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Vom Revolverhelden zum Regisseur: 21 Filme von und mit Clint Eastwood

Zweifellos einer der besten Clint-Eastwood-Filme: "Million Dollar Baby".
Zweifellos einer der besten Clint-Eastwood-Filme: "Million Dollar Baby".

2009 wird Clint Eastwood mit der Goldenen Palme für sein Lebenswerk geehrt – da ist der Hollywoodstar noch lange nicht am Ende seiner Karriere! Bis heute hat der Schauspieler in über 40 Filmen die Hauptrolle gespielt und in beinahe ebenso vielen Regie geführt. Da man da leicht den Überblick verlieren kann, haben wir die 21 besten Clint-Eastwood-Filme zusammengetragen.

"Dollar"-Trilogie

In "Für eine Handvoll Dollar" spielt Clint Eastwood unter der Regie von Sergio Leone "den Fremden" im rauen Niemandsland von Mexiko, der zum einsamen Revolverhelden avanciert. Der Film bildet mit dem Sequel "Für ein paar Dollar mehr" (1965) und dem Prequel "Zwei glorreiche Halunken" (1966) die "Dollar"-Trilogie, die Clint Eastwood zum Filmstar macht. Zuvor war der Schauspieler nur als Darsteller in der Western-Fernsehserie "Tausend Meilen Staub" bekannt.

"Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten"

Bei seinem Debüt als Regisseur übernimmt Clint Eastwood zugleich die Hauptrolle: Er spielt einen Radio-DJ, der zum Objekt der Begierde einer Stalkerin wird. Die wahnsinnige Verehrerin wünscht sich immer wieder den Song "Play Misty for Me" – so lautet denn auch der englische Originaltitel des Films. Wie daraus der Titel "Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten" werden konnte, weiß wohl nur der deutsche Filmverleih ...

  • Erscheinungsjahr: 1971
  • Genre: Psychothriller

"Dirty Harry"

Ein anderer Schauspieler als Eastwood in der Rolle des rebellischen Cops Harry Callahan alias Dirty Harry, der den gewissenlosen Killer Scorpio jagt? Kaum vorstellbar. Beinahe wäre es dazu gekommen, die Hauptrolle in Don Siegels Action-Klassiker sollte ursprünglich an Frank Sinatra gehen. Anschließend wurden Steve McQueen, John Wayne und Robert Mitchum gefragt, bevor der Part Eastwood angeboten wurde.

  • Erscheinungsjahr: 1971
  • Genre: Crime, Thriller, Action

"Ein Fremder ohne Namen"

Dieser Film, der sich irgendwo zwischen Italo-Western und Spätwestern einordnen lässt, ist der erste Clint-Eastwood-Western, bei dem der Schauspieler neben der Hauptrolle auch die Regie übernimmt. Zugleich ist "Ein Fremder ohne Namen" eine Art Hommage an die Filmemacher, denen Eastwood seinen Erfolg verdankt: In einer Szene ist der als "der Fremde" bezeichnete Protagonist mit zwei Grabsteinen zu sehen, auf denen die Namen "S. Leone" und "Donald Siegel" stehen.

  • Erscheinungsjahr: 1973
  • Genre:  Western

"Der Texaner"

Der zweite Western, bei dem Clint Eastwood Regie führt, handelt vom Farmer Josey Wales, der mit ansehen muss, wie seine Familie von Reitern aus dem Norden ermordet wird. Der eigentlich friedliebende Wales begibt sich daraufhin auf einen persönlichen Rachefeldzug inmitten des amerikanischen Bürgerkriegs. Der Soundtrack zum Film wird seinerzeit für einen Oscar nominiert.

  • Erscheinungsjahr: 1976
  • Genre: Spätwestern

"Flucht von Alcatraz"

Mit "Flucht von Alcatraz" verfilmt Don Siegel den wohl größten Mythos um die Gefängnisinsel Alcatraz in der Bucht von San Francisco. Er holt dafür – im wahrsten Sinne des Wortes – erneut Clint Eastwood mit ins Boot. Der spielt den Insassen Frank Morris, der tatsächlich einst gemeinsam mit zwei Mithäftlingen aus dem Hochsicherheitsgefängnis entkommen konnte. Bis heute ist nicht geklärt, ob das Trio seine riskante Flucht in einem selbst gebastelten Schlauchboot aus Regenmänteln überlebte.

  • Erscheinungsjahr: 1979
  • Genre: Crime, Thriller, biografisches Drama

"Honkytonk Man"

Mit dem von ihm inszenierten Drama "Honkytonk Man" bricht Eastwood erstmals mit seinem Image als wortkarges Raubein. Die Story passt perfekt zum titelgebenden Countrysong: Der todkranke Alkoholiker Red (Eastwood) begibt sich mit seinem jungen Neffen auf einen Raodtrip quer durch die USA nach Nashville. Dort will der Musiker einen letzten Versuch wagen, als Countrysänger berühmt zu werden.

  • Erscheinungsjahr: 1982
  • Genre: Musikdrama, Roadmovie

"Pale Rider – Der namenlose Reiter"

Der dritte Western von und mit Clint Eastwood kommt mit Moral von der Geschicht', kritisiert den industriellen Raubbau an der Umwelt und die Ausbeutung der Arbeiter. "Der namenlose Reiter" trabt heran, um einen gewissenlosen, geldgierigen Minenbesitzer zur Rechenschaft zu ziehen. Bei den Dreharbeiten fällt Clint Eastwood vom Pferd und zieht sich eine Schulterverletzung zu, die der Schauspieler laut IMDb später als die schlimmste Verletzung bezeichnete, die er jemals an einem Filmset erlitten hat.

  • Erscheinungsjahr: 1985
  • Genre: Spätwestern

"Erbarmungslos"

Für den Spätwestern rund um den gealterten Revolverheld Bill Munny, der für die Jagd nach einem saftigen Kopfgeld ein letztes Mal in den Sattel steigt, fungiert Clint Eastwood in Personalunion als Hauptdarsteller, Produzent und Regisseur. Die Mühe zahlt sich aus: Der Film wird mit vier Oscars ausgezeichnet, darunter der Academy Award in der Kategorie "Beste Regie". Eastwoods erster von zwei Regie-Oscars.

  • Erscheinungsjahr: 1992
  • Genre: Spätwestern

"Perfect World"

Ein Kidnapper (Kevin Costner) wird auf der Flucht zu einer Vaterfigur für seine Geisel, einem kleinen Jungen. Unnachgiebig heftet sich jedoch der Texas Ranger Chief Garnett (Clint Eastwood) an die Fersen der beiden. Eine schräge Story über eine so gar nicht "perfekte Welt", die [Achtung, Spoiler!] so gar nichts für Fans von Friede-Freude-Eierkuchen-Happyends ist ...

  • Erscheinungsjahr: 1993
  • Genre: Crime, Drama

"Die Brücken am Fluss"

Ein Clint-Eastwood-Film mit Meryl Streep in der weiblichen Hauptrolle – was soll da schon schiefgehen? Richtig, nichts. Die Romanverfilmung rund um eine Farmersfrau, die sich zwischen ihrer großen Liebe und ihrer Familie entscheiden muss, kommt auf dem Bewertungsportal Rotten Tomatoes auf beeindruckende 90 Prozent positive Kritiken (Stand: 5. Juni 2019).

  • Erscheinungsjahr: 1995
  • Genre: Melodrama, Liebesfilm

"Million Dollar Baby"

Den zweiten Oscar als Regisseur bekommt Clint Eastwood für das Boxdrama "Million Dollar Baby". Weitere Academy Awards gibt es in der Kategorien "Bester Film", "Bester Nebendarsteller" (Morgan Freeman) und "Beste Hauptdarstellerin" (Hilary Swank). Swank verkörpert die junge Kellnerin Maggie, die sich von Boxtrainer Frankie (Eastwood) trainieren lassen will. Der nimmt sie schließlich widerwillig als Schülerin an. Maggie gewinnt Kampf um Kampf. Doch auf die scheinbare Erfüllung des American Dream folgt ein emotionaler Schlag in die Magengrube.

  • Erscheinungsjahr: 2004
  • Genre: Sportdrama

"Gran Torino"

2009 kehrt Eastwood noch einmal zu seinen knurrigen Revolverhelden- und "Dirty Harry"-Wurzeln zurück und legt sich als Kriegsveteran Walt Kowalski mit den brutalen Gangs in seiner heruntergekommenen Detroiter Wohngegend an. Der Film ist ein echtes Familienprojekt: Neben Papa Clint steht Sohn Scott vor der Kamera, die Filmmusik stammt vom zweiten Sohn Kyle.

  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Genre: Drama

"The Mule"

Erst zehn Jahre nach "Gran Torino" steht Clint Eastwood wieder vor und hinter der Kamera. "The Mule" erzählt die wahre Geschichte des Kriegsveteranen Earl (Eastwood), der mit über 80 Jahren zum Drogenschmuggler für ein mexikanisches Kartell wird, um seine Geldsorgen loszuwerden. Clint Eastwood ist zum Zeitpunkt der Dreharbeiten selbst 88 Jahre alt.

  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Genre: Crime, Drama

Übersicht: Must-see-Filme mit Clint Eastwood als Regisseur

Clint Eastwood nimmt gern als Regisseur hinter der Kamera Platz. Als Filmemacher ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass die folgenden Filme zu Geniestreichen wurden. Wir wollen diese Produktionen deshalb nicht unerwähnt lassen, auch wenn Eastwood in ihnen nicht selbst auftritt.

  • "Bird" (1988, Biopic über den Jazzmusiker Charlie "Bird" Parker)
  • "Mystic River" (2003, Thriller mit Sean Penn)
  • "Flags of Our Fathers" (2006, Kriegsdrama mit Paul Walker) und das Pendant "Letters from Iwo Jima" (2006, Kriegsdrama mit Ken Watanabe)
  • "American Sniper" (2014, biografisches Drama mit Bradley Cooper)
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