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Wen kümmern Fakten? 6 schrecklich falsche Film-Schlachten

"300": Ein echter Spartaner braucht keine Rüstung!
"300": Ein echter Spartaner braucht keine Rüstung! (©Facebook/300 Movie 2016)

Schon klar, von Hollywood-Filmen sollte man keine Geschichtsstunden erwarten. Oftmals fallen historische Fakten einfach der Geschichte oder coolen Effekten zum Opfer. Bei diesen 6 Film-Schlachten haben es die Macher aber definitiv übertrieben.

1. "300" (2006): Spartaner brauchen keine Rüstung

Hauptdarsteller Gerard Butler hatte für seine Rolle als König Leonidas in "300" offenbar nicht nur einmal das Fitnessstudio besucht. Da wäre es natürlich schade gewesen, die schönen Muckis unter einer Rüstung zu verbergen. Dass die Spartaner in der Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 480 vor Christus halb nackt gegen die Perser antraten, ist dennoch falsch und wäre wohl auch dem lebensmüdesten Krieger nicht einfallen.

2. "Braveheart" (1995): Eine Schlacht ohne Brücke

Im Historienepos "Braveheart" von und mit Mel Gibson gehört die Schlacht von Stirling Bridge zu den Höhepunkten des Films – immerhin gelingt es den tapferen Schotten, die übermächtigen Engländer zurückzuschlagen. Das Problem: In der Film-Schlacht kommt die namensgebende Stirling Bridge gar nicht vor. Stattdessen findet das Gefecht auf einem offenen Feld statt. Offenbar fand Regisseur Mel Gibson eine Schlacht auf einer engen Brücke einfach nicht spannend genug.

3. "Lawrence von Arabien" (1962): Das eigene Kamel erschossen

In "Lawrence von Arabien" ist die Schlacht von Akaba im Jahr 1917 ein Highlight des Films – im echten Leben lief der Kampf aber deutlich weniger glamourös ab als im Hollywoodstreifen. So reitet Peter O'Toole im Film direkt in die Stadt Akaba ein, in Wahrheit war es jedoch nur ein kleiner Vorposten knapp 60 Kilometer von Akaba entfernt. Noch kurioser: Am eigentlichen Angriff war der echte Lawrence von Arabien gar nicht beteiligt, da er seinem Kamel bei der Attacke aus Versehen in den Kopf geschossen hatte. Das wird im Film natürlich vornehm ausgelassen.

4. "Der Patriot" (2000): Gewinner und Verlierer

Die finale Schlacht im Film "Der Patriot" (schon wieder Mel Gibson!) ist tatsächlich eine Zusammenlegung von zwei echten Schlachten des Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieges: die Schlacht von Cowpens und die Schlacht bei Guilford Courthouse. Im Film gewinnen die US-Amerikaner natürlich, in Wahrheit war die Continental Army aber nur in Cowpens siegreich. Bei Guilford Courthouse gewannen die Briten – allerdings mit sehr hohen Verlusten.

5. "Die letzte Schlacht" (1965): Panzer ftw!

Die Ardennenoffensive war nicht gerade eine besonders filmische Schlacht des Zweiten Weltkriegs. Schließlich fand der einmonatige Stellungskrieg mitten im Winter in den nebligen und klaustrophobischen Wäldern der belgischen Ardennen statt. Die Macher des Films "Die letzte Schlacht" aus dem Jahr 1965 entschieden sich vermutlich auch aus dem diesem Grund lieber für große Panzerschlachten auf baumlosen Feldern.

6. "Enemy at the Gates" (2001): Russen sind dumm!

Der Film "Enemy at the Gates" spielt während der Schlacht von Stalingrad im Jahr 1942/1943 – mit der echten Schlacht hat er aber nicht viel zu tun. So setzen die Russen am Anfang des Films bei Tag über die Wolga und stürmen anschließend frontal ins deutsche Maschinengewehrfeuer. Dabei hat nur jeder zweite russische Soldat überhaupt eine Waffe – die ohne Gewehr sollen sich eines von den Toten besorgen. Natürlich sind alle diese Story-Punkte falsch. Schließlich wollten die Russen den Zweiten Weltkrieg gewinnen und nicht absichtlich verlieren.

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