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Survivalfilme: In diesen 13 Filmen heißt es Mensch gegen Natur

Die Performance von Leonardo DiCaprio in "The Revenant" brachte ihm endlich seinen ersten Oscar ein.
Die Performance von Leonardo DiCaprio in "The Revenant" brachte ihm endlich seinen ersten Oscar ein. Bild: © Twentieth Century Fox 2017

Ob im Meer, auf einer einsamen Insel, in der Arktis oder auf dem Mars: Survivalfilme handeln von Protagonisten, die an den einsamsten und lebensfeindlichsten Orten ums Überleben kämpfen. Welche 13 Filme den Kampf Mensch gegen Natur besonders eindrucksvoll zeigen, verraten wir Dir im Folgenden.

"Überleben!" (1993)

Im Oktober 1972 stürzt ein Flugzeug mitten in den Anden ab. Die 45 Menschen an Bord, darunter das Rugby-Team von Uruguay, überleben den Crash. Schnell werden die Nahrungsmittel, die sich im Flugzeug befinden, knapp und die Temperatur sinkt unter Minus 40 Grad. Als die ersten Verletzten sterben, müssen sich die Überlebenden einer moralisch schwerwiegenden Frage stellen: Würden sie Menschenfleisch essen, um am Leben zu bleiben?

Gewusst? Der Survivalfilm beruht auf einer wahren Geschichte. Regisseur Frank Marshall ("Antarctica – Gefangen im Eis") hielt sich sehr nah an die realen Ereignisse. Mehrere der Überlebenden haben zudem am Film mitgearbeitet.

"Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund" (1996)

Der Fotograf Robert Green (Alec Baldwin) und Millionär Charles Morse (Anthony Hopkins) können sich partout nicht leiden. Kein Wunder, Morse weiß von der Affäre seiner Frau mit Green. Als sie gemeinsam einen Flugzeugabsturz überleben, sehen sie sich gezwungen, an einem Strang zu ziehen und ihre Differenzen vorerst beiseitezuschieben. Der Zwist zwischen den beiden Männern ist allerdings noch nicht vom Tisch und ein hungriger Kodiakbär ist ihnen auf den Fersen.

Gewusst? Der Kodiakbär im Film hieß Bart und war ein in Hollywood berühmter Filmbär. Sir Anthony Hopkins arbeitete bereits mit ihm in "Legenden der Leidenschaft" zusammen. "Auf Messers Schneide" war Barts vorletzter Film: Er starb am 10. Mai 2000 im Alter von 23 Jahren.

"Cast Away – Verschollen" (2000)

FedEx-Mitarbeiter Chuck Noland (Tom Hanks) befindet sich gerade auf Dienstreise, als das Flugzeug, mit dem er unterwegs ist, abstürzt. Noland strandet als einziger Überlebender auf einer einsamen Insel und muss fortan in bester Robinson-Crusoe-Manier seinen neuen Alltag bestreiten. Der treibt ihn nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch an seine Grenzen.

Gewusst? Der Name Chuck Noland lautet abgekürzt C. Noland. In Englisch ausgesprochen, klingt das wie "see no land", also "Ich sehe kein Land". Ein klarer Hinweis auf die Story des Films.

"So weit die Füße tragen" (2001)

Während des Zweiten Weltkriegs wird Oberleutnant Clemens Forell in Russland gefangen genommen und in ein Arbeitslager gesteckt. Nach vier Jahren gelingt endlich einer seiner Fluchtversuche und er macht sich zu Fuß auf den Weg zu seiner 14.000 Kilometer entfernten Familie. Dabei muss er nicht nur gegen die Widrigkeiten der Natur ankämpfen, sondern sich gleichzeitig ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem russischen Oberleutnant Kamenev liefern, der ihn um jeden Preis wieder zurück ins Lager holen will.

Gewusst? Der Film "So weit die Füße tragen" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Josef Martin Bauer. Der Autor bezog sich dabei auf die Erlebnisse des deutschen Soldaten Cornelius Rost. Dies wurde erst später bekannt, da vertraglich festgehalten worden war, Rosts echten Namen nicht zu nennen. Er hatte Angst, nach Veröffentlichung des Romans Ärger mit dem KGB (sowjetischer Geheimdienst) zu bekommen.

"Open Water" (2003)

Susan und Daniel erleben den blanken Horror: Sie werden nach einem Tauchausflug versehentlich allein im Karibischen Meer zurückgelassen. Während das Paar zunächst auf schnelle Rettung hofft, rückt die Dämmerung immer näher – und mit ihr zahlreiche hungrige Haie.

Gewusst? "Open Water" entpuppte sich als echte Goldgrube. Obwohl der Film nur 130.000 US-Dollar in der Produktion gekostet hat, spielte er weltweit über 54 Millionen US-Dollar ein.

"Into the Wild" (2007)

Eigentlich führt Christopher McCandless (Emile Hirsch) ein Leben wie aus dem Bilderbuch: Er stammt aus einer wohlhabenden Familie, hat einen guten Uniabschluss und reichlich finanzielle Rücklagen. Doch all das lässt er hinter sich, verschenkt seine Besitztümer und macht sich per Anhalter auf den Weg, um Nordamerika zu durchqueren. Dabei lernt er viele neue Menschen kennen, die ihn teilweise begleiten und seine Persönlichkeit prägen. Doch Christopher will nur eines: allein sein. Nur die Einsamkeit, so glaubt er, mache einen Menschen glücklich. Doch das gewählte Leben als Einsiedler nimmt eine dramatische Wendung.

Gewusst? Sean Penn, der Regisseur von "Into the Wild", musste zehn Jahre warten, bis die Familie McCandless ihre Zustimmung zum Film gab. Immerhin basiert die tragische Geschichte auf den Erlebnissen ihres Sohnes.

"127 Hours" (2010)

Ein absolutes Horrorszenario: Aron Ralston (James Franco) ist alleine und mitten im Nirgendwo von Utah unterwegs, als er beim Klettern abstürzt und sein Arm sich in einer Felsspalte verklemmt. Niemand weiß, wo er ist. Mithilfe einer kleinen Kamera dokumentiert er seine brutale Notlage. Tagelang versucht Aron sich zu befreien – ohne Erfolg. Nach fünf schlaflosen Nächten und Tagen ohne Essen und Trinken fasst er einen mutigen Entschluss, um lebend aus der Situation herauszukommen.

Gewusst? "127 Hours" basiert auf einer wahren Geschichte. James Franco und Regisseur Danny Boyle ("Slumdog Millionär") durften die echten Cam-Aufnahmen von Aron vor Drehbeginn sichten, um ihren Survivalfilm so authentisch wie möglich zu gestalten.

"The Grey – Unter Wölfen" (2011)

Ein Flugzeug mit zahlreichen Arbeitern einer Ölgesellschaft an Bord stürzt mitten in der Wildnis von Alaska ab. Nur sechs Insassen überleben und müssen fortan gegen die eisige Kälte sowie gegen das Wolfsrudel ankämpfen, das sie verfolgt. Nicht einmal Jäger John Ottway (Liam Neeson) kann verhindern, dass die wilden Tiere einen Arbeiter nach dem anderen töten. Ottway bleibt keine Wahl: Er muss das Alphatier des Rudels erlegen!

Gewusst? Die Schneeszenen und eisigen Stürme im Film sind echt und nicht per Computer nachträglich eingefügt worden. Der Dreh fand in der kanadischen Provinz Britisch-Kolumbien statt und dort herrschten teilweise Minus 40 Grad. Die Darsteller mussten zum Schutz unter ihrer Kleidung zusätzlich spezielle Thermounterwäsche tragen.

"All Is Lost – Überleben ist alles" (2013)

Ein namenloser Mann, ein Boot und die Naturgewalt Meer – mehr braucht es nicht für einen packenden Survivalfilm, bei dem so gut wie kein Wort gesprochen wird. Robert Redford gibt den einsamen Segler, dessen Boot mit einem Schiffscontainer kollidiert. Mithilfe der wenigen Ressourcen an Bord versucht er, das entstandene Loch im Kunststoffrumpf so gut es geht zu schließen, doch die Natur sorgt durch anhaltende Unwetter für immer neue Rückschläge.

Gewusst? Robert Redford bestand darauf, die meisten der Stunts selbst zu drehen – im Alter von 77 Jahren. Dadurch war er allerdings mehreren künstlich erzeugten Flutwellen ausgesetzt, durch die er sich eine Ohrenentzündung zuzog. Die Folge: Das Hörvermögen des Schauspielers ist auf dem linken Ohr seither um 60 Prozent vermindert.

"The Revenant – Der Rückkehrer" (2015)

Amerika, 1823: Nach einer Bärenattacke wird der Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) von seiner Gruppe zum Sterben zurückgelassen. Drei Männer, darunter John Fitzgerald (Tom Hardy), bleiben zurück, um Glass zu beerdigen, sobald er tot ist. Fitzgerald, nur auf sein eigenes Wohl bedacht, versucht Glass zu töten und begräbt ihn lebendig. Der Trapper denkt aber gar nicht ans Sterben, sondern kämpft sich zurück an die Oberfläche. Er nimmt die Spur auf und verfolgt seinen Widersacher. Die brutale Kälte, die fehlende Nahrung und sein schwacher Zustand lassen Glass' Überlebenskampf zur Zerreißprobe werden. Nur der Gedanke an Rache hält ihn am Leben.

Gewusst? Tom Hardy trägt auf seinem Oberarm ein Tattoo, das von Leonardo DiCaprio entworfen wurde: "Leo knows all", also "Leo weiß alles", lautet der Schriftzug. Es ist das Ergebnis einer Wette zwischen den beiden, die Hardy verlor.

"Der Marsianer – Rettet Mark Watney" (2015)

Mark Watney (Matt Damon) und sein Team befinden sich auf dem Mars, sie wollen den Roten Planeten erforschen. Als ein Sandsturm die Forschungsarbeiten unterbricht und die Astronauten zum Verlassen des Planeten zwingt, wird Watney verletzt und bleibt allein zurück. Da sein Raumanzug keine Vitalfunktionen mehr sendet, wird er für tot erklärt. Doch Watney hat überlebt und kann sich gerade noch in die Basisstation retten. Fortan ist er auf sich allein gestellt: Ohne Kontakt zur Erde muss er irgendwie auf dem Roten Planeten überleben und sehr erfinderisch werden, um die kommenden vier Jahre zu überbrücken. Denn vorher ist nicht mit einer Rettung zu rechnen.

Gewusst? "Der Marsianer" hat Verbindungen zu der "Alien"-Reihe von Ridley Scott. Unter anderem griff Scott für "Der Marsianer" auf seine umfassenden Recherchen für "Prometheus" zurück. Eine weitere Verbindung: Während in "Alien" der Filmtitel Buchstabe für Buchstabe erscheint, passiert bei "Der Marsianer" genau das Gegenteil. Nach und nach werden die einzelnen Buchstaben ausgeblendet.

"The Shallows – Gefahr aus der Tiefe" (2016)

Eigentlich wollte Nancy (Blake Lively) an einem abgelegenen mexikanischen Strand nur ein bisschen surfen. Als sie jedoch ins Meer hinausschwimmt, um die nächste Welle mitzunehmen, stößt ein Weißer Hai sie vom Brett und beißt ihr ins Bein. Nancy kann sich gerade noch rechtzeitig auf einen Felsen im Wasser retten, doch der Hai weicht ihr nicht von der Seite. Als am nächsten Tag die Flut einsetzt und droht, den Felsen zu überspülen, sieht sich die junge Frau gezwungen zu handeln.

Gewusst? Blake Lively ließ sich durch ihren Ehemann Ryan Reynolds zu der Rolle inspirieren, der 2010 "Buried – Lebend begraben" drehte. Es war einer der Gründe, warum sie für "The Shallows" zugesagt habe (via IMDb): "Ich wusste wie hart und zugleich bereichernd das für ihn war."

"Arctic" (2018)

Der Pilot Overgård (Mads Mikkelsen) sitzt nach einem Flugzeugabsturz, den nur er überlebt, mitten im Nirgendwo der Arktis fest. Er ernährt sich von rohem Fisch und versucht jeden Tag, Kontakt zur Zivilisation aufzunehmen, um gerettet zu werden. Eines Tages scheint tatsächlich Hilfe zu kommen, doch der Hubschrauber, der ihn mitnehmen soll, stürzt aufgrund eines Eissturms ab. Nur die Co-Pilotin überlebt schwer verletzt. Für Overgård ist klar: Die junge Frau hat nur eine Überlebenschance, wenn er sie zu einer Rettungsstation bringen kann – die allerdings mehrere Tagesmärsche entfernt liegt.

Gewusst? In den meisten Filmen heutzutage werden wilde Tiere animiert. Der Eisbär im Film ist echt. Es war günstiger für das Team, ein reales Tier zu nehmen, statt eines im Computer zu erstellen.

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