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Wissen, was gemeint ist: Unser großes Glossar der Filmbegriffe

Club der toten Dichter
Club der toten Dichter

Es gibt Begriffe, die einem immer wieder unterkommen, von denen man aber nie so recht weiß, was sie genau bedeuten. Für Filme und Serien schaffen wir jetzt Abhilfe – mit unserem Glossar mit den wichtigsten Filmbegriffen und Definitionen.

Adaption

Wenn ein literarisches Werk (Roman, Comic, Bühnenstück) für Film oder Fernsehen übernommen wird.

Animationsfilm

Ein anderer Begriff für Trickfilm. Dabei können unterschiedliche Techniken Verwendung finden wie Zeichentrick oder Legetrick. Meist sind heute aber Computeranimationen gemeint. Filmbeispiele: "Findet Nemo", "Schneewittchen", "Der fantastische Mr. Fox".

Antagonist

Gegenspieler/Widersacher des Protagonisten bzw. Helden. Meist verfügen Antagonisten über wenig Moral. Thanos ist beispielsweise in "Infinity War" und "Endgame" der Gegenspieler der Avengers, Pennywise der Antagonist des Losers-Clubs in "Es".

Antiheld

Gegensatz zum Held. Während ein Held über überdurchschnittliche Fähigkeiten und positiven Tugenden verfügt, ist der Antiheld oft eher ein Underdog. Beispiele: Lou Bloom aus "Nightcrawler", Deadpool und der Fahrer aus "Drive".

Deadpool ist das Paradebeispiel eines Antihelden.

(Ausführender) Produzent

Person, die verantwortlich für die Gesamtherstellung eines Films ist. Der Produzent koordiniert und engagiert Künstler sowie Techniker und ist für die Finanzierung zuständig. Bei Bedarf kann er sich auch in künstlerische Fragen einmischen. Der ausführende Produzent hat eine übergeordnete Position inne und verantwortet mehrere Projekte gleichzeitig. Er engagiert Produzenten, die für einen Film verantwortlich zeichnen.

Aus dem Off sprechen

Wenn jemand etwas zur Story erzählt, jedoch nicht zu sehen ist, spricht er "aus dem Off". Die Bezeichnung verweist auf den Off-Screen-Bereich, also alles, was außerhalb von Leinwand und Bildschirm existiert, aber nicht zu sehen ist.

Behind-the-Scenes

Filmmaterial, das Eindrücke hinter den Kulissen zeigt. Das können Pannen beim Dreh sein sowie Produktionsfortschritte oder Aufbau und Gestaltung des Sets.

B-Movie

Darunter versteht man einen sehr günstig und schnell gedrehten Film, der es oft nicht ins Kino schafft. Stattdessen wird er im Fernsehen oder auf Streamingdiensten gezeigt.

Box Office

Damit werden im Fachjargon die Einspielergebnisse eines Films an den Kinokassen bezeichnet. Die Einnahmen aktueller und vergangener Kinofilme lassen sich unter anderem auf Box Office Mojo nachlesen.

Breakdown

Wird zum Beispiel ein Trailer Frame für Frame (oder zumindest sehr detailliert) analysiert, spricht man von einem Breakdown. Der Trailer wird "heruntergebrochen", so wie hier bei "Avengers: Endgame".

Cameo

Überraschungsauftritt eines Stars. Als legendär gelten beispielsweise die Cameo-Auftritte von Stan Lee in den zahlreichen Marvel-Blockbustern.

CGI

Abkürzung für den englischen Fachausdruck Computer Generated Imagery. Dabei werden Bilder mithilfe von Computergrafik erstellt und anschließend in Film- oder Serienproduktionen verwendet, wo sie als visuelle Effekte auftreten. Ein Film oder eine Serie kann komplett aus CGI bestehen (z. B. "Minions") oder durch Computeranimationen aufgewertet werden (z. B. "Game of Thrones").

Ich einfach unverbesserlich fullscreen
Belloooooooooo!

Cliffhanger

Endet ein Film oder eine Episode an einem besonders spannenden Moment, spricht man von einem Cliffhanger. Der Zuschauer wartet gespannt auf die Fortsetzung.

Continuity

Am Set werden einzelne Szenen oft mehrfach gedreht. Umso wichtiger ist, dass das Glas immer gleich voll ist, die Zigarette nicht zu weit geraucht wurde und die Uhrzeit im Hintergrund nicht plötzlich zwei Stunden vorspringt. treten solche Pannen auf, spricht man von einem Continuity-Fehler, auch Anschlussfehler genannt.

Credits

Die Nennung von Cast und Crew im Vor- und/oder Abspann.

Cross-Over

Im Bereich von Film und Fernsehen wird von einem Cross-Over gesprochen, wenn ein bestimmter Charakter plötzlich in einer anderen Serie oder einem anderen Film auftaucht. Beispiel: Kate Walsh spielte zunächst in "Grey's Anatomy" Addison Montgomery, erhielt dann mit "Private Practice" ihre eigene Spin-off-Serie. Sie kehrte aber immer wieder ins Seattle Grace Hospital zurück, wodurch es zum Cross-Over beider Serien kam.

DCEU

Abkürzung für das Film-Franchise DC Extended Universe, das aktuell (Stand Mai 2019) sieben Filme umfasst: "Man of Steel", "Batman v Superman: Dawn of Justice", "Suicide Squad", "Wonder Woman", "Justice League", "Aquaman" und "Shazam!". Sechs weitere Filme sind derzeit in Arbeit.

Director's Cut

Eine vom Regisseur nachträglich veröffentlichte Schnittversion des Films, die oft länger ist und stärker der künstlerischen Intention des Machers entspricht. Prominente Beispiele sind "Blade Runner" oder "Das Boot".

Embargo

Über viele Filme oder Serien darf erst ab einem bestimmten Zeitpunkt berichtet werden. Bis dahin muss das sogenannte Embargo eingehalten werden: das Verbot, bis zu einem konkreten Termin über das jeweilige Projekt zu sprechen.

Featurette

Vgl. Behind-the-Scenes. Ein längerer Clip, der Eindrücke vom Set, den Dreharbeiten oder anderen Ereignissen jenseits des eigentlichen Films zeigt. Meist als Extra auf der Heimkinoversion zu finden.

Franchise

Darunter versteht man eine Vielzahl an Filmen und Serien zu einem Thema. "Star Wars" zum Beispiel ist ein besonders umfangreiches Franchise, das nicht nur aus der Hauptreihe, sondern auch aus Spin-off-Filmen und Serien besteht. Oft werden auch Merchandise-Artikel, Computerspiele und andere Erzeugnisse zum Franchise hinzugezählt.

Free-TV

Gegensatz zu Pay-TV. Filme, Serien, Shows und Co. sind unverschlüsselt zu empfangen. Sie finanzieren sich entweder über Gebühren (öffentlich-rechtliches Fernsehen) oder durch Webeeinnahmen (Privatsender).

FSK

Abkürzung für Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Damit sprechen die Verleiher eine Empfehlung aus, ab welchem Alter ein Film geeignet ist. Bei Kinofilmen und den Heimkinoversionen am Hinweis FSK 0, FSK 6, FSK 12, FSK 16 oder FSK 18 zu erkennen.

Jumpscare

Dieser Begriff bezeichnet einen Schockmoment in einem Film oder einer Serie. Ein häufig verwendetes Stilmittel in Horrorfilmen, auf das mal mehr und mal weniger subtil hingearbeitet wird.

Live-Action-Verfilmung

Auch Realfilm oder Realverfilmung. Der Begriff bezeichnet Filme und Fernsehserien, die neben animierten Elementen auch echte Schauspieler beinhalten. Derzeit bringt Disney viele seiner Zeichentrickklassiker als Realverfilmungen heraus. "Die Schöne und das Biest", "Dumbo" und demnächst "Der König der Löwen" sind drei davon.

Making-of

Vgl. Featurette und Behind-the-Scenes. Ein Making-of-Video gibt Einblicke in die Produktion und hinter die Kulissen.

McGuffin

Der Begriff wurde von Alfred Hitchcock geprägt und bezeichnet einen Gegenstand, der das Interesse des Zuschauers weckt bzw. die Handlung vorantreibt oder auslöst, dabei selbst aber keine spezifische Rolle spielt. Ein berühmtes Beispiel ist der Koffer aus "Pulp Fiction".

MCU

Abkürzung für das Filmfranchise Marvel Cinematic Universe. Es besteht aktuell aus drei Phasen, die 23 Filme umfassen. Phase 1 begann 2008 mit dem ersten "Iron Man"-Teil, "Spider-Man: Far From Home" beendet Phase 3.

Miniserie

Ist ein sehr langer Fernsehfilm in mehrere Episoden unterteilt, wird von einer Miniserie gesprochen. Inzwischen werden aber auch Serien von Anfang an als Miniserie produziert. So besteht "Chernobyl" lediglich aus fünf Episoden, "When They See Us" sogar nur aus vier.

MonsterVerse

Ein von Warner Bros. und Legendary Entertainment kreiertes Franchise, das nicht nur Filme, sondern auch Comics und Bücher umfasst. Der cineastische Startschuss fiel 2014 mit "Godzilla", 2017 ging es mit "Kong: Skull Island" weiter. Bevor sich 2020 die beiden Riesen in "Godzilla vs. Kong" duellieren, bekommt die gigantische Echse 2019 in "Godzilla: King of the Monsters" einen weiteren Soloauftritt.

Motion Capture

Werden die Bewegungen und die Mimik eines Schauspielers auf eine animierte Figur übertragen, spricht man von Motion Capture (alternativ auch Performance Capturing). Dazu werden auf Körper und Gesicht des Darstellers Marker gesetzt, die mithilfe von Computertechnik auf die Animation übertragen werden. So wurde zum Beispiel aus Andy Serkis der Schimpanse Caesar in den neuen "Planet der Affen"-Filme und aus Benedict Cumberbatch in der "Hobbit"-Trilogie der Drache Smaug.

Pay-TV

Gegensatz zu Free-TV. Hierbei handelt es sich um Bezahlfernsehen, das Spartenprogramme anbietet. Bekanntester Pay-TV-Anbieter in Deutschland ist Sky.

Post-Credit-Szene

So werden Szenen bezeichnet, die erst nach dem Abspann zu sehen sind und Hinweise auf den nächsten Film der Reihe geben oder als Zusatz zum Film gesehen werde können. Vor allem durch die Marvel-Blockbuster haben sich Post-Credit-Szenen etabliert.

Postproduktion

So wird die Zeit nach dem Ende der Dreharbeiten und vor dem Kinostart genannt. Sie umfasst unter anderem Schnitt, Nachsynchronisation und visuelle Effekte.

Prequel

Ein Film einer Reihe, der nach dem Hauptfilm gedreht wurde, chronologisch aber vor ihm spielt. Die "Hobbit"-Trilogie zum Beispiel wurde nach der "Herr der Ringe"-Trilogie gedreht, spielt jedoch davor und ist demnach eine Prequel-Trilogie.

Preview

Der englische Begriff für Vorschau. Dabei kann es sich um erstes Videomaterial zur nächsten Serienepisode handeln (wie es zum Beispiel bei "The Walking Dead" und "Game of Thrones" zum Einsatz kommt), allerdings spricht man auch bei frühen Vorabvorführungen von einer Preview. Damit möchten Produktionsfirmen die Reaktionen des Publikums testen, um gegebenenfalls Nachdrehs zu veranlassen.

Primetime

Die Primetime betrifft das Fernsehprogramm und bezeichnet die Zeit zwischen 20:00 Uhr und 23:00 Uhr, zu der die meisten Menschen den Fernseher einschalten. Dieser Zeitraum ist somit für Werbekunden am attraktivsten.

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Abends schalten die meisten Menschen ihren Fernseher ein.

Protagonist

Der Hauptdarsteller bzw. Held der Geschichte.

Reboot

Die Neuinterpretation eines früheren fiktionalen Werkes, die dessen Gültigkeit nicht anerkennt. Ein Reboot wird oft als Neubeginn einer Franchise-Reihe verstanden. Bekannte Beispiele sind die "Batman"-Trilogie von Christopher Nolan und die "Star Trek"-Filme von J. J. Abrams.

Recap

Hierbei handelt es sich um die Nacherzählung beispielsweise einer Serienepisode. Diese kann schriftlich erfolgen (wie bei uns zu "Game of Thrones" oder "The Walking Dead") oder innerhalb einer Serie durch eine Stimme aus dem Off.

Remake

Neuverfilmung eines sehr bekannten oder bereits verfilmten Stoffes. Zum Beispiel wurde der Monumentalfilm "Ben Hur" (1959) 2010 und 2016 neu verfilmt. Weitere Beispiele: "King Kong", "Titanic", "Romeo und Julia".

Review

Der englische Begriff für eine Rezension oder Besprechung einer Serie oder eines Films.

Sequel

Fortsetzung eines erfolgreichen Films, deren Handlung an den Vorgänger anknüpft. Im Idealfall ist der Cast identisch. "Star Wars: Die letzten Jedi" ist zum Beispiel das Sequel zu "Star Wars: Das Erwachen der Macht".

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"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" ist das Sequel zu "Star Wars: Die letzten Jedi".

SFX

Fachbegriff für Sound Effects, wird aber auch als Bezeichnung für Special Effects verwendet.

Showrunner

Verantwortet das Tagesgeschäft einer Serie – geschäftlich wie kreativ – und hat sich meist auch das Konzept der Serie ausgedacht. Der Showrunner entscheidet, welche Richtung eine Serie einschlägt, und hat damit eine höhere Entscheidungsbefugnis als der Regisseur. Ablauf der Produktion, Engagement von Cast und Crew sowie die Finanzen obliegen dem Showrunner.

Sneak Preview

Immer mehr Kinos bieten sogenannte Sneak Previews an, bei denen die Zuschauer vorab nicht wissen, welcher Film gezeigt wird. Meist handelt es sich um einen Film, der in den darauffolgenden Wochen im Kino startet.

Spin-off

Erhält ein Charakter oder eine Figur aus einem Film oder einer Serie einen eigenen Ableger, spricht man von einem Spin-off. "Solo: A Star Wars Story" ist ein Spin-off der "Star Wars"-Reihe. "Private Practice" ist ein Spin-off zu "Grey's Anatomy".

Stop-Motion

Bei einem Film, der im Stop-Motion-Verfahren gedreht wird, nimmt die Kamera immer eine Einzelaufnahme einer Zeichnung oder eines Modells auf. Anschließend wird das Motiv minimal verändert und erneut aufgenommen. Schnell abgespielt ergibt sich daraus ein Bewegtfilm. Prominente Beispiele: "Der fantastische Mr. Fox", "Coraline" und "Isle of Dogs".

Teaser

Bevor ein neuer Film in die Kinos oder eine Serie ins Fernsehen kommt, werden ein oder mehrere Teaser veröffentlicht. Sie sollen beim Zuschauer Neugierde und Interesse wecken. Meist erscheint der erste Teaser zu einem Film rund sechs Monate vor Kinostart. Später folgen weitere Teaser sowie längere Trailer.

Trailer

Der Trailer ist die längere und gehaltvollere Version des Teasers. Im Vergleich zum Teaser verrät der Trailer nähere Informationen zur Handlung.

VFX

Bezeichnet die visuellen Effekte, ist in Abgrenzung zu SFX zu sehen. Während die Spezialeffekte bereits während der Dreharbeiten zum Einsatz kommen, werden visuelle Effekte erst in der Postproduktion mithilfe von Computeranimation hinzugefügt. Mit den Jahren ist der VFX-Bereich immer bedeutender für die Filmproduktion geworden, weshalb heutzutage rund ein Drittel des Gesamtbudgets in die Produktion visueller Effekte fließt.

Die vierte Wand durchbrechen

Wenn ein Charakter den Blick direkt in die Kamera richtet und beginnt, mit dem Zuschauer zu sprechen, durchbricht er "die vierte Wand". Bekannte Beispiele sind Ryan Reynolds als Deadpool in seinen beiden Filmen sowie Kevin Spaces als Frank Underwood in "House of Cards".

Wilhelmsschrei

Diesen Schrei hat vermutlich jeder schon einmal gehört, der Soundeffekt kommt in sehr vielen Filmen vor. Meist steht er in Verbindung mit jemandem, der große Schmerzen erleidet oder in die Tiefe stürzt. Für Filmschaffende ist es zum Running Gag geworden, den Wilhelmsschrei einmal im Film ertönen zu lassen.

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