Plummer ("Beginners") in die Rolle des Ermittlers und gibt ihn unerwartet emotional. Und natürlich kann Holmes – anders als im wahren Leben – die Hintergründe der Gräueltaten gänzlich aufdecken. Nur so viel: Die höchsten Kreise Großbritanniens sind involviert.

"Sherlock Holmes"-Serie (1984 – 1994)

  • Holmes-Darsteller: Jeremy Brett
  • Watson-Darsteller: David Burke / Edward Hardwicke

Neben Basil Rathbone gilt Jeremy Brett als einer der besten Sherlock-Holmes-Darsteller aller Zeiten. Nach seinem Einstand im Weihnachts-TV-Film "Joy to the World. A Celebration of Christmas" 1984 ging Rathbones Ermittler in Serie. Die Macher der Produktion orientierten sich wieder stärker an der Vorlage. Und auch Bretts Interpretation hielt sich an die Bücher von Arthur Conan Doyle. Neben den fast 40 Folgen wurden während der Laufzeit auch zwei Fernsehfilme produziert.

"Basil, der große Mäusedetektiv" (1986)

  • Basil-Sprecher: Barrie Ingham
  • Dr. Wasdenn-SprecherVal Bettin

Was Erwachsenen so gut gefällt, kann für die Kleinen doch nicht so verkehrt sein. Die US-Kinderbuchautorin Eve Titus verlegte Arthur Conan Doyles Geschichten um Sherlock Holmes einfach ins Nagerreich. Ein gefundenes Fressen für Disney. Der Mauskonzern verfilmte die Romanreihe als Zeichentrickfilm unter dem Titel "Basil, der große Mäusedetektiv". Hier bekommt es der geniale Ermittler mit dem fiesen Professor Rattenzahn zu tun.

"Genie und Schnauze" (1988)

  • Holmes-Darsteller: Michael Caine
  • Watson-Darsteller: Ben Kingsley

Dr. Watson steht nicht nur in den Büchern, sondern auch in den Filmen und Serien im Schatten seines berühmten Kollegen Sherlock Holmes. Doch was wäre, wenn Dr. Watson eigentlich das Genie wäre? Dieses Gedankenspiel zeichnet die Krimikomödie "Genie und Schnauze" nach. Darin spielt Ben Kingsley ("Gandhi") den genialen Kriminalisten Dr. Watson. Um seine Karriere als Arzt jedoch nicht zu gefährden, erfindet er Sherlock Holmes und lässt ihn von dem heruntergekommenen Schauspieler Reginald Kincaid (Michael Caine) spielen. Doch bald wird er neidisch auf die Verehrung für seine Kunstfigur.

"Sherlock Holmes - Der Hund der Baskervilles" (2002)

  • Holmes-Darsteller: Richard Roxburgh
  • Watson-Darsteller: Ian Hart

Gefühlt erst Anfang der Jahrtausendwende stieg nach einer kleinen Ruhepause wieder das Interesse für Sherlock Holmes und seine Abenteuer. Und natürlich wurde seine Rückkehr mit einer Verfilmung von "Der Hund der Baskervilles" eingeläutet, übrigens die erste korrekte Übersetzung des Originaltitels. In dem stimmungsvollen TV-Film der BBC gibt Richard Roxburgh ("Van Helsing") ein leider nur einmaliges Zwischenspiel als Sherlock. Ein interessanter Fun Fact: Roxburgh spielte nur ein Jahr später in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" den geheimnisvollen M, der sich später als Professor Moriarty entpuppt.

"Sherlock Holmes - Der Seidenstrumpfmörder" (2004)

  • Holmes-Darsteller: Rupert Everett
  • Watson-Darsteller: Ian Hart

Die gleichen Produzenten, die zwei Jahre zuvor "Der Hund der Baskervilles" produzierten, legten 2004 mit "Sherlock Holmes – Der Seidenstrumpfmörder" nach. Während der Watson-Darsteller mit Ian Hart ("Harry Potter und der Stein der Weisen") derselbe blieb, wurde Holmes mit Rupert Everett ("Die Hochzeit meines besten Freundes") neu besetzt. Das Duo untersucht den Mord an einer Frau aus der Oberschicht, die mit einem Seidenstrumpf erdrosselt wurde.

"Sherlock Holmes" & "Sherlock Holmes – Spiel im Schatten" (2009 & 2011)

  • Holmes-Darsteller: Robert Downey Jr.
  • Watson-Darsteller: Jude Law

Massentauglich wurde Sherlock Holmes im neuen Jahrtausend durch Guy Ritchies Neuverfilmungen. Der Regisseur machte aus der bislang eher steifen Figur einen schlagkräftigen Ermittler mit Actionstar-Qualitäten. Doch vor allem die illustre Besetzung mit dem charismatischen Duo Robert Downey Jr. und Jude Law machte sich für die Produktionen bezahlt. "Sherlock Holmes 3" ist nach wie vor in Planung und soll im Dezember 2021 in die Kinos kommen.

"Sherlock" (2010 – 2016)

  • Holmes-Darsteller: Benedict Cumberbatch
  • Watson-Darsteller: Martin Freeman

Parallel startete der Meisterdetektiv auch im Fernsehen durch. Die BBC versetzte die Handlung kurzerhand ins London der Jetztzeit und inszeniert seinen Helden als Soziopathen, der seinem Umfeld immer ein Dutzend Schritte voraus ist. Die brillanten Dialoge, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in den Hauptrollen und die innovativen visuellen Einfälle machten das Format zur echten Hitserie. Auch wenn "Sherlock" mit Staffel 4 ihren vorläufigen Abschluss fand, ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

"Elementary" (seit 2012)

  • Holmes-Darsteller: Jonny Lee Miller
  • Watson-Darstellerin: Lucy Liu

Fast zeitgleich zu "Sherlock" entstand eine weitere Serie rund um den britischen Meisterdetektiv, die in der Jetztzeit angesiedelt ist. Quasi das amerikanische Pendant zu "Sherlock". Es spielt zwar in New York, doch Holmes ist nach wie vor Engländer. Die große Neuerung ist, dass Dr. Watson von einer Frau und Amerikanerin verkörpert wird: Lucy Liu ("3 Engel für Charlie"). Das Format mag nicht so genial sein wie "Sherlock", ist aber unerwartet unterhaltsam. Und auch der Drogenkonsum des Meisterdetektivs wird zum Thema.

"Mr. Holmes" (2015)

  • Holmes-Darsteller: Ian McKellen
  • Watson-Darsteller: Colin Starkey

In "Mr. Holmes" begegnen wir einem betagten Sherlock Holmes, der sich aufs Land zurückgezogen hat und sich der Bienenzucht widmet. Doch nach wie vor beschäftigt ihn ein Fall, sein letzter Einsatz, um genau zu sein. Doch der inzwischen über 90-Jährige kann sich nicht mehr klar an die genauen Umstände erinnern. Mithilfe des Sohnes seiner Haushälterin versucht er, in die Vergangenheit einzutauchen. In dem in ruhigen Bildern inszenierten Drama überzeugt Ian McKellen als Hauptdarsteller.

"Holmes & Watson" (2018)

  • Holmes-Darsteller: Will Ferell
  • Watson-Darsteller: John C. Reilly

Dieser Film hat es nur in diese Liste geschafft, da er zufällig die neuste Adaption des Sherlock-Holmes-Stoffes ist. Eine Persiflage auf Doyles Kultfigur ist an sich eine gute Idee, doch "Holmes & Watson" ist laut Kritikermeinung ein echter Griff ins Klo. Und das obwohl mit Will Ferrell ein Comedyexperte an Bord ist. Watson-Darsteller John C. Reilly kann sogar eine Oscarnominierung vorweisen. Doch es hilft alles nichts. Für sich gewinnen konnte der Blödelfilm nur die Verleiher der Goldenen Himbeere. Autsch!

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