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Tom Cruise als Iron Man?! 7 Stars, die beinahe Superhelden wurden

Ein herber Schlag für alle Fans des "Eisernen": In diesem Anzug hätte sich beinahe Tom Cruise verborgen. Zum Glück bekam Robert Downey Jr. letztlich seine Paraderolle.
Ein herber Schlag für alle Fans des "Eisernen": In diesem Anzug hätte sich beinahe Tom Cruise verborgen. Zum Glück bekam Robert Downey Jr. letztlich seine Paraderolle. (©Disney 2017)

Mit "Avengers: Infinity War" steht uns in diesem Jahr ein echtes Superhelden-Spektakel ins Haus, dessen Darsteller bereits seit Langem im Universum der Comicverfilmungen mitmischen. Einige von ihnen wären allerdings beinahe nie in die heroischen Rollen geschlüpft, für die sie heute gefeiert werden. Stattdessen hätte es fast die folgenden, teils kuriosen Besetzungen gegeben ...

1. Tom Cruise als Iron Man

 Kein Iron Man, aber nah dran: Tom Cruise gibt in seinen Filmen (hier: "Die Mumie") gerne den harten Kerl. fullscreen
Kein Iron Man, aber nah dran: Tom Cruise gibt in seinen Filmen (hier: "Die Mumie") gerne den harten Kerl. (©Chiabella James/Universal Picures 2017)

Es wird gemunkelt, dass Robert Downey Jr. für seine Darbietung in "Avengers: Infinity War" und "Avengers 4" eine Rekord-Gage von satten 200 Millionen US-Dollar kassiert. Angesichts solcher Summen ist es kaum zu glauben, dass sich ein anderer Hollywoodstar den High-Tech-Anzug durch die Lappen gehen ließ. Ausgerechnet "Mission: Impossible"-Star Tom Cruise liebäugelte 2004 mit der Rolle des Tony Stark, doch das Projekt lag lange auf Eis und Cruise verlor das Interesse. Wirklich ernsthafte Gespräche mit Marvel habe es letztlich nicht gegeben, erklärte der Schauspieler Jahre später in der TV-Show "Jimmy Kimmel Live".

2. Dougray Scott als Wolverine

 Dougray Scott (hier in "Taken 3") ließ sich die Rolle des Wolverine entgehen. fullscreen
Dougray Scott (hier in "Taken 3") ließ sich die Rolle des Wolverine entgehen. (©Universum Film 2018)

17 Jahre spielte Hugh Jackman die Rolle des Wolverine in den "X-Men"-Filmen und wurde zum Inbegriff des Superhelden mit den Adamantium-Krallen, bevor er mit "Logan – The Wolverine" das Mutanten-Dasein an den Nagel hängte. Einen anderen Schauspieler konnten sich Fans lange nicht in der Rolle der Waffe X vorstellen.

Dabei war Jackman ursprünglich nur die zweite Wahl: Dougray Scott, der in der Serie "Snatch" 2017 den Vic Hill verkörperte, sollte im Jahr 2000 eigentlich die Krallen ausfahren, musste den Part jedoch aufgrund von Terminüberschneidungen mit dem "Mission: Impossible 2"-Dreh sausen lassen.

3. Millie Bobby Brown als X-23

 Zugegeben: Auch "Stranger Things"-Fanliebling Millie Bobby Brown hätte sich als Logans Tochter sicherlich gut geschlagen. fullscreen
Zugegeben: Auch "Stranger Things"-Fanliebling Millie Bobby Brown hätte sich als Logans Tochter sicherlich gut geschlagen. (©YouTube/NewOnNetflix 2017)

Apropos Wolverine: In "Logan" steht neben dem titelgebenden Krallenmann vor allem die junge Mutantin X-23 alias Laura Kinney im Fokus. Deren legendärer Wutausbruch im Film stand übrigens so zunächst gar nicht im Skript. Darstellerin Dafne Keen improvisierte den spanischen Wortschwall beim Vorsprechen mit Co-Star Hugh Jackman, wie das Audition-Video beweist, das Entertainment Weekly veröffentlichte. Damit krallte sich die junge Aktrice die Rolle – und stach damit eine andere hochkarätige Mitbewerberin aus.

Denn neben Keen hatte sich auch "Stranger Things"-Star Millie Bobby Brown um den begehrten Part beworben. In Varietys Reihe "Actors on Actors" enthüllte die Elf-Darstellerin, dass das "Logan"-Vorsprechen für sie eine ganz besondere Erfahrung war, auch wenn sie den Part am Ende nicht bekam.

4. Jaimie Alexander als Wonder Woman

 Schwert und Schild stehen ihr gut: Jaimie Alexander entschied sich für Marvels Lady Sif statt für DCs Wonder Woman. fullscreen
Schwert und Schild stehen ihr gut: Jaimie Alexander entschied sich für Marvels Lady Sif statt für DCs Wonder Woman. (©picture alliance / Everett Collection 2018)

Mit einem Einspielergebnis von über 821 Millionen US-Dollar weltweit (via Box Office Mojo) ist "Wonder Woman" ohne Frage einer der Kinohits des Jahres 2017. Besonders die Performance von Hauptdarstellerin Gal Gadot wurde von den Kritikern gefeiert. Bevor die Aktrice für "Batman v Superman: Dawn of Justice" jedoch erstmals zum Lasso griff, galt eine Superhelden-Kollegin als Favoritin für die Rolle.

Ausgerechnet Jaimie Alexander, die für Konkurrent Marvel die Lady Sif in den "Thor"-Filmen verkörpert, wurde von DC als Diana Prince in Erwägung gezogen. Für sie sei jedoch von Anfang an klar gewesen, dass sie nicht die Wunderfrau spielen könne, so Alexander im Gespräch mit Variety. "Ich stehe bei Marvel unter Vertrag und es wäre komisch. Sif ist auf ihre Weise Marvels Wonder Woman."

5. Ashton Kutcher als Superman

 In der Serie "Two and a Half Men" fliegt die Damenwelt auf "Supermann" Walden (Ashton Kutcher). fullscreen
In der Serie "Two and a Half Men" fliegt die Damenwelt auf "Supermann" Walden (Ashton Kutcher). (©Facebook/TwoandaHalfMen 2016)

Auch wenn wir uns Ashton Kutcher sowohl mit Brille als Clark Kent als auch mit wehendem Umhang als Superman vorstellen können – für die Hauptrolle in "Man of Steel" hat es nicht gereicht. Dabei schaffte es der "Two and a Half Men"-Star bis zu den Testaufnahmen, für die er sogar in den Superhelden-Anzug schlüpfen durfte, wie er MTV News 2010 verriet. Letztlich hinterließ jedoch nur Henry Cavill einen bleibenden Eindruck bei Regisseur Zack Snyder. "Der erste Test mit Henry ... Ich wusste sofort, dass er mein Superman ist", erklärte Snyder später laut The Hollywood Reporter.

6. Jake Gyllenhaal als Spider-Man und / oder Batman

 Jake Gyllenhaal wartet noch immer darauf, als Batman heranflattern zu dürfen. fullscreen
Jake Gyllenhaal wartet noch immer darauf, als Batman heranflattern zu dürfen. (©Sony Pictures Home Entertainment 2017)

So nah dran am Superhelden-Traum wie er, war wohl keiner der hier aufgelisteten Schauspieler: "Life"-Darsteller Jake Gyllenhaal hatte gleich zweimal die Chance, das Gesicht einer Comicverfilmung zu werden. 2004 sollte er den verletzten Tobey Maguire für "Spider-Man 2" ersetzen, doch der erfreute sich einer schnellen Genesung – und Gyllenhaal blieb auf der Strecke. Wenig später bewarb er sich um die Rolle von Gothams Rächer in Christopher Nolans "Batman Begins" und musste sich auch hier geschlagen geben. Der Part des DC-Helden ging an Christian Bale.

2018 soll Gyllenhaal Gerüchten zufolge allerdings erneut die Chance auf das Fledermaus-Cape haben: Sollte Ben Affleck Bats tatsächlich den Rücken kehren, könnte Gyllenhaal als Ersatzmann für "The Batman" einspringen.

7. Channing Tatum als Captain America

 Patriotisch gab sich Channing Tatum auch in "Kingsman: The Golden Circle". Statt als Captain America sahen ihn Kinogänger hier als Statesman-Mitglied. fullscreen
Patriotisch gab sich Channing Tatum auch in "Kingsman: The Golden Circle". Statt als Captain America sahen ihn Kinogänger hier als Statesman-Mitglied. (©Giles Keyte/20th Century Fox 2017)

Richtig gelesen, "Magik Mike"-Star Channing Tatum hätte seine Muskeln beinahe in den rot-weiß-blauen Spandexanzug von Cap gezwängt. Marvel soll den Schauspieler 2010 in der Vorbereitung für "Captain America: The First Avenger" kontaktiert haben, wie Deadline zu berichten weiß – ohne Casting-Erfolg. Stattdessen wird Tatum 2019 den Mutanten im "X-Men"-Spin-off "Gambit" geben.

Das Schild mit dem Stern schnappte sich hingegen Chris Evans. Der offizielle Cap-Darsteller könnte jedoch bald in MCU-Rente gehen: Im Gespräch mit dem britischen Telegraph sprach Evans bereit über ein mögliches Ende seines Charakters nach "Avengers 4". Der Film werde "alles abschließen", so der Hollywoodstar geheimnisvoll.

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