Topliste

Trotz Millionengage: Diese 5 Stars lehnten ein Sequel dankend ab

Vin Diesel gönnte sich einen Film Pause, bevor er sich dann doch entschied weitere "Fast & Furious"-Sequels zu drehen.
Vin Diesel gönnte sich einen Film Pause, bevor er sich dann doch entschied weitere "Fast & Furious"-Sequels zu drehen. (©YouTube/Universal Pictures UK 2016)

Es ist der Traum (fast) jedes aufstrebenden Schauspielers: Mit einem ganz bestimmten Film irgendwann Ruhm oder wenigstens Reichtum zu ernten. Einigen Glücklichen ist sogar beides gelungen, doch dann folgte die überraschende Kehrtwende: In einem Sequel ihres Erfolgsfilms wollten diese Stars nämlich nicht mehr mitspielen – zur Enttäuschung der Fans. Welche fünf Hollywoodgrößen sich selbst durch großzügige Gagenversprechen nicht locken ließen, erfährst Du hier.

1. Michael Keaton

Dieses Sequel hat er dankend abgelehnt: "Batman Forever" (1995)

Woran lag's? Michael Keaton hatte sich immerhin einmal auf das Projekt Fortsetzung eingelassen: Nach seiner hochgelobten Rolle in Tim Burtons oscarprämierten "Batman" schlüpfte er 1992 noch einmal in den Batsuit. Doch "Batmans Rückkehr" konnte nicht mehr an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Keaton kehrte der Franchise den Rücken und war trotz eines angeblichen Angebots von 15 Millionen US-Dollar nicht mehr zum Mitmachen zu bewegen. Im Gespräch mit The Hollywood Reporter 2017 gab der Schauspieler an, Grund sei der Regiewechsel von Tim Burton zu Joel Schumacher gewesen. "Es war schlimm", lautete sein Kommentar zum Drehbuch. "Ich wusste, dass wir in Schwierigkeiten waren, als er [Schumacher] sagte: 'Warum muss alles so düster sein?'"

Wie schwer wiegt die Absage? Das Duo Joel Schumacher und Val Kilmer als Dunkler Ritter lieferte eine solide Leistung ab. Fans der Reihe dürften sich aber an der grellen und farbenfrohen Optik des Streifens stören, die im Gegensatz zu Tim Burtons düsterer Filmwelt steht.

2. Jodie Foster

Dieses Sequel hat sie dankend abgelehnt: "Hannibal" (2001)

Woran lag's? "Das Schweigen der Lämmer" entpuppte sich 1991 bei Publikum und Kritik als echter Hit. Der Thriller staubte sogar in den fünf wichtigsten Kategorien den Oscar ab, wobei zwei an die Hauptdarsteller Anthony Hopkins als kannibalisches Genie und Jodie Foster als forsche FBI-Anwärterin gingen. Dennoch ließ sich die Schauspielerin nicht dazu überreden, im zweiten Teil erneut als Clarice Starling zu agieren – trotz eines angeblichen Gehaltsschecks von 20 Millionen Dollar. Jodie Foster führte stattdessen bei dem Film "Flora Plum" Regie.

Wie schwer wiegt die Absage? Zweitbesetzung Julianne Moore begnügte sich angeblich mit "nur" 2 Millionen Dollar Gage und wusste in "Hannibal" durchaus zu überzeugen. Dennoch kam sie nicht an ihre Vorgängerin heran. Jodie Foster haben wir die aufstrebende Agentin aus kleinen Verhältnissen eher abgenommen, als der rothaarigen Grande Dame mit ihrem Schneewittchen-Teint.

3. Vin Diesel

Dieses Sequel hat er dankend abgelehnt: "2 Fast 2 Furious" (2003)

Woran lag's? Nach seinem Part in dem rasanten Actionfilm "The Fast and the Furious" hatte Vin Diesel überraschenderweise keine Lust mehr, erneut hinter dem Steuer Platz zu nehmen. Obwohl er gerüchtweise rund 25 Millionen Dollar daran hätte verdienen können. Der Grund für seine Absage? Im Gespräch mit der Website "#legend" erklärte er: "Sequels hatten so einen schlechten Ruf und ich sah den ersten Teil von 'Fast and Furious' als einen Klassiker, wie '… denn sie wissen nicht, was sie tun'". Ziemlich große Töne, vor allem, weil sich Vin Diesel letztlich doch dazu hinreißen ließ, durch das Franchise zu cruisen: 2006 kehrte er für "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" zurück und ist seitdem fester Bestandteil und Zugpferd der Filmreihe.

Wie schwer wiegt die Absage? Vin Diesels kurzzeitiger Ausstieg als Dominic Toretto ist zu verschmerzen. Die Story in "2 Fast 2 Furious" entwickelt sich dennoch schlüssig und mit der Erklärung seiner Abwesenheit können wir leben – das Wiedersehen in Teil 3 gab dennoch Anlass zur Freude.

4. Will Smith

Dieses Sequel hat er dankend abgelehnt: "Independence Day: Wiederkehr" (2016)

Woran lag's? 1996 sorgte der Alien-Blockbuster mit knalligen Spezialeffekten, krachender Action und knackigen Sprüchen für jede Menge Furore. Nebenbei bedeutete er den Durchbruch für TV-Star Will Smith. Bei der Fortsetzung, die bereits 2011 in Planung war, wollte der "Der Prinz von Bel-Air" aber plötzlich nicht mehr in die Kultrolle des kernigen Captain Steven Hiller schlüpfen. Angeblich scheiterten die Verhandlungen an den zu hohen Gegenforderungen des Schauspielers (50 Millionen Dollar). 2015 erklärte Regisseur Roland Emmerich der Schauspieler hätte "einfach genug von Sequels", gerade einen anderen Science-Fiction-Film abgedreht ("After Earth") und sei daher ausgestiegen.

Wie schwer wiegt die Absage? Nun ja, immerhin gaben sich Smiths Ex-Kollegen Jeff Goldblum, Bill Pullman, Vivica A. Fox, Judd Hirsch und Brent Spiner in dem Film ein Stelldichein. Das tröstete etwas über den Verlust von Will Smith hinweg. Als Ersatzmann musste in "Independence Day: Wiederkehr" Jessie Usher als Stiefsohn von Captain Steven Hiller herhalten. Das Original kann aber einfach keiner ersetzen.

5. Keanu Reeves

Dieses Sequel hat er dankend abgelehnt: "Speed 2 – Cruise Control" (1997)

Woran lag's? 1994 bot der Action-Thriller "Speed" Spannung der Extraklasse. Keanu Reeves gab darin den smarten LAPD-Bomben-Spezialisten Jack Traven, der auf einen irren Ex-Polizisten trifft. Neben knalligen Explosionen sorgte Sandra Bullock als Buspassagieren für eine Prise Sex-Appeal und Romantik – die perfekte Mischung dürfte man meinen. Als 1997 die Fortsetzung "Speed 2 – Cruise Control" in die Kinos kam, war Keanu Reeves aber nicht mit an Bord und ließ die 11 Millionen Gage, die ihm angeblich geboten wurden, sausen. Laut seines Managers Erwin Stoff wollte der Schauspieler nach dem Dreh zu "Chain Reaction" nicht direkt einen weiteren Action-Film nachschieben.

Wie schwer wiegt die Absage? Nicht so schwer wie das lahme Drehbuch. Wir können es Keanu Reeves nicht verdenken, dass er davon nichts wissen wollte. Der Film vereint eine krude Mischung aus "Speed", "Waterworld" und "Titanic" in sich, das Ergebnis fiel dementsprechend aus. Kein Must-See.

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben