"Twilight"-Schauspieler im Check: Was wurde aus Bella, Edward und Co.?

Das wurde aus den "Twilight"-Stars.
Das wurde aus den "Twilight"-Stars. (©Summit Entertainment via Concorde 2017)

Von 2008 bis 2012 eroberte die "Twilight"-Saga nicht nur die Kinosäle, sondern auch die Herzen zahlreicher (vornehmlich) weiblicher Fans. Die Blutsaugerromanze um eine Dreiecksbeziehung zwischen einem Vampir, einem Werwolf und einer menschlichen Schülerin (!) katapultierte vor allem die Jungstars Kristen Stewart (Bella), Robert Pattinson (Edward) und Taylor Lautner (Jacob) nach ganz oben, oder doch nicht? Wir verraten, was eigentlich aus den "Twilight"-Darstellern geworden ist.

1. Kristen Stewart

Twilight-Rolle: Isabella "Bella" Swan – das Objekt der Begierde zahlreicher männlicher "Twilight"-Figuren.

Damals: Als die Romanreihe von Stephenie Meyer verfilmt wurde, ergatterte Kristen Stewart die begehrte weibliche Hauptrolle. Cineasten war sie vorher vor allem durch ihre Rolle als Jodie Fosters Tochter in "Panic Room" (2002) oder als Tracy in "Into the Wild" (2007) und anderen kleinen Parts aufgefallen. Das Casting für "Twilight" bedeutet aber ihren Durchbruch …

Heute: … den sie geschickt zu nutzen wusste. Doch statt weiterhin auf Mainstream-Filme zu setzen, war sie seitdem hauptsächlich in Indie-Projekten zu sehen. Für den Film "Die Wolken von Sils Maria" (2014) erhielt sie als erste US-Schauspielereien den französischen Filmpreis César. 2017 präsentierte sie auf dem Sundance Film Festival ihr Regiedebüt mit dem Kurzfilm "Come Swim", für das sie auch das Drehbuch verfasst hatte, und wurde 2018 sogar in die Wettbewerbsjury des 71. Filmfestivals von Cannes berufen. Nebenbei arbeitet sie als Muse von Karl Lagerfeld an mehreren Chanel-Kampagnen.

2. Robert Pattinson

Twilight-Rolle: Edward Cullen – telepathisch veranlagter über 100-jähriger Vampir, der an "altmodischen" Benimm-Manierismen festhält.

Damals: Wer bei "Harry Potter und der Feuerkelch" (2005) ganz genau hinsieht, erkennt Robert Pattinson in der Rolle vom Cedric Diggory, obwohl das damalige Posterboy-Image mit seiner berühmtesten Rolle wenig gemein hat. Die spielte er nämlich in der "Twilight"-Saga und setzte da auf einen etwas kantigeren und vor allem blutärmeren Look.

Heute: Trotz bester Voraussetzungen (Teenieschwarm) strebte Robert Pattinson nach dem Ende der Filmreihe offenbar keine Blockbuster-Karriere an. Der ehemalige "Twilight"-Darsteller agiert lieber in viel beachteten Filmen wie der Hollywoodsatire "Maps to the Stars" (2014) oder "Die versunkene Stadt Z" (2016). 2018 hat er noch weitere vielversprechende Projekte in der Pipeline wie etwa eine Rolle in der Romanverfilmung "Warten auf die Barbaren" von Ciro Guerra.

3. Taylor Lautner

Twilight-Rolle: Jacob Black – sexy Gestaltenwanderer vom Indianerstamm der Quileute, der gerne sein T-Shirt auszieht.

Damals: In der Übersicht der "Twilight"-Darsteller darf er nicht fehlen: Taylor Lautner. Nach Rollen in "Im Dutzend billiger 2 – Zwei Väter drehen durch" (2005) oder "Die Abenteuer von Sharkboy und Lavagirl in 3-D" (2005) stieg er 2008 zum erlesenen Kreis der "Twilight"-Schauspieler auf. Dort verkörperte in allen fünf Teilen die Rolle von Jacob Black, dem ärgsten (Liebes-)Konkurrenten von Edward Cullen.

Heute: Zu "Twilight"-Zeiten bewegte Tausende von Fans die glühende Frage "Team Edward oder Team Jacob?" Wer inzwischen auf Letzteren setzt, hat zumindest in Sachen Filmografie das Nachsehen: Mit der angestrebten Action-Karriere will es bislang nicht so recht klappen. 2011 stand Taylor Lautner im Thriller "Atemlos – Gefährliche Wahrheit" und 2015 für "Tracers" vor der Kamera. 2016 macht er in der 2. Staffel der Horror-Comedy-Serie "Scream Queens" mit.

4.  Nikki Reed

Twilight-Rolle: Rosalie Hale – Vampirin, die mit ihrem Schicksal (umwerfendes Aussehen, Unsterblichkeit etc.) hadert und unter ihrem unerfülltem Kinderwunsch leidet.

Damals: Der erste Schritt ins Filmbusiness war für Nikki Reed ein voller Erfolg: Als Teenager schrieb sie an dem Skandal-Drehbuch zu "Dreizehn" mit, basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen, und spielte eine der Rollen gleich selbst. Es folgten Independent-Filme wie "Man of God" (2005) und eine Gastrolle in der Hitserie "O.C. California". 2008 wurde sie als Adoptivschwester von Edward Cullen für "Twilight" gecastet.

Heute: Während der Hype um die jugendfreie Vampirromanze anhielt, war Nikki Reed in einigen interessanten Rollen zu sehen, darunter in "Catch . 44 – Der ganz große Coup" (2011) und "Pawn – Wem kannst du vertrauen" (2013). Steil aufwärts ging es aber irgendwie nicht. 2015 bis 2016 spielte sie in der 3. Staffel der Serie "Sleepy Hollow" mit. 2016 kam noch der Familienfilm "Sunday Horse – Ein Bund fürs Leben" zu ihrem Portfolio dazu.

5.  Mackenzie Foy

Twilight-Rolle: Renesmée Carlie Cullen – halb Mensch, halb Vampir wächst sie deutlich schneller heran als normale Menschen und wird vermutlich länger leben als gewöhnliche Sterbliche und irgendwann nicht mehr altern.

Damals: Wie so einige andere "Twilight"-Schauspieler startete Mackenzie Foy ihre Karriere mit Nebenrollen in Fernsehserien. Einem breiten Publikum wurde sie erst durch ihre Mitwirkung in den letzten beiden Teilen der Bestseller-Verfilmung "Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht" bekannt.

Heute: Nachdem sie als Hybrid-Kind von Bella und Edward begeisterte, stehen die Zeichen für Mackenzie Foy aktuell recht vielversprechend: 2012 stand sie für den Horror-Thriller "Conjuring – Die Heimsuchung" vor der Kamera. 2014 folgte ein Part in "Interstellar", wodurch sie mit einem Saturn Award als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet wurde. Weihnachten 2018 wird sie als Clara in der Verfilmung "Der Nussknacker und die vier Reiche" im Kino agieren.

6.  Anna Kendrick

Twilight-Rolle: Jessica Stanley – Pseudo-Freundin von Bella Swan, die sich ständig mit der Frage befasst, warum (fast) alle männlichen Charaktere an der unscheinbaren Neuen interessiert sind.

Damals: Erste Erfolge feierte Anna Kendrick schon als Kinderschauspielerin am Theater. Als zickige Schulfreundin von Bella Swan startete sie aber auch im Filmbusiness allmählich durch. Noch während ihrer Zeit als "Twilight"-Darstellerin gewann sie für die Arbeit an der Tragikomödie "Up in the Air" an der Seite von George Clooney einen MTV Movie Award und war sogar für einen Oscar nominiert.

Heute: 2012 übernahm sie in der Filmreihe "Pitch Perfect" die Hauptrolle – und war auch auf dem Soundtrack des Films zu hören. Außerdem wirkte sie neben Jake Gyllenhaal in "End of Watch" (2012) und neben Olivia Wilde in dem Film "Drinking Buddies" (2013) mit. An der Seite von Jennifer Aniston spielte sie 2014 in dem Drama "Cake" mit. 2016 erschien ihre Biografie "Scrappy Little Nobody".

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