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Taschentücher bereithalten: 11 unglaublich bewegende Filme

Liam Neeson und Sir Ben Kingsley liefern in "Schindlers Liste" eine ihrer besten Performances ab.
Liam Neeson und Sir Ben Kingsley liefern in "Schindlers Liste" eine ihrer besten Performances ab. (©picture alliance/United Archives 2017)

Filme können die unterschiedlichsten Emotionen beim Publikum hervorrufen: Freude, Entsetzen, Trauer – alles ist möglich. Im Folgenden haben wir für Dich elf Filme aufgelistet, die auf unterschiedliche Art und Weise unglaublich emotional und bewegend sind.

1. "Nächster Halt: Fruitvale Station"

Diese Geschichte ging um die Welt: In den Morgenstunden des 1. Januar 2009 wurde Oscar Grant III. von einem Polizisten der Nahverkehrsgesellschaft in San Francisco durch einen Schuss in den Rücken getötet. Handyvideos davon kursierten wochenlang im Netz und sorgten für mehrere Protestmärsche. Regisseur Ryan Coogler rekonstruiert in "Nächster Halt: Fruitvale Station" die letzten 24 Stunden im Leben von Oscar Grant III. Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie vorherrschend das Thema der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA nach wie vor ist. Zutiefst bewegend – erst recht, weil es sich um echte Tatsachen handelt.

2. "The Green Mile"

Einer der Filme, die garantiert immer wieder zu Tränen rühren: Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King erzählt Frank Darabont in "The Green Mile", wie sich die Hinrichtung eines Häftlings im Todestrakt auf die Leben der dortigen Wärter auswirkt. Vor allem die beeindruckende Performance von Michael Clarke Duncan als John Coffey, verurteilt wegen angeblicher Vergewaltigung und Tötung von Kindern, zieht den Zuschauer in ihren Bann und erwärmt am Ende selbst das kühlste Herz.

3. "Ich bin Sam"

Ein Vater kämpft vor Gericht für das Sorgerecht seiner siebenjährigen Tochter – eigentlich ein bekanntes Thema. Der Clou hierbei: Papa Sam ist geistig zurückgeblieben, kümmert sich jedoch von Geburt an liebevoll und voller Hingabe um seine kleine Tochter Lucy. Das Amt sieht das allerdings anders und möchte Lucy in eine Pflegefamilie geben. Nun liegt es an der zunächst sehr desinteressierten Anwältin Rita, die Jury davon zu überzeugen, dass Lucy bei Sam am besten aufgehoben ist. Sean Penn und Dakota Fanning geben ein ganz wunderbares Duo ab, das für mehr als nur einen Gänsehautmoment sorgt.

4. "Die Jagd"

Stell Dir vor, Du wirst für etwas beschuldigt, das Du gar nicht getan hast, und Dein Leben wird über Nacht auf den Kopf gestellt. Das ist es, was Lucas (Mads Mikkelsen) erlebt. Die kleine Tochter seines besten Freundes beschuldigt ihn der sexuellen Belästigung. Lucas verliert daraufhin nicht nur seinen Job als Kindergärtner, er wird vom gesamten Dorf ausgegrenzt und als Pädophiler beschimpft. Als Zuschauer leidet man mit dieser tragischen Figur, was nicht zuletzt der beeindruckenden schauspielerischen Leistung von Mads Mikkelsen zu verdanken ist. Das Sprichwort "Kindermund tut Wahrheit kund" sollte wahrlich nicht immer für bare Münze genommen werden ...

5. "Der Vagabund und das Kind"

Von und mit Charlie Chaplin ist das stumme Meisterwerk "Der Vagabund und das Kind" aus dem Jahr 1921 – also aus den Anfängen des Kinos. Chaplin stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass ein bewegender Film auch ohne Farbe und Ton auskommen und trotzdem starke Emotionen hervorrufen kann. Ein Tramp findet ein verlassenes Baby im Müll und nimmt es mit, um es großzuziehen. Er kümmert sich mit viel Herz um den Findling, was jedoch alles andere als einfach ist. Jeder Tag wird zum Überlebenskampf. Nicht nur die Polizei ist den beiden stets auf den Fersen, sondern auch das Amt.

6. "Das Leben ist schön"

Der Filmtitel "Das Leben ist schön" spiegelt die positive Natur von Guido (Roberto Benigni) wider, die er auch dann nicht verliert, als er mit seiner Familie den Horror des Holocaust erleben muss. Um das jedoch vor seinem kleinen Sohn geheim zu halten, nutzt er all seine Vorstellungskraft, seinen Humor und seinen Überlebenswillen, und verwandelt das Leben im KZ in ein Spiel. Sein Sohn soll die lauernden Gefahren und ständige Todesangst der anderen Häftlinge niemals zu spüren bekommen. "Das Leben ist schön" ist ganz klar einer der emotionalsten und bewegendsten Filme aller Zeiten. Er wurde nicht umsonst 1998 mit drei Oscars ausgezeichnet.

7. "Philadelphia"

Andrew Beckett (Tom Hanks) ist ein homosexueller Anwalt mit HIV – und wird aufgrund dieser Krankheit von seiner Kanzlei gefeuert. Der eigentlich homophobe Anwalt Joe Miller (Denzel Washington) ist der Einzige, der seinem kranken Kollegen helfen möchte. Bis zum Schluss kämpfen beide Seite an Seite, um die Kanzlei zu verklagen und die Jury anschließend in einem nervenaufreibenden Prozess von der Ungerechtigkeit zu überzeugen, die Beckett widerfahren ist. Bei dem emotionalen Ende von "Philadelphia" bleibt kaum ein Auge trocken.

8. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"

Schon die gleichnamige Romanvorlage von John Green war unglaublich bewegend – und die Filmadaption von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" steht dem in nichts nach. Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) lernen sich während einer Gruppentherapie junger Krebspatienten kennen. Schnell wird aus Freundschaft Liebe und die beiden teilen nicht nur die Krankheit miteinander, sondern auch neue Erfahrungen. Trotz Krebs verlieren sie nie ihre Lebensfreude und machen sich auf den Weg nach Amsterdam, um Hazels Lieblingsautoren zu suchen. Doch es kommt alles anders als geplant ...

9. "Schindlers Liste"

Mit "Schindlers Liste" erzählt Steven Spielberg ein düsteres Kapitel der deutschen Kriegsgeschichte. Oskar Schindler (Liam Neeson) muss im Zweiten Weltkrieg nicht nur mit ansehen, wie die deutschen Besatzungsmächte seine polnische Wahlheimat besetzen, sondern auch, wie die Nationalsozialisten nach und nach die jüdische Bevölkerung abtransportieren und exekutieren. Dem will er nicht tatenlos zusehen. Er gründet eine Emaillefabrik, in der er 1.200 Juden beschäftigt und sie auf eine Liste setzt, die sie vor der Deportation bewahrt. Die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, wurde 1994 mit sieben Oscars ausgezeichnet – darunter bester Film, beste Regie und beste Filmmusik. Wenn Komponist John Williams das berühmte Thema anspielt, gibt es kaum jemanden, der dabei keine Gänsehaut bekommt.

10. "Die Verurteilten"

Emotional und bewegend wird es auch im Gefängnisdrama "Die Verurteilten", das laut dem Filmportal IMDb seit vielen Jahren als bester Film aller Zeiten gilt. Nachdem Andy Dufresne (Tim Robbins) wegen Doppelmordes zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt wird, schließt er im Gefängnis Freundschaft mit Ellis "Red" Redding (Morgan Freeman). Der Film von Frank Darabont zeigt eindrucksvoll, dass niemand allein im Gefängnis zurechtkommt und Bekanntschaften überlebenswichtig sind. Er zeigt aber auch, wie schwer es für ehemalige Häftlinge ist, ihr Leben in Freiheit zu meistern, nachdem sie so lange Zeit in Gefangenschaft verbracht haben. Absolut bewegend und emotional, wofür nicht zuletzt auch sieben Oscar-Nominierungen sprechen.

11. "Wie ein einziger Tag"

Noah (Ryan Gosling) ist ein einfacher Arbeiter, Allie (Rachel McAdams) hingegen stammt aus einer reichen Familie. Doch wie so oft kennt die Liebe keine gesellschaftlichen Unterschiede. Allies Eltern sind jedoch gegen die Beziehung und wollen die beiden mit allen Mitteln trennen – koste es, was es wolle. Was nach einer klassischen Love-Story klingt, entpuppt sich bald als etwas ganz Anderes. Am Ende von "Wie ein einziger Tag" bleibt definitiv kein Auge trocken, also am besten schon mal ausreichend Taschentücher bereitlegen.

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