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Von Mr. Darcy bis Harry Hart: 13 Filme mit Gentleman-Brite Colin Firth

BRIDGET JONES' BABY colin firth
Ganz Gentleman: Colin Firth gibt im Anzug eine hervorragende Figur ab.

Colin Firth ist der Inbegriff des britischen Gentlemans: vornehm, zurückhaltend und kultiviert. So jemand erobert Hollywood nicht im Sturm, sondern erklimmt die Karriereleiter stufenweise und mit Understatement. Den Beweis liefern die 13 besonders lohnenden Filme (und die eine Serie) des Oscarpreisträgers, die wir hier für Dich zusammengestellt haben.

"Valmont" (1989)

"Gefährliche Liebschaften" von 1988 mit Glen Close und John Malkovich in den Hauptrollen ist Cineasten ein Begriff. "Valmont" mit Colin Firth, ein Jahr später erschienen, ist dagegen leider kaum bekannt – obwohl beide Filme auf dem Briefroman von Choderlos de Laclos um die Intrigen der Marquise de Merteuil und des Vicomte de Valmont beruhen. Für "Gefährliche Liebschaften" gab es drei Oscars, "Valmont" konnte sich aus dem Schatten des Vorgängers nicht befreien. Immerhin ist Firth in einer seiner wenigen Auftritte als Schurke zu sehen.

"Stolz und Vorurteil" (1995)

Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil" gehört zu den Klassikern der englischen Literatur – und Mr. Darcy und Elizabeth Bennett zu den Liebespaaren, die immer wieder den Weg auf die Leinwand und ins Fernsehen finden. 1995 erfolgte das in Form einer sechsteiligen Miniserie, für die Colin Firth in die Rolle des stolzen Darcy schlüpfte. Und das so überzeugend, dass er für viele Fans die einzig wahre Reinkarnation des britischen Romanhelden ist.

"Der englische Patient" (1996)

Nach "Stolz und Vorurteil" ist Firth immer häufiger in großen Hollywood-Produktionen zu sehen. Darunter auch die Literaturverfilmung "Der englische Patient", in der er eine kleine, aber feine Nebenrolle übernimmt. Colin Firth spielt Geoffrey Clifton von der Royal Geographical Society, der gemeinsam mit seiner Frau Katharine (Kristin Scott Thomas) eine Expedition in Ägypten leitet. Zur Truppe gehört auch der ungarische Graf László Almásy (Ralph Fiennes), der sich schon bald in Katharine verliebt.

"Bridget Jones"-Filme (2001 - 2016)

Mr. Darcy aus "Stolz und Vorurteil" war die Paraderolle für Firth – bereits sechs Jahre später erhält er erneut die Chance, sie mit Leben zu füllen: in "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück". Die romantische Komödie ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Helden Fielding, der wiederum die Geschichte von "Stolz und Vorurteil" neu erzählt. Alles klar soweit? Diesmal verdreht Darcy aka Firth der tollpatschigen Bridget (Renée Zellweger) den Kopf. Und das auch in den beiden Fortsetzungen "Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns" (2004) und "Bridget Jones' Baby" (2016).

"Ernst sein ist alles" (2002)

Colin Firth scheint auf Literaturverfilmungen abonniert, in "Ernst sein ist alles" nach Oscar Wildes Bühnenstück darf er sich von seiner komödiantischen Seite zeigen. Firth spielt den Landadligen John Worthing, der ein seltsames Spiel treibt: Wenn es ihn in die Stadt zieht, gibt er sich als sein verantwortungsloser Bruder Ernst aus. Was niemand weiß: Ernst existiert gar nicht. John benutzt die falsche Identität, um ungezügelt seinem Vergnügen zu frönen. Schwierig wird es, als er sich in Gwendolin Fairfax verliebt: Die kann nur jemanden lieben, der Ernst heißt.

"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" (2003)

"Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" ist eines der bekanntesten Gemälde des holländischen Barockmalers Jan Vermeer. Wen das Bild abbildet, ist bis heute ein Rätsel. Das inspirierte US-Autorin Tracy Chevalier zu dem Roman "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", den Peter Webber 2003 verfilmte. Scarlett Johansson spielt die 17-jährige Griet, das Hausmädchen der Vermeers. Vermeer (Firth) bittet darum, sie porträtieren zu dürfen.

"Tatsächlich ... Liebe" (2003)

Der Episodenfilm "Tatsächlich ... Liebe" gehört mittlerweile zu den Weihnachtsklassikern, ist alljährlich im Fernsehen zu sehen. Eine der besten Episoden zeigt Firth als Krimiautor Jamie, der sich nach einer gescheiterten Beziehung zum Schreiben nach Südfrankreich zurückzieht. Hier kommt er trotz Sprachbarriere seiner portugiesischen Haushälterin Aurelia näher.

Ursprünglich plante Regisseur Richard Curtis einen eigenständigen Film über Jamie und Aurelia, machte die Liebesgeschichte aber zu einer Episode in "Tatsächlich... Liebe".

"Mamma Mia!"-Filme (2008 & 2018)

Dass er auch singen kann, bewies Colin Firth 2008 in "Mamma Mia!". In der Verfilmung des gleichnamigen Musicals mit den Hits der schwedischen Kultband Abba gibt der Brite einen von drei ehemaligen Verehrern der freigeistigen Donna (Meryl Streep), die mit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) ein idyllisches Leben auf einer griechischen Insel führt. Um herauszufinden, wer ihr Vater ist, lädt Sophie die drei Verflossenen ihrer Mutter zu ihrer Hochzeit ein – und löst damit bei Donna ein Gefühlschaos aus.

2018 folgte mit "Mamma Mia! Here We Go Again" eine Fortsetzung.

"A Single Man" (2009)

Seine erste Oscarnominierung erhielt Firth für seine Rolle im Regiedebüt von Modedesigner Tom Ford. Die Handlung des Filmes beschränkt sich auf einen Tag im Leben des homosexuellen Literaturprofessors George Falconer (Firth) im November 1962. Da Falconer über den Tod seines Partners nicht hinwegkommt, will er sich erschießen. Der Film begleitet ihn dabei, wie er die Vorbereitungen dafür trifft und alte Wegbegleiter besucht wie seine gute Freundin Charley (Julianne Moore).

"The King's Speech – Die Rede des Königs" (2010)

Bereits für "A Single Man" hätte Colin Firth einen Oscar verdient gehabt, ein Jahr später bekam er ihn dann für "The King's Speech". Firth brilliert als zukünftiger britischer König Georg VI., der unter seinem Stottern leidet. Verzweifelt wendet sich seine Frau Elisabeth (Helena Bonham Carter) an den australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush). Dessen ungewöhnlichen Methoden stoßen beim Monarchen zunächst auf Ablehnung, zeigen aber Wirkung.

"Dame, König, As, Spion" (2011)

Mit der John-le-Carré-Verfilmung "Dame, König, As, Spion" tauchte Firth in die Welt der Spionage ein. Anfang der 1970er-Jahre, der Kalte Krieg hält die Welt in Atem: George Smiley (Gary Oldman), Agent im Ruhestand, wird mit einem besonderen Auftrag bedacht. Er soll einen sowjetischen Doppelagenten entlarven, der in den höchsten Reihen des britischen Geheimdienstes vermutet wird. Smileys Ermittlungen werden dadurch erschwert, dass er sie vor seinen Kollegen (darunter Firth) geheimhalten muss.

"Magic in the Moonlight" (2014)

Einmal in einem Woody-Allen-Film mitspielen – ein Ritterschlag für viele Darsteller. Firth wurde die Ehre in der Filmkomödie "Magic in the Moonlight" zuteil. Die Handlung spielt im Jahre 1928, in dem es den Illusionisten Stanley (Firth) an die Côte d’Azur verschlägt. Er soll die Wahrsagerin Sophie (Emma Stone) als Betrügerin entlarven, verfällt jedoch zunehmend dem Charme der jungen US-Amerikanerin. Bald muss er sich zudem fragen: Verfügt sie tatsächlich über eine besondere Gabe?

"Kingsman"-Reihe (seit 2014)

Colin Firth in einer Comicverfilmung? Damit haben die Fans bestimmt nicht gerechnet. Doch eine elitäre britische Organisation aus Gentleman-Spionen, die Verbrecher bekämpft? Da passt Firth perfekt hinein. Er spielt den Kingsman Harry "Galahad" Hart, der den jugendlichen Unruhestifter Gary "Eggsy" Unwin (Taron Egerton) für den privaten Geheimdienst rekrutiert.

Und das Franchise wird stetig ausgebaut. Auf die Filme "Kingsman: The Secret Service" (2014) und "Kingsman: The Golden Circle" (2017) folgt 2020 das Prequel "The King's Man – The Beginning". Eine Serie ist ebenfalls in Planung.

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