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"Spider-Man: Homecoming": 7 Angeber-Fakten zum neuen Marvel-Hit

Keine Ahnung von Spider-Man und dem MCU? Wir lassen Dich mitreden!
Keine Ahnung von Spider-Man und dem MCU? Wir lassen Dich mitreden! (©Sony Pictures Releasing 2017)

Du willst Dir "Spider-Man: Homecoming" im Kino ansehen, verstehst aber nicht, warum Comicnerds deswegen so aufgeregt sind? Keine Sorge, wir statten Dich mit dem nötigen Hintergrundwissen aus: Hier sind sieben Fakten zum neuen Marvel-Film.

Erste Kritiken feiern die Leistung von Hauptdarsteller Tom Holland und die spannende Handlung und kommen zu dem Schluss: "Spider-Man: Homecoming" ist äußerst sehenswert! Wer sich also nach dem ersten Augenrollen nach der Ankündigung des Films doch dazu entschließt, einen Fuß ins Kino zu setzen, den bringen wir hier auf den neuesten Stand. Mit diesen Fakten zu "Spider-Man: Homecoming" kannst Du auch mit Genrekennern mitreden.

1. Sechster Teil? "Spider-Man: Homecoming" und das MCU

Obwohl "Spider-Man: Homecoming" die zigste Neuverfilmung des Superhelden-Comics von Marvel darstellt, ist er der erste Spider-Man-Film, der Teil des erfolgreichen Marvel Cinematic Universe ist. Seit dem ersten "Iron Man"-Film aus dem Jahr 2008 erzählen die Marvel Studios die Superhelden-Comics lose nach, die seit den 1920er-Jahren veröffentlicht wurden. Die entsprechenden Filme funktionieren wie eine Art TV-Serie mit sehr langen Folgen und sind äußerst erfolgreich.

Peter Parker, alias Spider-Man, tauchte erstmals im MCU-Film "Captain America: Civil War" (2016) auf – für einen der bekanntesten Marvel-Helden überhaupt ist das sehr spät. Grund: Während einer finanziellen Krise vor einigen Jahrzehnten verkaufte Marvel die Filmrechte an vielen wertvollen Charakteren, darunter "Spider-Man", die "X-Men" und die "Fantastischen Vier". Sony Pictures veröffentlichte daher fünf Spinnen-Filme, deren Handlung völlig unabhängig von den Abenteuern der "Avengers" abläuft. "Spider-Man: Homecoming" entstand dagegen aus einer Zusammenarbeit von Sony und Marvel und kann als Spin-off zum MCU gesehen werden.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Dass Spider-Man nun erstmalig Teil des MCU wird, ist unter Fans wohlbekannt.

2. Iron Man & Spider-Man: Tony Stark als Verbindung zum MCU

Die Filme des MCU orientieren sich nur lose an der Comicvorlage. Schon in "Captain America: Civil War" wurde die väterliche Beziehung von Peter Parker zu Tony Stark (Iron Man) gezeigt. Diese dient in "Spider-Man: Homecoming" als Verbindung zum MCU.

Im "Civil War" der Comics gibt es eine ähnliche Beziehung zwischen den beiden Figuren, diese verläuft allerdings deutlich dramatischer und endet schließlich in einem tiefen Zerwürfnis. Tony Stark drängt Peter hier, seine geheime Identität als Spider-Man öffentlich zu machen, was zu einem Mordanschlag auf dessen Familie führt. Infolgedessen wird seine Tante May – in "Spider-Man: Homecoming" verkörpert von Marisa Tomei ("Mein Vetter Winnie") – lebensbedrohlich von einem Schergen des bösen Kingpin verletzt. Die Handlung im neuen Film wird sich wohl deutlich von dieser Geschichte unterscheiden.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Die völlig andere Original-Story von "Civil War" ist nur Comicfans ein Begriff.

3. Erzfeind neu interpretiert: der Vulture

Auch der Hauptbösewicht in "Spider-Man: Homecoming" basiert nur sehr lose auf den Comics – immerhin ist "der Geier" eigentlich einer der absoluten Erzfeinde des gezeichneten Spinnenmannes: Bereits im zweiten Heft von "Amazing Spider-Man" aus dem Jahr 1962 taucht Adrian Toomes, wie der Vulture eigentlich heißt, erstmalig auf. Als Ingenieur und Erfinder wird er von einem Geschäftspartner betrogen und entschließt sich daraufhin, seinen Lebensunterhalt als Krimineller zu verdienen.

In "Spider-Man: Homecoming" ist Toomes ein Bauunternehmer, der nach der Schlacht um New York im ersten "Avengers"-Film pleite geht, weil Tony Stark das Abrissunternehmen "Damage Control" gründet – eine Firma, die es auch in der Comicvorlage gibt. Passend: Michael Keaton, der in "Spider-Man: Homecoming" als Vulture zu sehen ist, wurde für seine Darstellung eines gescheiterten Superhelden-Schauspielers in "Birdman" mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Mit diesem Hintergrundwissen zum Bösewicht kannst Du auch bei Comicnerds glänzen.

4. Neustart auch bei der Besetzung: Tom Hollands Casting

Nachdem Sony in den vorherigen "Spider-Man"-Filmen bereits Stars wie Tobey Maguire ("Brothers") und Andrew Garfield ("Hacksaw Ridge") als Peter Parker hat auftreten lassen, war das Casting für den "neuen" Spider-Man natürlich eine große Sache. Andrew Garfield wurde offenbar eher unsanft von seiner Rolle als Peter Parker entbunden, obwohl eigentlich noch weitere Filme mit ihm geplant waren (einem Interview mit dem Guardian zufolge ein einprägsamer Vorfall für ihn).

Laut IMDb sprach "The Walking Dead"-Star Chandler Riggs für die Rolle vor, wurde aber abgelehnt. Schließlich erhielt der damals 19-jährige britische Jungschauspieler Tom Holland ("Im Herzen der See") den Zuschlag. Die Gerüchteküche weiß, dass außerdem Namen wie Daniel Radcliffe ("Harry Potter") und Donald Glover ("Community") im Gespräch waren.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Dass Carl aus "The Walking Dead" oder Zauberlehrling Harry Potter den Spider-Man-Anzug gern getragen hätten, wissen die wenigsten.

5. Zwei Spider-Man-Versionen im Mix: Peter Parker vs. Miles Morales

Apropos Donald Glover: Jahrelang drängten die Fans Marvel dazu, den schwarzen Schauspieler den Spinnenmann spielen zu lassen – jedoch ohne Erfolg. In der Comedyserie "Community" trat Glover zum Spaß sogar im entsprechenden Kostüm auf. Das sah der renommierte Comicautor Brian Michael Bendis und ließ sich laut USA-Today von ihm und US-Präsident Barack Obama inspirieren: Er erschuf einen neuen Spider-Man mit afroamerikanischen und lateinamerikanischen Wurzeln: Die Figur Miles Morales, mittlerweile mit eigener Comicserie, war geboren.

Auch wenn Donald Glover in "Spider-Man: Homecoming" in einer Nebenrolle zu sehen ist, bleibt bislang Peter Parker die Kinoleinwand vorbehalten. Allerdings wurden Plotelemente wie Peters bester Freund Ned (gespielt von Jacob Batalon, "North Woods") den Miles-Morales-Comics entliehen.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Miles Morales kennen tatsächlich hauptsächlich beinharte Marvel-Fans. Dass die Rolle von Peters Kumpel Ned Leeds eigentlich aus einem anderen Comic stammt, ist noch dazu ein ziemlich cooler Fun-Fact.

6. Die Liebesgeschichte: Wo ist Mary-Jane Watson?

In den Spider-Man-Comics ist Peter Parker längst mit seiner Jugendliebe Mary-Jane verheiratet. Die Liebesgeschichte der beiden steht in den Filmen mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst ("Fargo") im Mittelpunkt. "Spider-Man: Homecoming" spielt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem Peter erst 15 Jahre alt sein soll – also auch vor den Verfilmungen mit Andrew Garfield, in denen die weibliche Hauptrolle mit Emma Stone ("La La Land") als Gwen Stacy besetzt war. Im neuen Film wird das Gefühlsleben von Peter Parker eine große Rolle spielen, die Geschichte wird bei diesem Thema aber noch weiter vom Comic abweichen als bisher.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Mary-Jane und Peter Parker sind in den Comics ein unzertrennliches Paar. Zumindest die Erklärung ihrer Abwesenheit ist eine Anekdote wert.

7. "Venom": Flash Thompson wird wohl nicht im Spin-off zu sehen sein

Zu "Spider-Man: Homecoming" wurden bereits zwei Sequels mit Tom Holland angekündigt. Zusätzlich wird es ein Spin-off zum Schurken Venom geben – einem Alien-Parasiten, der seinen Wirt in ein reißzähniges Monster verwandelt und einer der Erzfeinde von Spider-Man ist. In der Hauptrolle wird Tom Hardy ("The Revenant") als Eddie Brock zu sehen sein, der vom außerirdischen schwarzen Spider-Man-Kostüm vereinnahmt wird, das Peter einst von einer Reise in den Weltraum mitbrachte.

Damit haben sich Fan-Theorien erübrigt, die davon ausgingen, dass in der "Venom"-Verfilmung die Story von Peters Mitschüler Flash Thompson erzählt werden könnte. Auch dieser kommt in der Comicvorlage in Kontakt mit dem Alien – allerdings erst Jahre später im Auftrag des Militärs. In "Spider-Man: Homecoming" wird die Rolle von Flash Thompson völlig anders aussehen: Zu Schulzeiten ist er im Comic eine Art Highschool-Proll und Sport-Ass – im Film wird Thompson laut Comicbook.com von Schauspieler Tony Revolori ("Grand Budapest Hotel") eher als nerviger Musterschüler mit Tendenzen zum Online-Mobbing dargestellt.

  • Insider-Fakt oder Allgemeinwissen? Venom war zwar bereits in "Spider-Man 3" zu sehen, der Hintergrund zum Superschurken ist jedoch recht unbekannt. Dieser Fakt zu den beiden Wirten des außerirdischen Parasiten macht sich im Insider-Gespräch bestimmt besonders gut.

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