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Wie realistisch sind diese 8 Sci-Fi-Technologien aus Filmen?

Ein Anzug wie Darth Vader? Gar nicht so unmöglich – dauert nur ein paar (viele!) Jahre.
Ein Anzug wie Darth Vader? Gar nicht so unmöglich – dauert nur ein paar (viele!) Jahre. (©Facebook/StarWars.de 2016)

Außer Kontrolle geratene Roboter und dem Größenwahn verfallene künstliche Intelligenzen: Hollywood liebt den Kampf zwischen Mensch und Maschine. Doch was ist wirklich dran an den düsteren Zukunftsfantasien?

Das IT-Unternehmen SolarWinds hat sie einem Realitätscheck unterzogen und wagt eine Prognose, wann diese Technologien real werden könnten.

1. Agent Smith ("Matrix"-Trilogie, 1998-2003)

 Ein Agent Smith war für die "Matrix"-Trilogie nicht genug... fullscreen
Ein Agent Smith war für die "Matrix"-Trilogie nicht genug... (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

In Form von persönlichen Assistenten wie Siri, Google Now oder Cortana haben künstliche Intelligenzen längst Einzug in unser Leben erhalten. Doch auch wenn berühmte Forscher wie Stephen Hawking davor warnen, dass uns Computer irgendwann überlegen sein könnten, sind wir von einem Agent Smith, wie wir ihn aus der "Matrix"-Trilogie kennen, noch weit entfernt. Problem laut SolarWinds: Auch wenn es bereits möglich ist, mit einer Computer-Hirn-Schnittstelle zum Beispiel Roboter-Exoskelette zu steuern, existiert noch kein Weg, um Software auf Menschen zu übertragen und so die Kontrolle über sie zu übernehmen.

Mögliches Jahr einer (Prototyp-)Umsetzung: 22. Jahrhundert

2. HAL 9000 ("2001: Odyssee im Weltraum", 1968)

 Optisch ist Hal 9000 nicht gerade ansprechend ... fullscreen
Optisch ist Hal 9000 nicht gerade ansprechend ... (©picture alliance 2016)

Ein Computer, der menschliche Sprache nachahmen kann und Emotionen empfindet? Als 1968 Stanley Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" erschien, war das undenkbar und furchteinflößend. Heute verursachen sprechende Computer bei den meisten von uns nur noch ein müdes Lächeln. Und auch Rechner mit Gefühlen sind laut SolarWinds keine Utopie mehr: Verschiedene Projekte wie der Roboter "Erica" aus Japan, der mehr als 60 menschliche Gesichtsausdrücke beherrscht oder Roboter "Kismet" vom MIT in Boston, der zu quengeln anfängt, wenn man sich nicht mit ihm beschäftigt, zeigen, dass Emotionen bis zu einem gewissen Grad schon heute programmierbar und damit erlernbar für Maschinen sind.

Mögliches Jahr einer Umsetzung: Prototyp: 2016

3. Megatron ("Transformers"-Reihe, 2007-2016)

 Der gemeine Pöbel hat vor Megatron gefälligst auf die Knie zu gehen. fullscreen
Der gemeine Pöbel hat vor Megatron gefälligst auf die Knie zu gehen. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

Erst kürzlich gelang es einem türkischen Unternehmen, einen BMW so zu modifizieren, dass er die Gestalt eines Transformers annehmen kann. Doch wie weit ist die Wissenschaft davon entfernt, einen echten Transformer wie Megatron zu bauen? Laut SolarWinds wäre das kleinste Problem wahrscheinlich die Feuerkraft, da das Militär schon jetzt über entsprechend bestückte Drohnen verfügt. Auch die Flugfähigkeit wäre natürlich kein Problem. Die Umwandlung eines großen Roboters in einen Kampfjet würde allerdings schwer werden, da es noch keine entsprechenden Materialien gibt, die robust genug sind. Und auch an den Nahkampffähigkeiten hapert es vorerst, selbst wenn es mittlerweile Roboter gibt, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Kilometern pro Stunde laufen können und eigenständig wieder aufstehen, wenn sie gestürzt sind.

Mögliches Jahr einer Umsetzung: Prototyp: 21. Jahrhundert, Eingebautes Waffenarsenal: 2016

4. Roy Batty ("Blade Runner", 1982)

 Nicht traurig sein, Roy Batty! fullscreen
Nicht traurig sein, Roy Batty! (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

Roboter, die auf den ersten Blick nicht mehr von Menschen zu unterscheiden sind, sind spätestens seit "Blade Runner" nicht mehr aus dem Sci-Fi-Genre wegzudenken. Wie gefährlich solch ein Zukunftsszenario für die Menschheit werden könnte, zeigte uns Rutger Hauer in der Rolle des mordenden Replikanten Roy Batty. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass uns bald Androiden über den Weg laufen, ohne dass wir es merken? Die IT-Experten bei SolarWinds prognostizieren, dass es mindestens noch 30 Jahre dauern wird. Problem: Laut der Theorie des sog. "uncanny valley" fällt es uns Menschen schwer, Roboter, die zu menschenähnlich aussehen, zu akzeptieren. Erst ab einer fotorealistischen Ähnlichkeit würden wir beim Anblick eines Androiden nicht mehr misstrauisch werden.

Mögliches Jahr einer (Prototyp-)Umsetzung: um 2050

5. Darth Vader ("Star Wars", Episode IV bis VI, 1977-1983)

 Bis es einen Anzug à la Darth Vader gibt, werden noch einige Jahre ins Land ziehen müssen. fullscreen
Bis es einen Anzug à la Darth Vader gibt, werden noch einige Jahre ins Land ziehen müssen. (©dpa 2016)

Um einen echten Darth-Vader-Anzug zu bauen, wären laut SolarWinds drei Technologien nötig: Roboter-Arme und -Beine, ein in eine Rüstung integriertes Lebenserhaltungssystem und ein Helm mit eingebautem Sprachverstärker und elektronischem Sprachprozessor. Während das nötige Know-how für einen Darth-Vader-Helm bereits jetzt zur Verfügung steht, gestaltet sich der Anzug deutlich schwieriger. Zwar werde schon an Roboter-Gliedmaßen geforscht, die an das menschliche Nervensystem gekoppelt werden können, jedoch eine Rüstung mit Lebenserhaltungssystem inklusive Dialyse und künstlicher Lunge ist im Moment noch unmöglich.

Mögliches Jahr einer Umsetzung: Anzug: 22. Jahrhundert, Helm: 2016

6. T-800 ("Terminator", 1984)

 In "Terminator: Genisys" gab es ein Wiedersehen mit dem legendären T-800. fullscreen
In "Terminator: Genisys" gab es ein Wiedersehen mit dem legendären T-800. (©picture alliance/AP Photo 2016)

Er war der endgültige Durchbruch Arnold Schwarzeneggers und bleibt bis heute eine der beängstigendsten Zukunftsvisionen der Filmgeschichte: der Terminator T-800. Und auch in der Realität laufen bereits Forschungen, die in diese Richtung gehen. Zum Glück steckt die Wissenschaft in den meisten Bereichen noch in den Kinderschuhen, auch wenn zum Beispiel bei neuronalen Netzwerken in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht wurden. Von lebendigem Gewebe, das über einem vollautomatischen Metall-Endoskelett wächst, sind wir aber noch einige Jahrzehnte entfernt.

Mögliches Jahr einer (Prototyp-)Umsetzung: 21. Jahrhundert

7. T-1000 ("Terminator 2: Tag der Abrechnung", 1991)

 In dieser Szene erschien der T-1000 ausnahmsweise mal als Mensch. fullscreen
In dieser Szene erschien der T-1000 ausnahmsweise mal als Mensch. (©KPA 2016)

In zweiten Teil der "Terminator"-Reihe machte ein neueres Modell des T-800 Arnold Schwarzenegger das Cyborg-Leben schwer. Der T-1000 war vor allem wegen seiner Fähigkeit, jede beliebige Form anzunehmen, ein fieser Gegner. Doch es gibt Grund zur Beruhigung: Auch wenn bereits an flüssigem Metall, das aus Nanobots besteht und unterschiedliche Formen annehmen kann, geforscht wird, ist an eine kommerzielle Nutzung dieser Technologie noch lange nicht zu denken.

Mögliches Jahr einer (Prototyp-)Umsetzung: 21. Jahrhundert

8. Ultron ("Avengers: Age of Ultron", 2015)

 Ultron kann niemans so schnell etwas anhaben. fullscreen
Ultron kann niemans so schnell etwas anhaben. (©picture alliance/AP Photo 2016)

Die Avengers konnten ihn nur knapp und mit geballter Superhelden-Power davon abhalten, die Erde zu zerstören und die Menschheit auszulöschen. Umso besorgniserregender wäre ein echter Ultron. Doch keine Panik: Nicht nur die Tatsache, dass Ultron aus einem fiktiven Material namens Vibranium besteht, verhindert die Real-Life-Umsetzung in absehbarer Zeit. Auch echte Levitation durch Schwerkraft mit abstoßender Wirkung ist bisher nicht bekannt.

Mögliches Jahr einer Umsetzung: Anzug: 22. Jahrhundert

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