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Sinneswandel? Diese 7 Helden wurden zum Filmbösewicht

Der Jedi Anakin Skywalker verfällt in "Star Wars" der dunklen Seite der Macht.
Der Jedi Anakin Skywalker verfällt in "Star Wars" der dunklen Seite der Macht. (©dpa 2017)

Die Rollenaufteilung ist in Hollywood-Blockbustern meist klar vorgegeben: Der strahlende Held macht den unleidlichen Bösewicht im letzten Akt ein und für allemal den Garaus und reitet mit seiner Liebsten in den Sonnenuntergang. Manchmal erlauben sich die Macher aber einen fiesen Twist im Plot, in dem auf einmal unser Protagonist zum wahren Bösewicht der Geschichte wird. In diesen sieben Filmen hat uns die wahre Natur des Helden ein Wechselbad der Gefühle beschert.

1. Bucky Barnes in den "Avengers"-Filmen

Gut: Noch bevor Steve Rogers (Chris Evans) zu Captain America wird, steht ihm einer immer zur Seite: sein bester Freund James Buchanan "Bucky" Barnes (Sebastian Stan). Als Soldat und Mitglied des Howling Commados kämpft er an der Seite von Captain America im Zweiten Weltkrieg gegen die Terrororganisation Hydra und bewährt sich wiederholt als treuer Freund.

Böse: Als der nach einem Einsatz tot geglaubte Bucky jedoch in die Hände der Hydra gelangt, wird aus ihm (nach Experimenten an seinem Körper und einer Gehirnwäsche) der Winter Soldier. Über Jahrzehnte eliminiert er gewissenlos jeden Gegner der Organisation. Erst nach einem Zusammentreffen mit Steve in "The Return of the First Avenger" erinnert er sich nach und nach an seine Vergangenheit und versucht sie zu verarbeiten.

2. Harvey Dent in "The Dark Knight"

Gut: Der Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) ist in "The Dark Knight" der neue Hoffnungsträger des verbrechensgebeutelten Gotham City. Der durch und durch aufrechte Dent gibt sich sogar als Batman aus, um dem Joker eine Falle zu stellen und seine Stadt von dem Übeltäter zu befreien. Und auch wenn Comic-Kenner sein Schicksal kannten, war es doch ein Schlag ...

Böse: ... als Dent nach dem Verlust seiner großen Liebe Rachel Dawes und einer schweren Verbrennung seiner linken Gesichtshälfte zum Filmbösewicht Two-Face wird. Dem Wahnsinn verfallen wird er zum Racheengel der Stadt und entscheidet anhand einer Münze über das weitere Schicksal seiner Opfer.

3. Der Protagonist in "Fight Club"

Gut: Ein wahrer Held ist der namenlose Protagonist (Edward Norton) aus "Fight Club" zwar nicht, doch er lebt zunächst ein unauffälliges Leben. Sein größtes Problem sind seine anhaltenden Schlafstörungen, die er damit zu bekämpfen versucht, dass er Selbsthilfegruppen für Schwerkranke besucht. Als er den souveränen Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt, beginnt er, den Nervenkitzel in Schlägereien zu erkennen.

Böse: Doch zunehmend werden dem Erzähler die Beweggründe Durdens suspekt, der landesweit sogenannte Fight Clubs gründet, um die öffentliche Ordnung zum Einsturz zu bringen. Schließlich kommt in einem genialen Twist heraus, dass der Held an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet und selbst Durden ist. Das, was sein Alter Ego in die Wege geleitet hat, kann er jedoch nicht mehr aufhalten.

4. Jean Grey in "X-Men: Der letzte Widerstand"

Gut: Als Mitglied der X-Men und enge Vertraute von Professor X gehört Jean Grey (Famke Janssen) zu den guten Mutanten, die sich für ein friedliches Zusammenleben mit den Menschen aussprechen. Die Mutantin ist mit telepathischen und telekinetischen Fähigkeiten ausgestattet und rettet in "X-Men 2" ihre Mitstreiter vor einer mächtigen Flutwelle. Ihre Freunde halten sie anschließend für tot.

Böse: Doch Jean Grey stirbt nicht, sondern wird zu ihrem Alter Ego Phönix. Durch die Entfesselung ihrer vollen Fähigkeiten wird die Klasse-5-Mutantin zu einer Gefahr für sich und ihre Umwelt. Auch Magneto, der Phönix für seine eigenen Zwecke einspannen möchte, kann sie nicht bändigen. Schließlich tötet Wolverine seine große Liebe im Showdown in "X-Men: Der letzte Widerstand".

5. Anakin Skywalker in "Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith"

Gut: Er sollte das Gleichgewicht für die Macht bringen und galt als der Auserwählte: Anakin Skywalker (später: Hayden Christensen) hat als Sklavenjunge auf dem Wüstenplaneten Tatooine einen schweren Start ins Leben. Als die Jedis Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) entdecken, dass er machtbegabt ist, wird er zu einem Jedi ausgebildet und verteidigt die Republik mutig gegen ihre Feinde.

Böse: Seine Angst davor, seine heimliche Ehefrau Padme zu verlieren gepaart mit seiner Arroganz treiben den Hoffnungsträger jedoch unter Einfluss von Senator Palpatine auf die dunkle Seite der Macht. Nach seinen körperlichen Entstellungen im Kampf gegen seinen ehemaligen Lehrmeister Obi-Wan Kenobi fristet Anakin fortan sein Leben als Sith Darth Vader in einem schwarzen Anzug, der ihm das Überleben sichert.

6. Teddy Daniels in "Shutter Island"

Gut: US-Marshal Edward "Teddy" Daniels (Leonardo DiCaprio) kommt mit einem Ziel auf die Insel Shutter Island: Er möchte auf dem Eiland, auf dem psychisch gestörte Schwerverbrecher einsitzen, die verschwundene Patientin Rachel Solando finden. Doch schon bald kommt er heimlichen Experimenten auf die Spur, die seiner Meinung nach von dem Personal an den Patienten durchgeführt werden.

Böse: Doch leider stellt sich gen Ende von "Shutter Island" heraus, dass die Hauptfigur selbst ein Patient auf der düsteren Insel ist. Der Grund: Seit seine Frau die gemeinsamen drei Kinder in einem See ertränkt und er sie anschließend im Affekt erschossen hat, leidet er an einer dissoziativen Identitätsstörung.

7. Adrian Veidt in "Watchmen"

Gut: Adrian Veidt (Matthew Goode) gilt nicht nur als der klügste Mann der Welt, sondern gehörte unter dem Namen Ozymandias auch zu den Watchmen, einer Gruppe von maskierten Superhelden, die auf Verbrecherjagd gehen. In der alternativen Realität, in der das Watchmen-Universum angesiedelt ist, droht 1985 die drohende Apokalypse im Zuge des nuklearen Wettrüstens zwischen den USA und der Sowjetunion.

Böse: Veidt möchte zwar Frieden zwischen den Supermächten stiften, sein Weg ist jedoch ein ungewöhnlicher: Durch die Zündung von Fusionsbomben auf der ganzen Welt mit der Energiesignatur von Dr. Manhattan (Billy Crudup) möchte er die verfeindeten Nationen in der Furcht vor dem blauhäutigen Wissenschaftler mit den Superkräften vereinen. Für Veidt ist es legitim einige Millionen Menschen zu töten, um den Rest der Menschheit zu retten.

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