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So viel würden diese 10 Action-Filme im echten Leben kosten

Wir klären, was Action-Filme in der Realität kosten würden.
Wir klären, was Action-Filme in der Realität kosten würden. (©Warner Bros. Pictures 2016)

Action-Filme garantieren nicht nur gute Unterhaltung, sondern zeigen oftmals auch coole Gadgets, atemberaubende Autos und nicht zuletzt unendlich viel Zerstörung. Doch was würden all diese Sachen in der Realität kosten? Wir klären am Beispiel von 10 Action-Filmen, was für ein Budget die reale Umsetzung verschlingen würde.

Keine Frage: Mit der Realität haben Action-Blockbuster nur in den seltensten Fällen etwas gemein. Viele Streifen strotzen nur vor abgefahrener Technik, teuren Gadgets oder auch Fantasie-Produkten. Doch was würde es eigentlich kosten, würde man all diese Dinge im wahren Leben kaufen müssen? Film-Fans haben sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und anhand von 10 Action-Filmen berechnet, was diese im realen Leben kosten würden. Achtung: Minimale Spoiler nicht ausgeschlossen.

1. "Star Wars" (1977): 852 Billionen US-Dollar

 Der Todesstern würde in Wirklichkeit Unsummen kosten. fullscreen
Der Todesstern würde in Wirklichkeit Unsummen kosten. (©Twentieth Century Fox 2016)

Der Todesstern ist wohl die beeindruckendste Raumstation, die jemals in einem Film aufgetaucht ist. Doch was würde ein realer Nachbau wirklich kosten? Studenten der Lehigh University sind dieser Frage nachgegangen und haben Berechnungen dazu angestellt. Angenommen hierbei wird ein Radius von 140 Kilometern und als Material Stahl. Für den gigantischen Nachbau würde man satte 1,08 Billionen Tonnen Stahl benötigen. Dabei mangelt es beileibe nicht an der Verfügbarkeit des Materials, sondern vielmehr an der Herstellung. So würde es 830.000 Jahre dauern, um eine derartige Menge Stahl aus Eisen herzustellen. Die Kosten: Wahrlich astronomische 852 Billionen Dollar – was in etwa der 13.000-fachen Wirtschaftskraft der Erde aus dem Jahr 2013 entspricht.

2. "Man of Steel" (2013): 2 Billionen US-Dollar

 Das Gefecht in "Man Of Steel" verursacht extrem hohe Kosten. fullscreen
Das Gefecht in "Man Of Steel" verursacht extrem hohe Kosten. (©Warner Bros. Pictures 2016)

Das Superman-Epos "Man Of Steel" hat ohne Frage einen der eindrucksvollsten Kämpfe in der Superhelden-Historie zu bieten. Das Gefecht zwischen Superman und General Zod hat so viel Zerstörung hinterlassen, dass allein die physischen Schäden mit 750 Milliarden Dollar zu beziffern sind. Das ergaben zumindest Berechnungen des Unternehmens Watson Technical Consulting. Doch natürlich wäre in der Realität nicht nur ein immenser materieller Schaden zu beklagen, auch unheimliche viele Kollateralschäden wären die Folge. Etwa 129.000 Menschen würden ums Leben kommen, weitere 250.000 Leute wären vermisst, und eine weitere Million wäre verletzt worden. Rechnet man alle Kosten zusammen, käme man auf eine hohe Summe von 2 Billionen Dollar. Eine Atombombe mit 20 Kilotonnen würde ein vergleichbares Desaster anrichten.

3. "Star Trek" (2009): 479 Milliarden US-Dollar

 Der Nachbau der USS Enterprise ist eine kostspielige Angelegenheit. fullscreen
Der Nachbau der USS Enterprise ist eine kostspielige Angelegenheit. (©Paramount Pictures 2016)

Wie teuer wäre wohl die USS Enterprise aus dem Film "Star Trek"? Diese Frage hat sich Gizmondo gestellt und Berechnungen dazu angestellt. Als Grundlage dienen folgende Abmessungen: 725 Meter Länge, 191 Meter Höhe und 305 Meter Durchmesser. Allein das pure Material würde Kosten in Höhe von 12,4 Milliarden Dollar verursachen. Auch der Transport würde Unsummen verschlingen. So würde nur der Transport von 228.000 Tonnen Material gute 456 Milliarden Dollar kosten. Als Berechnungsgrundlage dafür dient die US-Trägerrakete Falcon Heavy – der Transport von einem Pfund schlägt hier mit 1000 US-Dollar zu Buche. Rechnet man noch alle weiteren nötigen Kosten hinzu, kommt man auf einen Endbetrag von fast 479 Milliarden Dollar – was in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Norwegen entspräche.

4. "The Avengers" (2012): 160 Milliarden US-Dollar

 Die Schlachten in "The Avengers" verursachen einen hohen materiellen Schaden. fullscreen
Die Schlachten in "The Avengers" verursachen einen hohen materiellen Schaden. (©Marvel & Subs 2016)

Die finale Schlacht in "The Avengers" endet für den New Yorker Stadtteil Manhattan in Schutt und Asche. Welche Kosten dadurch in echt anfallen würden, wollte der Hollywood Reporter einmal genauer wissen. Allein der reine physische Schaden wird mit 60 bis 70 Milliarden Dollar beziffert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen und Beseitigungskosten würden weitere 90 Milliarden Dollar verschlingen. Das gesamte Gefecht würde demnach rund 160 Milliarden Dollar kosten. Zum Vergleich: Der 11. September 2001 wird mit einem Schaden von 83 Milliarden Dollar bewertet, Hurrikan Katrina sogar mit 90 Milliarden Dollar. Rechnet man also beide Ereignisse zusammen, kostet die Schlacht in "The Avengers" nur geringfügig weniger.

5. "Jurassic Park" (1993): 23,4 Milliarden US-Dollar

Was würde wohl der Besuch eines echten Parks mit Dinosauriern kosten? Die Frage ist natürlich vielmehr, was die Errichtung einer derartigen eindrucksvollen Anlage in der Realität verschlingen würde. Allein das erforderliche Land würde mit 10 Milliarden Dollar zu Buche schlagen, weitere 7,9 Millionen Dollar kämen für Tierpfleger, Computerspezialisten und Co. zusammen. Als Berechnungsgrundlage für das Klonen der Dinosaurier dient der Preis der Firma Bio Arts für das Klonen von Hunden – pro Stück 150.000 US-Dollar. Im Park gibt es 50 verschiedene Dino-Arten, würde man alle klonen, müsste man mit Kosten von 8,5 Millionen Dollar rechnen. Für die Errichtung des Parks, für den Unterhalt und die Pflege würden weitere Ausgaben anfallen. Um eine Anlage wie den Jurassic Park zu eröffnen, müsste man rund 23,4 Milliarden Dollar investieren. Für den Unterhalt der Anlage würden noch einmal jährlich 11,9 Milliarden Dollar hinzukommen.

6. "Iron Man"-Trilogie: 10,09 Milliarden US-Dollar

 Allein die Rüstungen in "Iron Man" sind extrem teuer. fullscreen
Allein die Rüstungen in "Iron Man" sind extrem teuer. (©Marvel 2016)

Iron Man Tony Stark ist nicht nur unglaublich reich, er zeigt auch Entwicklergeist. Seine eisernen Rüstungen sind nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern verschaffen Stark auch übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten. Das hat allerdings seinen Preis, würde man eine derartige Entwicklung in der Realität anstreben. In insgesamt drei Filmen hat Stark gleich 42 unterschiedliche Schutzanzüge entwickelt – was einen hohen Kostenfaktor darstellt.

Allein die sieben Anzüge aus den ersten beiden Teilen schlagen mit 1,5 Milliarden Dollar zu Buche, die restlichen Rüstungen kosten weitere 7 Milliarden Dollar. Doch auch die Künstliche Intelligenz J.A.R.V.I.S. ist keine günstige Angelegenheit. Um ein vergleichbares System zu entwickeln, müsste man letztlich 10 Millionen Dollar in die Hand nehmen. Die nette Bleibe von Tony Stark im angesagten Malibu kostet weitere 25 Millionen Dollar. Rechnet man noch die Autos im Wert von 1,7 Millionen Dollar hinzu und alle anderen "Nebenkosten", ergeben sich für die Trilogie Kosten von 10,09 Milliarden Dollar.

7. "Godzilla" (1998): 3,3 Milliarden US-Dollar

Im Film "Godzilla" wird nun wahrlich jede Menge vernichtet. Die teuersten zerstörten Sachen sind sicherlich das MetLife Building mit 565 Millionen Dollar, das Chrysler Building mit 190 Millionen Dollar, die USS Anchorage mit 1,1 Milliarden Dollar, die Brooklyn Bridge mit 250 Millionen Dollar und der Madison Square Garden mit 555 Millionen Dollar. Die U-Bahn-Zerstörung in Höhe von 85 Millionen Dollar nicht zu vergessen. In Summe beträgt der Schaden insgesamt 3,3 Milliarden Dollar, inflationsbedingt gar 4,9 Milliarden Dollar. Verglichen mit der Neuauflage aus dem Jahr 2014 bewegt sich der Streifen aus dem Jahr 1998 aber noch in einem moderaten Rahmen.

8. Hogwarts aus der "Harry Potter"-Reihe: 204 Millionen US-Dollar

 Die Schule in "Harry Potter" dürfte nicht günstig zu haben sein. fullscreen
Die Schule in "Harry Potter" dürfte nicht günstig zu haben sein. (©Warner Bros. 2016)

Zwar weiß man nicht genau, wo Hogwarts wirklich liegt, doch Experten sind sich sicher: Dieser geheimnisvolle Ort kann sich nur in Schottland befinden. Schaut man sich teure und große Häuser in der vermuteten Lage an, kommt man auf Quadratmeterpreise von 493 US-Dollar. Insgesamt 280 Schüler verteilen sich auf Klassen mit jeweils 20 Schülern. Wenn jedes Kind etwa 5,6 Quadratmeter benötigt, muss ein Klassenzimmer um die 93 Quadratmeter groß sein. In Summe müsste also das gesamte Schulgebäude etwa 38.000 Quadratmeter groß sein – ohne Klassenzimmer und andere Räumlichkeiten. Allein der Wert des Grundstücks und des Gebäudes wird mit 204 Millionen Dollar veranschlagt.

9. "Spectre" (2015): 1,53 Millionen US-Dollar

 Die coolen Gadgets in "James Bond" haben ihren Preis. fullscreen
Die coolen Gadgets in "James Bond" haben ihren Preis. (©Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc 2015)

Hübsche Klamotten, abgefahrene Gadgets und coole Schlitten – James Bond führt auch in "Spectre" ein teures Agentenleben. Allein seine beiden Sonnenbrillen kosten 895 US-Dollar, und auch seine eleganten Sachen von Tom Ford haben ihren Preis. Die weiße Smokingjacke gibt es für 4390 US-Dollar, den schwarzen Mantel gibt es für schlappe 2222 US-Dollar. Für 305 US-Dollar kann man sich den schicken Stehkragenpulli kaufen. Selbst die Schuhe von Crockett & Jones Norwich kosten 597 US-Dollar.

Doch Bond vertraut in "Spectre" natürlich auch auf allerhand coole Technik-Gadgets. Die Kamera Sony RX100 IV gibt es für 948 US-Dollar, das Smartphone Sony Xperia Z5 für 927 US-Dollar. Natürlich beweist Bond einen feinen Geschmack bei der Auswahl der passenden Uhr: Die Omega Seamaster 300 gibt es bereits für 7500 US-Dollar. Die Waffe VP9 des deutschen Herstellers Heckler & Koch kann für 719 US-Dollar erworben werden.

Und was wäre Bond ohne stilechten Alkohol? Die Flasche Belvedere Vodka gibt es in der limitierten Edition für 41 US-Dollar. Der erlesene Wein wird im 6895 US-Dollar teurem Bollinger Crystal Cooler gekühlt. Doch die kostspieligste Angelegenheit ist ohne Frage sein Aston Martin DB10. Dieses exklusive Exemplar wird mit 1,5 Millionen Dollar bewertet. Insgesamt kommt man so auf die Summe von 1,53 Millionen Dollar.

10. Die Rettung von Matt Damon: 900 Milliarden US-Dollar

 Matt Damon musste bereits aus vielen aussichtslosen Situationen gerettet werden. fullscreen
Matt Damon musste bereits aus vielen aussichtslosen Situationen gerettet werden. (© Twentieth Century Fox Film 2016)

Matt Damon begibt sich mit verschiedenen Charakteren regelmäßig in gefährliche Situationen. Doch was würde es wohl kosten, würde man ihn aus all diesen heiklen Gegebenheiten retten? So benötigt man in "Mut zur Wahrheit" einen Helikopter der Marke Gulf War I im Wert von 300.000 US-Dollar und in "Der Soldat James Ryan" eine Suchmannschaft im Zweiten Weltkrieg für 100.000 US-Dollar. Im Film "Syriana" benötigt Damon einen privaten Sicherheitsrückflug aus dem Nahen Osten für 500.000 US-Dollar, im Streifen "Green Zone" einen Rücktransport aus Bagdad für ebenfalls eine halbe Million US-Dollar.

Teurer wird die Bereitstellung einer sicheren Raumstation im Film "Elysium" – für die Rettung werden 100 Millionen Dollar fällig. Seine Mars-Mission in "Der Marsianer" verschlingt 200 Milliarden Dollar, ebenso wie sein Evakuierungs-Raumschiff in "Titan AE". Das Raumfahrzeug aus "Interstellar" ist mit 500 Milliarden Dollar ebenfalls kein Schnäppchen. Rechnet man alle Rettungseinsätze für Matt Damon zusammen, kommt man auf läppische 900 Milliarden Dollar.

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