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Wer hätte das gedacht? Diese 7 Filme sind von Steven Spielberg

Steven Spielberg beweist Vielseitigkeit in seiner Filmografie.
Steven Spielberg beweist Vielseitigkeit in seiner Filmografie. (©Niko Tavernise / Universal Pictures 2018)

"Indiana Jones", "ET", "Jurassic Park" und "Schindlers Liste" – das sind Filme und Franchises, mit denen man sofort Steven Spielberg verbindet. Der Hollywood-Regisseur drückte diesen beachtlichen Werken seinen unnachahmlichen Stempel auf. Doch auch abseits seiner großen Hits beweist Spielberg ein Gespür für erzählenswerte Stoffe. Diese sieben Steven-Spielberg-Filme sind absolut sehenswert – auch wenn vielleicht nur wenigen bekannt ist, dass der Oscarpreisträger dabei Regie führte.

1. "Amistad – Das Sklavenschiff"

Mit "Amistad" nahm sich Spielberg 1997 eines historischen Stoffes an. Das  gleichnamige spanische Segelschiff wurde 1839 zum Politikum, als es an die amerikanische Küste gespült wurde. An Bord befanden sich 40 versklavte Schwarzafrikaner, die das Schiff meuterten und in ihre Heimat segeln wollten. In einem Prozess beanspruchen gleich mehrere Parteien das Schiff und die Sklaven. Der junge Rechtsanwalt Roger Baldwin (Matthew McConaughey) kämpft um die Rechte der versklavten Besatzung.

Erscheinungsjahr: 1997
Fun Fact: Spielberg wurde vorgeworfen, dass er mit Anthony Hopkins einen Briten als ehemaligen US-Präsidenten John Quincy Adams besetzte.

2. "Das Reich der Sonne"

Um ein tragisches Kinderschicksal in Zeiten des Krieges geht es in der Verfilmung des gleichnamigen, semi-autobiografischen Romans. Darin ist der elfjährige Jim (Christian Bale), der 1941 wohlbehütet mit seinen reichen, britischen Eltern in Shanghai lebt, auf einmal auf sich allein gestellt, als er auf der Flucht vor dem zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg von seinen Eltern getrennt wird. Nun muss er sich allein durchschlagen und landet bald in einem Gefangenenlager.

Erscheinungsjahr: 1987
Fun Fact: Spielberg wählte den jungen Christian Bale aus 4.000 Bewerbern aus. Außerdem empfahl ihm seine damalige Ehefrau Amy Irving, Bale zu besetzen.

3. "Lincoln"

Abraham Lincoln gehört zu den faszinierendsten Figuren der amerikanischen Geschichte. Mit "Lincoln" setzte Spielberg dem 16. US-Präsidenten ein filmisches Denkmal und zeigte den Politiker in der kurzen etwa viermonatigen Spanne kurz vor Ende der Sezessionskriege bis zu seinem Tod 1865. Ohne um sein frühzeitiges Ende zu wissen, kämpft Lincoln unermüdlich gegen die Sklaverei und die Gleichberechtigung der afroamerikanischen US-Bürger.

Erscheinungsjahr: 2012
Fun Fact: Nach "Amistad" besetzte Spielberg mit Daniel Day-Lewis ein zweites Mal einen Briten als US-Präsidenten. Die Rolle bescherte Day-Lewis 2013 sowohl einen Oscar als auch einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

4. "Die Farbe Lila"

Das Südstaatendrama "Die Farbe Lila" zeigt das schwierige Schicksal der jungen Celie (Whoopi Goldberg), die bereits als Kind von ihrem Vater geschwängert und dann gegen ihren Willen an einen grausamen Nachbarfarmer verheiratet wird. Ihr einziger Trost ist ihre kleine Schwester Nettie, die jedoch vor den Nachstellungen des Vaters und Schwagers fliehen muss. Erst mit der Zeit lernt Celie, sich gegen ihre Peiniger aufzulehnen.

Erscheinungsjahr: 1985
Fun Fact: Spielberg wollte die Regie zunächst nicht übernehmen, da er meinte,  dass er die Südstaaten nicht kenne und ein Afroamerikaner besser als Regisseur geeignet wäre. Er wurde jedoch von Produzent Quincy Jones umgestimmt.

5. "Terminal"

Der Frage, was passiert, wenn man auf einmal staatenlos ist, geht "Terminal" von der humoristischen Warte aus auf den Grund. Als Urlauber Viktor Navorski (Tom Hanks) in New York landet, findet in seinem Heimatland Krakosien gerade ein Putsch statt. Die Folge: Der Staat wird von der Weltengemeinschaft nicht mehr anerkannt. Mit einem Schlag ist Navorski staatenlos und kann weder einen Fuß außerhalb des Terminals setzen, noch in seine Heimat fliegen. Also richtet er es sich im Terminal häuslich ein.

Erscheinungsjahr: 2004
Fun Fact: "Terminal" war damals bereits die fünfte Zusammenarbeit zwischen Tom Hanks und Spielberg. Mit "Die Verlegerin" folgte 2018 Nummer 7.

6. "Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn"

Dass ihm auch die Inszenierung von Animationsfilmen liegt, bewies Spielberg 2011 überraschend mit der Comicverfilmung "Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn". Das Einhorn ist hier nicht das Fabeltier, sondern ein Schiff, das dem jungen Reporter Tim (Jamie Bell) auf die Spur eines verschollenen Piratenschatzes bringt. Gemeinsam mit seinem Foxterrier Struppi begibt er sich auf Schatzsuche.

Erscheinungsjahr: 2011
Fun Fact: Spielberg war seit Anfang der 1980er-Jahre ein großer Fan der "Tim und Struppi"-Comics von Hergé und verwirklichte seine Verfilmung auf Anraten von Produzent Peter Jackson im Motion-Capture-Verfahren.

7. "Gefährten"

Keiner weckt Emotionen wie Spielberg. Mit "Gefährten" bot sich ihm dazu auch das perfekte Material. Im Mittelpunkt steht die tiefe Freundschaft zwischen dem Farmersjungen Albert (Jeremy Irvine) und seinem jungen Pferd Joey. Als das Tier im Zuge des Ersten Weltkriegs von der britischen Armee eingezogen wird, müssen sich die Gefährten trennen. Während Joey wiederholt den Besitzer wechselt, gerät er immer wieder zwischen die Fronten. Albert meldet sich schließlich zum Kriegsdienst, um seinen Freund zu finden.

Erscheinungsjahr: 2011
Fun Fact: Spielberg wurde von seiner Tochter Destry dazu inspiriert, einen Film über Pferde zu machen. Sie war während ihrer Jugend eine leidenschaftliche Reiterin. Er versprach ihr, eines Tages einen Film über Pferde zu machen.

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