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Von Bale bis Portman: 15 krasse Schauspieler-Veränderungen

Für Heath Ledger war die unvergessliche Darstellung des Jokers offenbar eine Lebensaufgabe.
Für Heath Ledger war die unvergessliche Darstellung des Jokers offenbar eine Lebensaufgabe. (©picture alliance/dpa 2017)

Dünn, dick, muskelbepackt, verunstaltet oder rund um die Uhr in der Rolle gefangen: Für den perfekten Part schrecken einige Schauspieler vor nichts zurück und gehen dafür an ihre psychischen und physischen Grenzen. Hier kommen 15 krasse Beispiele.

1. Leonardo DiCaprio

 Eine tiefe Schnittwunde? Kein Problem für Leonardo DiCaprio. Er spielt einfach unbeirrt weiter. fullscreen
Eine tiefe Schnittwunde? Kein Problem für Leonardo DiCaprio. Er spielt einfach unbeirrt weiter. (©dpa 2017)

Leonardo DiCaprio gehört zu jenen Schauspielern, die während der Dreharbeiten voll in ihre Rolle eintauchen. Da ist auch egal, ob während des Drehs etwas besonders Unvorhergesehenes passiert – Leo bleibt seiner Rolle treu. Im Fachjargon nennt man so ein Verhalten auch Method Acting.

Wie das funktioniert, bewies Leonardo DiCaprio zum Beispiel am Set zu "Django Unchained". Er haute während einer Szene mit seiner Hand auf ein Weinglas, das echt und nicht wie gewohnt aus Zucker war. Die Folge: eine völlig blutige Hand. Statt den Dreh abzubrechen, spielte der Hollywoodstar einfach unbeirrt weiter und verpasste Co-Star Kerry Washington sogar eine Backpfeife. Ihr schockierter Gesichtsausdruck sowie das Blut in ihrem Gesicht – beides war echt!

Krass: Selbst vor tiefen Schnittwunden schreckt Leonardo DiCaprio nicht zurück! Für einen Oscar reichte es damals trotzdem nicht – aber den gab es 2016 für "The Revenant".

2. Daniel Day-Lewis

 Wenn einer seine Rollen lebt, dann Daniel Day-Lewis. fullscreen
Wenn einer seine Rollen lebt, dann Daniel Day-Lewis. (©Splendid Film 2017)

Daniel Day-Lewis nimmt für seine Filmrollen so einiges auf sich. Ein einfaches "Vor-sich-hinspielen" gibt es für ihn nicht. Stand früher Marlon Brando Pate für Method Acting, ist es heute ganz klar Daniel Day-Lewis. Das zeigte sich schon in dessen erster Filmrolle ("Mein linker Fuß"), in dem er eine gelähmte Person spielte. Um nicht aus dem Charakter zu fallen, gab er selbst in den Drehpausen den Gelähmten und musste gefüttert werden.

Um in seinem späteren Film "Sling Blade" das Humpeln seiner Figur realitätsnah umsetzen zu können, legte er sich sogar einen Glassplitter in seinen Schuh. Und in "Gangs of New York" lebte er regelrecht seine Rolle als Bill the Butcher. Er adaptierte nicht nur dessen Akzent, er verweigerte sogar moderne Medizin, als er sich während der Dreharbeiten eine Lungenentzündung einfing.

Krass: Daniel Day-Lewis ist der Meister im Method Acting. Kein Schauspieler seiner Generation lebt seine Figuren so sehr, wie der Brite. Drei Oscargewinne sprechen für ihn.

3. Adrien Brody

 Die Dreharbeiten zu "Der Pianist" waren für Adrien Brody nicht einfach. Am Ende wurde er aber mit einem Oscar belohnt. fullscreen
Die Dreharbeiten zu "Der Pianist" waren für Adrien Brody nicht einfach. Am Ende wurde er aber mit einem Oscar belohnt. (©dpa 2017)

Wie spielt man eine Figur, die alles verloren hat, während man selbst ein angenehmes Leben als Starschauspieler führt? Diese Frage stellte sich auch Adrien Brody vor seinen Dreharbeiten zum Holocaust-Drama "Der Pianist".

Um das brutale Schicksal des polnischen Musikers Wladislaw Szpilman auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können, verkaufte Adrien Brody nicht nur sein Auto, sondern auch seine Wohnung. So lernte der Oscarpreisträger, wie es sich anfühlt, materiellen Verlust zu verspüren. Hinzu kam ein Gewichtsverlust auf unter 60 Kilogramm – bei einer Körpergröße von 1,85 Metern alles andere als gesund.

Krass: Seine Rolle in "Der Pianist" hat Adrien Brody offenbar so sehr mitgenommen, dass er später sogar an Depressionen litt, wie er in unterschiedlichen Interviews berichtete. 

4. Heath Ledger

 Selbst nach fast zehn Jahren unvergessen: Heath Ledger als Joker in "The Dark Knight". fullscreen
Selbst nach fast zehn Jahren unvergessen: Heath Ledger als Joker in "The Dark Knight". (©picture alliance/dpa 2017)

Noch immer gibt es diverse Gerüchte um die Dreharbeiten zum Blockbuster "The Dark Knight", in dem Heath Ledger den Joker spielte. Angeblich soll er seine Rolle so sehr gelebt haben, dass er sich nach den Dreharbeiten in sein Zimmer zurückzog und sich vollends in seine Rolle hineinversetzte. Zwar gilt als offizielle Todesursache eine versehentliche Überdosis seiner Medikamente, doch in der Berichterstattung wurden immer wieder Verbindungen zu seinem Method Acting für den Joker hergestellt. Seine Rolle soll ihn nicht losgelassen haben.

Krass – und absolut verdient: Das Schauspiel von Heath Ledger war so herausragend, dass er posthum mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

5. Chris Hemsworth

 Auf seinem Instagram-Bild war Chris Hemsworth fast nicht wiederzuerkennen. fullscreen
Auf seinem Instagram-Bild war Chris Hemsworth fast nicht wiederzuerkennen. (©picture alliance/AP Images, Instagram/chrishemsworth 2016)

Es war ein schockierendes Bild, das Chris Hemsworth Ende 2015 auf seinem Instagram-Account teilte. Das sonst so muskulöse Erscheinungsbild war verschwunden, der Australier war abgemagert bis auf die Knochen. Fans machten sich bereits Sorgen, zumal er auch noch richtig verwahrlost wirkte. Die Bildunterschrift sorgte allerdings für Erleichterung: Für seine Rolle im Abenteuerfilm "Im Herzen der See" (2015) mussten einige Kilos schwinden. Inzwischen hat Chris Hemsworth zu seiner alten Form zurückgefunden.

Krass: Für die Rolle des Seefahrers Owen Chase hungerte sich Chris Hemsworth 15 Kilo herunter! 

6. Jake Gyllenhaal

 Jake Gyllenhaal ist ein wahres Chamäleon. fullscreen
Jake Gyllenhaal ist ein wahres Chamäleon. (©Facebook/NightcrawlerMovie, Facebook/SouthpawMovie 2016)

Jake Gyllenhaal liebt die Herausforderung bei seinen Rollen. Eine optische Veränderung ist dabei für ihn kein Hindernis, wie seine beiden Filme "Nightcrawler" aus 2014 und "Southpaw" aus 2015 zeigen. Innerhalb kurzer Zeit wechselte er optisch von einem Extrem ins Nächste: Als abgemagerter, sensationssüchtiger Videoreporter streift Jake Gyllenhaal in "Nightcrawler" nachts durch Los Angeles. In "Southpaw" hingegen spielt er ein kompromissloses Muskelpaket, das einen herben familiären Schicksalsschlag hinnehmen muss.

Krass: Während sich Jake Gyllenhaal für "Nightcrawler" um 13 Kilo herunterhungerte, futterte er sie sich für "Southpaw" wieder an und ergänzte sein Normalgewicht um knapp sieben Kilo Muskelmasse. 2000 Sit-ups und sechs Stunden Training sei Dank – täglich versteht sich.

7. Christian Bale

 Um für "Der Maschinist" abzumagern, aß Christian Bale so gut wie nichts mehr. fullscreen
Um für "Der Maschinist" abzumagern, aß Christian Bale so gut wie nichts mehr. (©icture alliance/ZUMA Press, YouTube/WatchMojo.com 2016)

Von krassen Gewichtsveränderungen kann auch Christian Bale einige Liedchen singen. Kein anderer Hollywoodschauspieler hat seinen Körper wohl solchen Strapazen ausgesetzt wie der Oscarpreisträger. Für seine Rolle in "Der Maschinist" (2004) hungerte sich Christian Bale von knapp 80 auf magere 50 Kilogramm herunter – und war anscheinend sogar bereit, noch mehr zu verlieren. Die Filmemacher intervenierten jedoch, aus Angst um Bales Gesundheit. Angeblich hatte der Hollywoodstar am Tag nicht mehr als einen Apfel und eine Dose Thunfisch zu sich genommen. Für die Filme "Rescue Dawn" (2006) und "The Fighter" (2010) reduzierte er sein wiedererlangtes Normalgewicht erneut um rund 25 und 13 Kilogramm.

Krass: Für "Der Maschinist" hungerte sich Christian Bale 30 Kilo herunter. Kein schöner Anblick!

8. Christian Bale ... again

 Anders für "American Hustle": Der Hollywoodstar konnte alles schlemmen, was ihm in die Finger kam. fullscreen
Anders für "American Hustle": Der Hollywoodstar konnte alles schlemmen, was ihm in die Finger kam. (©picture alliance/ZUMA Press, Twitter/AmericanHustle 2016)

Kurz vor den Dreharbeiten zu "American Hustle" (2013) zog Christian Bale dann mit Blick auf die Vergangenheit den absoluten Jackpot: Für seine Rolle als Trickbetrüger Irving Rosenfeld durfte der Schauspieler sich seinen Bauch so richtig vollschlagen. Burger, Pommes, Pizza – es gab keine Grenzen. So nahm er im Nu fast 20 Kilogramm zu und hatte erstmals eine Rolle als kleines Moppelchen inne.

Krass: Für "American Hustle" konnte Christian Bale essen so viel er wollte und auch was er wollte. Immerhin musste er so schnell wie möglich 20 Kilo mehr als normal auf die Waage bringen. 

9. Matthew McConaughey

 Matthew McConaughey verlor in der Vorbereitung zu "Dallas Buyers Club" jede Woche mindestens drei Kilogramm. fullscreen
Matthew McConaughey verlor in der Vorbereitung zu "Dallas Buyers Club" jede Woche mindestens drei Kilogramm. (©picture alliance/Photoshot, Facebook/DallasBuyersClub 2016)

Mit über 1,80 Metern hat Matthew McConaughey eine stattliche Größe und wiegt normalerweise über 80 Kilogramm. Für seine Hauptrolle in "Dallas Buyers Club" (2013) musste er allerdings ordentlich die Pfunde purzeln lassen. So nahm er rund 20 Kilogramm ab. Der starke Gewichtsabfall löste sogar eine Sehstörung bei Matthew McConaughey aus. Doch am Ende lohnte es sich: Für seine Darstellung des an HIV erkrankten Ron Woodroof erhielt Matthew McConaughey einen Oscar.

Krass: Dass ein krasser Gewichtsverlust zu gesundheitlichen Schäden führen kann, zeigt Matthew McConaughey. Am Ende wog der Hollywoodstar magere 63 Kilogramm.

10. Jared Leto

 Jared Leto kann sich auch als Frau sehen lassen. fullscreen
Jared Leto kann sich auch als Frau sehen lassen. (©picture alliance/ZUMA Press, Facebook/DallasBuyersClub 2016)

Jared Leto , Matthew McConaugheys Co-Star in "Dallas Buyers Club" (2013), erhielt für seine Performance einen Oscar als bester Nebendarsteller. Musste sich der Frontmann von 30 Seconds to Mars für "Chapter 27" (2007) noch reichlich Kilos anfuttern, blieben nach der Hungerkur für das AIDS-Drama überschaubare 50 Kilo übrig.

Krass: Auch Jared Leto musste für "Dallas Buyers Club" hungern und kam am Ende auf überschaubare 50 Kilo Körpergewicht. Für "Chapter 27" futterte sich der Teilzeitmusiker hingegen knapp 30 zusätzliche Kilo Hüftgold an.

11. Rooney Mara

 Von der Elfe zur Hackerin: Rooney Mara. fullscreen
Von der Elfe zur Hackerin: Rooney Mara. (©picture alliance/AP Invision, Facebook/DragonTattoo 2016)

Ob in "The Social Network" (2010), "Her" (2013) oder auch "Carol" (2015): Rooney Mara spielt oft brave und elfenhafte Figuren. Im düsteren Thriller "Verblendung" (2011) bewies sie allerdings, dass sie auch ganz anders kann. Für die Filmadaption von Regisseur David Lynch verwandelte sie sich in die 23-jährige Hackerin Lisbeth Salander – zahlreiche Tattoos und Piercings inklusive.

Krass: Rooney Mara bewies eine sagenhafte Transformation vom Mauerblümchen zur rebellischen Tattoo-Braut. Kaum wiederzuerkennen! 

12. Natalie Portman

 Für "Black Swan" musste Natalie Portman sechs Monate lang jeden Monat mindestens zwei Stunden trainieren. fullscreen
Für "Black Swan" musste Natalie Portman sechs Monate lang jeden Monat mindestens zwei Stunden trainieren. (©picture alliance/AdMedia, Facebook/ijustwantobeperfect 2016)

Hollywoodaktrice Natalie Portman ist zwar von Haus aus schon gertenschlank, doch für ihre Rolle in "Black Swan" (2010) mussten trotzdem ein paar Pfunde purzeln – neun um genau zu sein. Dazu gab es noch ein einjähriges, intensives Ballett-Training – immerhin wollte Natalie Portman so authentisch wie möglich wirken. Doch aller Härte zum Trotz: Am Ende gab es für sie einen Oscar als beste Hauptdarstellerin!

Krass: Zwei Monate vor Drehbeginn wurde das Ballett-Training für Natalie Portman noch intensiver: Acht Stunden pro Tag musste sie damals trainieren und die neuen Choreografien für den Film lernen.

13. Tom Hanks

 Tom Hanks war in "Cast Away" der Inbegriff eines Gestrandeten. fullscreen
Tom Hanks war in "Cast Away" der Inbegriff eines Gestrandeten. (©picture alliance/AP/Invision, dpa Fotoreport 2016)

"Wilsoooooon!" Der Schrei nach dem wegtreibenden Volleyball im Drama "Cast Away" (2000) ist mindestens genauso fest in der Erinnerung verankert wie Tom Hanks Erscheinung. Optisch blieb nach seiner Tortur auf einer einsamen Insel nicht mehr viel übrig. Ein Jahr lang bereitete sich Tom Hanks auf seine Rolle vor, ließ sich Haare und Bart wachsen und nahm über 20 Kilogramm ab. Einen Oscar gab es für "Cast Away" zwar nicht, aber immerhin eine Nominierung als bester Hauptdarsteller.

Krass: Nach den ersten Dreharbeiten für den Anfang des Films gab es ein Jahr Pause. In dieser Zeit ließ sich Tom Hanks wahrlich gehen: Zwar nahm er ab, hörte aber zugleich auch auf, sein Haupthaar und seinen Bart zu schneiden. 

14. Charlize Theron

 Den Weg vom schönen Schwan zum hässlichen Entlein bestritt Charlize Theron für "Mosnter". fullscreen
Den Weg vom schönen Schwan zum hässlichen Entlein bestritt Charlize Theron für "Mosnter". (©picture alliance/AP/Invision, dpa/Fotoreport 2016)

Dass es für eine krasse Verwandlung nicht immer nur um Gewichtszu- oder -abnahmen gehen muss, zeigte Charlize Theron eindrucksvoll im Drama "Monster" (2003). Zwar nahm sie für ihre Rolle als Serienmörderin auch ein paar Kilogramm zu, viel heftiger war allerdings ihr Mut zur Hässlichkeit. Ihr sonst so gepflegtes und schönes Antlitz wich fettigen Haaren, einem Gesicht voller Pickel und ungepflegten Zähnen. Auch für sie gab es am Ende einen Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Krass: Charlize Theron musste sich für "Monster" rund 14 Kilo anfuttern!

15. Robert de Niro

 Kaum wiederzuerkennen: Robert de Niro mit ordentlich Hüftgold. fullscreen
Kaum wiederzuerkennen: Robert de Niro mit ordentlich Hüftgold. (©picture alliance/AP/Images, picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

"Wie ein wilder Stier" von Martin Scorsese aus dem Jahr 1980 ist inzwischen ein echter Klassiker. Robert De Niro als Boxer Jake LaMotta bleibt unvergessen – und das nicht nur wegen der mitreißenden Szenen im Ring. Um Jake LaMottas Jahre nach der aktiven Zeit darzustellen, futterte sich Robert De Niro stattliche 30 Kilogramm an. Anschließend war er fast nicht mehr wiederzuerkennen.

Krass: Erst durchtrainiert, später mit stattlichem Wohlstandsbauch: In nur knapp vier Monaten erhöhte De Niro sein Körpergewicht um 30 Kilogramm. Die ersten 7 Kilo seien ein Kinderspiel gewesen, danach wurde es zu harter Arbeit, erklärte er später in Interviews.

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