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Tom Hardy: 16 Film-Facetten des wandlungsfähigen Briten

Tom Hardy braucht keine ellenlangen Dialoge, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Tom Hardy braucht keine ellenlangen Dialoge, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Bild: © Warner Bros. 2017

Tom Hardy zählt wohl zu den vielseitigsten Schauspielern unserer Zeit. Ob Soldat, exzentrischer Häftling-turned-Boxer, Gesetzloser, Mafioso oder sogar als Symbiont: Es gibt wohl nichts, was Tom Hardy nicht spielen könnte. Darum habe ich einen Blick in seine Filmografie geworfen und 16 Highlights herausgepickt.

"Black Hawk Down" (2001)

Jeder fängt mal klein an – so auch Tom Hardy. Seine erste große Filmrolle ergattert der gebürtige Brite 2001 in "Black Hawk Down" an der Seite von Josh Hartnett und Ewan McGregor. Es war der Startschuss für eine beeindruckende Karriere, die er mit jedem weiteren Film noch toppen kann.

"RocknRolla" (2008)

Nach weiteren (Neben-)Rollen in Filmen wie "Star Trek: Nemesis", "Layer Cake" oder "Marie Antoinette", folgt 2008 Guy Ritchies "RocknRolla". In dem grotesken Gangsterfilm spielt er Handsome Bob, der mit seinem schrulligen, aber cleveren Charakter dem Zuschauer auf jeden Fall nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

"Bronson" (2008)

Im gleichen Jahr liefert Tom Hardy eine seiner beeindruckendsten Performances ab. Für den dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn verwandelt sich der Brite in Michael Peterson aka Charles Bronson, den angeblich gefährlichsten Häftling Britanniens, der im Knast immer wieder wegen seiner Kampfeslust und seines exzentrischen Charakters aneckt.

"The Take – Zwei Jahrzehnte in der Mafia" (2009)

Ein Jahr später zieht es Tom Hardy in die dunklen Machenschaften der irischen Mafia. In der Miniserie "The Take" spielt er den Ex-Häftling Freddie, der hinter Gittern ein kriminelles Netzwerk geschaffen hat, das er nun – frisch entlassen – voll auskostet und zusammen mit seinem Cousin ein nicht ganz legales Imperium aufzieht.

"Inception" (2010)

Spätestens seit 2010 mit seiner Rolle als Eames in "Inception" dürfte jeder Filmfan Tom Hardy auf dem Schirm haben. Auch hier spielt er wieder eine vergleichsweise kleine Rolle, dennoch hinterlässt er eine Präsenz, die der von Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio in nichts nachsteht.

"Warrior" (2011)

Für seine Rolle in "Warrior" dürfte es für Tom Hardy von Vorteil gewesen sein, dass er bereits in "Bronson" Erfahrungen als (Film-)Boxer gesammelt hat. In dem Sportdrama von 2011 muss er als Tommy Conlon allerdings nicht gegen irgendjemanden antreten, sondern ausgerechnet gegen seinen Bruder Brendan (Joel Edgerton), von dem er sich über die Jahre zusehends entfremdet hat.

"Lawless – Die Gesetzlosen" (2012)

Forrest Bondurant (Tom Hardy) lässt sich gar nichts vorschreiben – schon gar nicht vom korrupten Deputy Charles Rakes (Guy Pearce). Doch die Zeiten sind hart: Es ist das Ende der Prohibitionsära und Forrest betreibt mit seinen Brüdern Jack (Shia LaBeouf) und Howard (Jason Clarke) eine Schwarzbrennerei. Etwas, was Rakes alles andere als in den Kram passt ...

"The Dark Knight Rises" (2012)

Keine Frage, Heath Ledger hat in der "Dark Knight"-Trilogie von Christopher Nolan mit seinem Joker wohl den besten Antagonisten der Reihe gespielt, doch direkt dahinter kommt Tom Hardy als Bane. Der wortkarge Gegenspieler von Batman hat nicht weniger im Sinn, als Gotham City dem Erdboden gleichzumachen und gänzlich auszulöschen. Tom Hardy spielt seinen Charakter mit einer unglaublich intensiven Präsenz und stiehlt Christian Bale als Gothams Rächer beinahe die Show.

"No Turning Back" (2013)

Ein Mann, ein Auto, ein Telefonat – das fasst die One-Man-Show von Tom Hardy als Ivan Locke wohl am besten zusammen. Außer ihm gibt es in dem Drama nämlich niemanden zu sehen, sondern nur zu hören. Innerhalb von 85 sehr intensiven Minuten ändert sich das Leben des Familienvaters schlagartig.

"The Drop – Bargeld" (2014)

Dass "The Drop" auf dieser Liste von Filmen mit Tom Hardy landet, hat drei Gründe: Erstens ist die Kriminalstory mit dem Briten unglaublich spannend, zweitens ist der eigentliche Star des Films der Pit-Bull-Welpe Rocco und drittens – und das ist zugleich der bedeutendste Grund – ist es der letzte Film, in dem "Soprano"-Oberhaupt James Gandolfini mitspielt. Kurz nach Ende der Dreharbeiten verstarb er während eines Urlaubs in Rom.

"Mad Max: Fury Road" (2015)

Mel Gibson ist der einzig wahre Mad Max, haben sie gesagt. Es kann kein annähernd adäquates Remake geben, haben sie gesagt. Und dann kam "Mad Max: Fury Road", das nicht nur mit einer furiosen Furiosa und einem einmaligen Soundtrack auftrumpft, sondern mit Tom Hardy als Max Rockatansky der Reihe ein frisches und (in meinen Augen) cooleres Gesicht verpasst.

"Legend" (2015)

Von der (zum Teil langatmigen) Story her zählt "Legend" vermutlich nicht zu den besten Filmen mit Tom Hardy. Dennoch darf er auf meiner Liste nicht fehlen, da der Schauspieler darin eine Doppelrolle spielt. Er mimt die Kray-Zwillinge, die während der 1960er-Jahre mit ihrer organisierten Kriminalität London terrorisiert haben.

"The Revenant – Der Rückkehrer" (2015)

2015 folgt endlich die erste Oscar-Nominierung für Tom Hardy – auch wenn er am Ende leer ausgeht. Doch nicht weniger hätte er für sein Spiel in "The Revenant" verdient. In seiner zweiten Zusammenarbeit mit Co-Star Leonardo DiCaprio liefern sich die beiden ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel in der eiskalten Wildnis.

"Dunkirk" (2017)

Dass Tom Hardy in einem Film nicht viel sagen muss, um zu glänzen, stellt er nicht nur in "The Dark Knight Rises" oder "Mad Max: Fury Road" unter Beweis, sondern auch im Oscar-prämierten Nolan-Meisterwerk "Dunkirk". Darin spielt er den Kriegspiloten Farrier, der alles daran setzt, die alliierten Truppen aus dem umzingelten Dünkirchen zu retten.

"Taboo" (2017 - 2020)

Zwar spielte Tom Hardy schon in mehreren Serien mit (darunter "Peaky Blinders"), dennoch habe ich mich für "Taboo" in dieser Liste entschieden. In der historischen Mysteryserie spielt er nämlich nicht nur die Hauptrolle, sondern hat sie auch gemeinsam mit seinem Vater Chips Hardy entwickelt. Die hochgelobte BBC-One-Produktion erhielt bereits grünes Licht für eine zweite Staffel.

"Venom" (2018)

Willkommen im Marvel-Universeum, Tom Hardy! 2018 gibt der Brite seinen Einstand als Eddie Brock, dessen Körper von Venom als Wirt genutzt wird. Der wollte eigentlich die Erde zerstören, findet aber immer mehr Gefallen an ihr, weshalb er sie lieber retten will. Auf seine ganz eigene Art beseitigt er unliebsame Mitmenschen, die ihm nicht in den Kram passen.

2021 kehrt Venom im Sequel auf die Leinwand zurück. Die Fortsetzung, die dieses Mal nicht von Ruben Fleischer, sondern von Andy Serkis ist, soll noch ein gutes Stück brutaler werden und das schwache Drehbuch des Vorgängers ausmerzen.

Ausblick: Neue Filme mit Tom Hardy

  • "Venom 2" (Comicverfilmung; Kinostart: 24. Juni 2021)
  • "War Party" (Actionabenteuer; Kinostart: tba)
  • "Mad Max 2" (Sci-Fi-Action; Kinostart: tba)

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