Übersicht

Und nun zu etwas ganz anderem: Alle 5 Monty-Python-Filme + 1 Bonus

Seltsame Gestalten wie dreiköpfige Ritter gehören auch zu Monty Pythons Filmwelt.
Seltsame Gestalten wie dreiköpfige Ritter gehören auch zu Monty Pythons Filmwelt. (©picture alliance/United Archives 2018)

Sie sind legendär: Die britische Comedygruppe Monty Python brachte mit ihrem absurden, britisch-trockenen Humor frischen Wind in das Großbritannien der 1970er-Jahre. Nach dem großen Erfolg ihrer BBC-Serie "Monty Python’s Flying Circus" verbreiteten sich ihre respektlosen Sketche, die alles und jeden aufs Korn nahmen, auch über die Grenzen der britischen Insel hinaus in die Welt. Schnell folgten Filme, die den Humor der Clique auf die große Leinwand brachten. Alle 5 Monty-Python-Filme sowie ein weiteres Schmankerl für Fans der Truppe haben wir hier für Dich aufgelistet.

Zu den Mitgliedern von Monty Python gehören die Briten John Cleese, Graham Chapman, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin sowie der amerikanischen Cartoonist Terry Gilliam, der sowohl Sketche als auch Filme mit Comicstrips ergänzte. Die Besonderheit von Monty Python war der bewusste Verzicht auf eine Schlusspointe und die in den respektlosen Sketchen nur spärlich verborgene Gesellschaftskritik. Und jetzt Vorhang auf für britischen Nonsense erster Güte.

1. "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" (1971)

Ihren Angriff auf die britischen Lachmuskeln startete Monty Python mit der Comedy-Serie "Monty Python’s Flying Circus", die von 1969 bis 1974 von der BBC ausgestrahlt wurde. Aufgrund des großen Erfolgs des Formats wurden 1971 die besten Sketche aus den ersten beiden Staffeln für den Anthologiefilm "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" neu aufgenommen. Darin nehmen die Comedians zahlreiche unterschiedliche Rollen ein. Klassiker wie die "Verteidigung gegen Obst", "Der tödlichste Witz der Welt" und die "Tuntenparade" werden von gezeichneten Animationen ergänzt.

Fun Fact: "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" war speziell für das US-amerikanische Publikum zugeschnitten. Doch obwohl die Sketche aus der Serie dort schon bekannt waren, erwies sich der Film vor allem in Großbritannien als großer Hit.

2. "Die Ritter der Kokosnuss" (1975)

Natürlich hatte Monty Python auch keinen Respekt vor der britischen Sagenwelt und inszenierte mit "Die Ritter der Kokosnuss" seine ganz eigene Version der Gralssuche. Darin streifen König Artus und seine Rittern der Tafelrunde auf der Gralssuche durch die britischen Lande. Dabei müssen sich der König und seine Ritter Beleidigungen von Franzosen und revolutionären Bauern gefallen lassen, sich eines Killerkaninchens erwehren, vermeintliche Prinzessinnen retten und ihre Tugend schützen.

Fun Fact: Basierend auf "Die Ritter der Kokosnuss" entstand das satirische Musical "Monty Python’s Spamalot", das neben der Legende von König Arthur auch den Broadway auf die Schippe nimmt.

3. "Das Leben des Brian" (1979)

Der kontroverseste Film der Truppe erschien 1979 unter dem Titel "Das Leben des Brian". Er erzählt die satirische Geschichte eines Zeitgenossen von Jesus, der nicht nur im Stall neben dem von Maria und Josef zur Welt kommt, sondern durch die Liebe zur Jüdin Judith und andere unglückliche Umstände vom Volk als Prophet verehrt wird – und schließlich am Kreuz endet. Das Abschlusslied "Always Look on the Bright Side of Life" wurde auch unabhängig von dem Film ein großer Hit und fand Eingang ins Satiremusical "Monty Python’s Spamalot".

Fun Fact: Religiöse christliche und jüdische Gruppen protestierten gegen die Veröffentlichung von "Das Leben des Brian" und riefen zu Aufführungsboykotten auf.

4. "Monty Python Live at the Hollywood Bowl" (1982)

Während einer Amerikatournee von Monty Python im Jahre 1980 entstand die Aufzeichnung "Monty Python Live at the Hollywood Bowl", die auf der gleichnamigen Freilichtbühne nördlich von Hollywood gefilmt wurde. 1982 kam sie auch ins Kino. In der Show wurden die erfolgreichsten Sketche der Truppe aus "Monty Python’s Flying Circus" gepaart mit neuen Stücken auf die Bühne gebracht. Kombiniert wurde die Live-Show mit Filmeinspielungen auf einer großen Leinwand.

Fun Fact: Die Show enthielt auch Teile aus zwei 45-minütigen Specials namens "Monty Python's Fliegender Zirkus", die speziell für das deutsche Fernsehen produziert und 1972 auf dem WDR ausgestrahlt wurden.

5. "Der Sinn des Lebens" (1983)

Im letzten Monty-Python-Film widmet sich die Truppe nichts geringerem als dem "Sinn des Lebens". In den sieben Kapiteln reißt die Satire von der Geburt bis zum Tod humoristisch unterschiedliche Themen des Lebens wie Religion, sexuelle Aufklärung und Essen an. Zusätzlich zum Hauptfilm produzierte Terry Gilliam einen Vorfilm, in dem ein satirischer Blick auf den Kapitalismus geworfen und Angestellte mit Galeerensklaven verglichen werden.

Fun Fact: John Cleese und auch der Rest der Truppe empfanden "Der Sinn des Lebens" als den schwächsten ihrer Filme.

Bonus: "Ein Fisch namens Wanda" (1988)

Nach "Der Sinn des Lebens" löste sich die Gruppe auf und trat 1989 kurz vor dem frühen Tod Graham Chapmans ein letztes Mal komplett zusammen auf. Doch die restlichen Mitglieder verschwanden nicht von der Bildfläche. So gibt es zahlreiche Filme wie "Time Bandits" und "Erik der Wikinger", in dem zwei oder mehr Pythons während und auch nach ihrer offiziellen Zeit als Comedytruppe auftraten.

Der Bekannteste von ihnen ist "Ein Fisch namens Wanda", bei dem John Cleese nicht nur am Drehbuch mitschrieb, sondern auch neben Michael Palin eine der Hauptrollen innehatte. Es geht um eine Gruppe von Diamantendieben, deren Anführer geschnappt wird. Um an die von ihm versteckte Beute ranzukommen, macht sich Gangsterliebchen Wanda (Jamie Lee Curtis) an seinen Anwalt Archie (Cleese) ran.

Fun Fact: John Cleeses Figur heißt Archie Leach. Das ist der echte Name von Hollywood-Legende Cary Grant, der offenbar nur 20 Meilen von Cleeses Geburtsort entfernt auf die Welt kam.

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben