Topliste

Single-Charts 2016: Die erfolgreichsten Songs des Jahres

Kein Grund zum Trübsal: "Die immer lacht" ist der angesagteste Song 2016 in Deutschland gewesen.
Kein Grund zum Trübsal: "Die immer lacht" ist der angesagteste Song 2016 in Deutschland gewesen. (©YouTube/Kontor.TV 2017)

Musikalisch gab es 2016 einige starke Songs: Doch welche Lieder platzierten sich eigentlich am besten in den Hitparaden? Wir stellen die 10 Tracks vor, die am erfoglreichsten in den deutschen Single-Charts vertreten waren.

Platz 10: Kungs vs. Cookin’ on 3 Burners - "This Girl"

Ursprünglich wurde der Track "This Girl" 2009 veröffentlicht, erlangte aber erst im Jahr 2016 durch den Remix von DJ Kung mit der Sängerin Kylie Auldist Aufmerksamkeit bei Musikfans. Bei dem Remix wurde fast komplett auf die instrumentale Originalbegleitung verzichtet, stattdessen fügte man jazzige Trompeten für den Refrain ein, die das Lied zum Dauerbrenner im Radio, den Clubs und auch den Charts werden ließ. Nicht das erste Mal, dass ein Lied durch ein Remix einen zweiten Frühling erlebte, wie andere Songs aus den Top 10 des letzten Jahres zeigen werden.

Platz 9: Coldplay – "Hymn for the Weekend"

Die britische Band um Frontmann Chris Martin gilt mit über 80 Millionen verkauften Tonträgern als eine der weltweit erfolgreichsten Bands des letzten Jahrzehnts. Für "Hymn for the Weekend" arbeitete die Gruppe 2016 mit niemandem Geringeren als Superstar Beyoncé zusammen. Herausgekommen ist ein ohrwurmverdächtiger Popsong, der allerdings mehr Tiefgang bietet, als der Titel vermuten lässt: Es geht nämlich keineswegs darum, das Wochenende und eventuell damit verbundene Partys zu preisen. Viel eher handelt der Song davon, die Person im Leben zu finden, mit der man gemeinsam durchs Leben geht und aus dieser Beziehung gegenseitig Kraft bezieht.

Platz 8: Twenty One Pilots – "Stressed Out"

Der schmissige Song aus dem Album "Blurryface" dreht sich um den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden. Passend dazu radeln Sänger Tyler Joseph und Drummer Joshua Dun auf Kettcars durch die Kleinstädte, in denen sie geboren wurden. Währenddessen rappt Joseph darüber, wie unbeschwert das Leben als Kind war. Jetzt hat er aber ein Problem: Als Erwachsener legt er auf einmal Wert auf das, was andere Leute von ihm halten – obwohl er es eigentlich nicht möchte. "Stressed out" erreichte zwar 2016 nicht Platz 1 in den Charts, bekam dafür aber zahlreiche silberne, und in der Schweiz sogar die Goldene Schallplatte verliehen, die es dort ab 15.000 verkauften Singles gibt.

Platz 7: Andreas Gabalier – "Hulapalu"

Der aus Österreich stammende Andreas Gabalier ist wohl einer der derzeit bekanntesten Schlagersänger. Der Disco-taugliche Hit "Hulapalu" dürfte hingegen nicht nur für Freunde von volkstümlichen Songs interessant sein: Die eingängige Melodie, ein bisschen Gitarre und ein Text, der vom Kennenlernen einer Dame auf der Tanzfläche handelt, die dem Sänger nur ein "Hulapalu" in die Ohren raunt – mehr scheint es für einen Hit nicht zu brauchen. Spoiler: Auch nach dem Anhören des knapp 3-minütigen Songs wird nicht klar, was genau unter "Hulapalu" zu verstehen ist. Eventuell, so heißt es jedenfalls im Songtext "sei es aber nicht jugendfrei".

Platz 6: Mike Posner – "I took a Pill in Ibiza"

Obwohl die meisten bei dem Begriff "Ibiza" wohl eher ans ausgelassene Feiern, Sonne und gute Laune denken, ist der nachdenkliche Song von Posner das genaue Gegenteil. Er handelt davon – wie der Sänger kürzlich in einem Interview verriet – dass er Drogen während eines Aufenthalts auf der Insel nahm. Grund dafür war seine Annahme, er würde dann als "cool" gelten. Dabei bedachte er aber nicht, was für Folgen Drogenkonsum nach sich zieht. Daher ist der Song eher als Warnung gedacht, sich seiner Aktionen und dessen Folgen bewusst zu sein. Dem Erfolg in den Charts des Jahres 2016 tat diese tiefgründige Message keinen Abbruch.

Platz 5: Drake – "One Dance" (feat. Wizkid & Kyla)

Diese romantische Ballade dreht sich inhaltlich um den letzten Tanz, den Drake von seiner Angebeteten erbittet. Vielleicht ein Tanz, um all die Probleme und Streitigkeiten zu vergessen? Ein Tanz, um sie zu überzeugen, dass sie die Einzige für ihn ist? Das gefühlvolle Duett hält zudem einige Rekorde: Beispielsweise ist es der am meisten gespielte Track über Spotify – bereits über eine Milliarde Mal wurde der Song beim Streaming-Anbieter abgerufen. Weiterhin wurde es vom berühmten Magazin Billboard als "Song des Sommers 2016" gewählt.

Platz 4: The Chainsmokers – "Don´t let me down" feat. Daya

Die basslastige Dubstep-Nummer sorgt vor allem dank dem wuchtigen Refrain und der stimmgewaltigen Untersützung der 17-jährigen Daya für Ohrwurmgefahr. Im Video des Songs liefert sich diese mit den beiden Bandmitgliedern Andrew Taggart und Alex Pall ein besonderes Duell: Daya und einige Tänzerinnen blockieren die Straße, auf der Taggart und Pall in einem mit Hydraulikfederung aufgemotzten Wagen entlang fahren. Auch wenn storytechnisch nicht viel hinter dem Video steckt, sorgte der Track für Stimmung bei den Käufern: Der Song wurde ein Erfolg in den Charts und insgesamt in 33 Ländern mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.

Platz 3: Sia – "Cheap Thrills"

Der tanzfähige Hit aus der Feder von Sängerin Sia ist eine entspannte Pop-Nummer, die durch den mit Trommeln unterstützten Refrain ein leichtes Karibik-Feeling aufkommen lässt. Im Gegensatz zu anderen textlichen Schwergewichten in den Top 10 der Jahres-Charts von 2016 handelt der Song davon, dass es nicht viel Geld braucht, um Spaß zu haben: Es reicht, wenn man am Wochenende im Club ist und gemeinsam mit dem und der Liebsten einen Abend auf der Tanzfläche verbringt.  Ursprünglich schrieb die Sängerin den Song für Rihanna oder Icona Pop, diese lehnten jedoch ab.

Platz 2: Alan Walker – "Faded"

Bei dieser Electro-Dance Nummer von DJ Alan Walker handelt es sich um eine Neuaufnahme des Songs, ursprünglich war es ein reines Instrumentalstück. Für das Re-Release 2016 wurde er von der norwegischen Sängerin Iselin Solheim unterstützt, die mit ihrer zerbrechlich wirkenden Stimme vor dem Bass-Hintergrund glasklar hervorsticht. Der traurige Track über das "Verblassen" eines ehemaligen Freundes sorgte für einen Streaming-Rekord in Deutschland: Innerhalb von nur einer Woche wurde er so 3,69 Millionen Mal angehört.

Platz 1: Stereoact feat. Kerstin Ott – "Die immer lacht"

Und auf Platz 1 der erfolgreichsten Songs 2016 landet ein launiger Gitarren-Sommerhit. Egal, ob man es wollte oder nicht: "Die Immer lacht" blieb einfach im Ohr. Der Song wurde vor vier Jahren von Kerstin Ott als einfache Akustik-Version veröffentlicht, aber erst der Remix von Stereoact sorgte dafür, dass das Lied auch in den Charts erfolgreich wurde. Im offiziellen Video zum Track ist Kerstin Ott sogar selbst vertreten: Sie spielt eine Fotografin, die ein stets lächelndes Model fotografiert. Dabei ist die Geschichte hinter dem fröhlichen Song eher traurig: Ott schrieb das Lied über eine enge Freundin, die nach Außen hin immer fröhlich wirkt, aber in Wirklichkeit damit nur innere Probleme überspielt.

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