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Wundermittel CGI: 7 Schauspieler, die digital überarbeitet wurden

Auch bei Hollywood-Schönheit Dakota Johnson wurde mittels CGI auf pikante Weise getrickst.
Auch bei Hollywood-Schönheit Dakota Johnson wurde mittels CGI auf pikante Weise getrickst. (©Doane Gregory/Universal Pictures 2017)

Nachdem ganze Welten und fiese Monster per Computergrafik zum Leben erweckt wurden, ist es mittlerweile auch üblich, per CGI bei dem einen oder anderen Darsteller nachzuhelfen. Jünger, dünner oder gleich ein neues Gesicht? Diese sieben Schauspieler wurden für die Traumfabrik bereits digital überarbeitet.

Um den CGI-Aufwand hinter den Verschönerungen und körperlichen Rundum-Verwandlungen der einzelnen Schauspieler anschaulicher zu machen, haben wir ihnen jeweils einen Schummel-Faktor zwischen 1 (vergleichsweise geringer Aufwand) und 5 (enorm nachgearbeitet) zugewiesen.

1. Chris Evans in "Captain America: The First Avenger"

Wo andere in der Nachbearbeitung an Muckis zulegen, musste Chris Evans ("Begabt - Die Gleichung eines Lebens") für die Origin-Story des Marvel-Helden Captain America einiges an Muskeln lassen. Um auch den mageren, kleinen Steve Rogers vor seiner Transformation zum Super-Soldaten spielen zu können, setzte Evans dabei allerdings lieber auf nachträgliche CGI-Bearbeitung, anstatt sich von einem Body-Double vertreten zu lassen.

"Was sie ursprünglich vorschlugen, war [...]: 'Wir packen deinen Kopf auf den Körper eines kleineren Schauspielers'", verriet der Cap-Darsteller im Interview mit MTV. "Ich war dagegen. [...] Ich fühlte mich nicht wohl damit, jemand anderen den Körper übernehmen zu lassen, der Körper ist ein großer Teil des Schauspiel-Puzzles." So habe man letztlich in 80 Prozent der Szenen CGI genutzt, um Chris Evans digital schrumpfen zu lassen und nur bei absoluter Bewegungslosigkeit auf einen Doppelgänger für den Körper zurückgegriffen.

Schummel-Faktor: 4

2. Nicolas Cage in "Ghost Rider"

Nicolas Cage ("Nur noch 60 Sekunden") spielte nicht nur die Hauptrolle in "Ghost Rider", der Schauspieler selbst ist auch ein begeisterter Anhänger der zugehörigen Comicreihe. Seine Fan-Liebe ging sogar unter die Haut: Auf einem Arm des Hollywood-Stars prangt ein Abbild des höllischen Antihelden in Form eines brennenden Totenkopfs. Für Cages Part als Johnny Blaze musste dieses laut Looper jedoch in allen Szenen nachträglich per CGI entfernt werden. Vermutlich wäre es einfach zu merkwürdig gewesen, hätte Blaze seinen Pakt mit dem Teufel bereits in Form eines Tattoos vorausgesehen.

Schummel-Faktor: 2

3. Kristian Nairn in "Game of Thrones"

Auch die Erfolgsserie "Game of Thrones" kam nicht ohne die Überarbeitung seiner Darsteller aus. In der ersten Staffel zeigt sich der sanftmütige Riese Hodor nackt – und einem entsprechend übermenschlich großen Geschlecht. Dass hier mit Plastik und CGI künstlich nachgeholfen wurde, bestätigte "Game of Thrones"-Schauspieler Kristian Nairn später selbst im Interview mit GQ. Die Serienmacher sollen ihm für die perfekte Illusion sogar zwei unterschiedliche behaarte Penis-Prothesen präsentiert haben, sodass Nairn die Wahl hatte, mit welchem "Ersatz" er sich wohler fühlte. Befestigt wurde Hodors bestes Stück anschließend mit einem String, der dank Nachbearbeitung im finalen Schnitt nicht zu sehen ist.

Schummel-Faktor: 3

4. Dakota Johnson in "Fifty Shades of Grey"

Ähnlich pikant fielen die Nachbearbeitungen für das Team hinter der Bestsellerverfilmung "Fifty Shades of Grey" aus. Der Grund: Für die zahlreichen Nacktszenen trug Aktrice Dakota Johnson ("How to Be Single"), die die Grey-Geliebte Anastasia Steele verkörperte, eine hautfarbene Abdeckung über ihrem Intimbereich, die später am Computer wegretuschiert werden musste. Doch damit war die Arbeit der CGI-Experten nicht getan. Laut Crew-Mitglied Seamus McGarvey wurden in der Postproduktion zudem sämtliche Schamhaare hinzugefügt. "Ich würde nicht gerade sagen, dass das eins der Highlights meiner Karriere war, aber es war mit Sicherheit eine der surrealsten Szenarios", so McGarvey im Gespräch mit der New York Times. "Wir hatten ein Po-Double für Dakota. Ich hatte das Vergnügen, einen nicht-tätowierten Hintern zu casten – surreales Szenario Nummer Zwei."

Schummel-Faktor: 5

5. Brad Pitt in "Der seltsame Fall des Benjamin Button"

In einer Zeit in der Hollywood-Stars dank Schönheitschirurgie aussehen, als könne ihnen das Alter nichts anhaben und oft faltenfreier sind als ein frisch gebügeltes Hemd, passt die Geschichte von "Der seltsame Fall des Benjamin Button" wie die Faust aufs Auge. Denn: In dem Drama kommt der Protagonist als alter Greis zur Welt und wird über die Jahre immer jünger, bis er schließlich als Baby sein Leben lässt. Noch beeindruckender als die Story ist allerdings das Werk der Maskenbildner und Computerspezialisten, die Hauptdarsteller Brad Pitt ("Allied – Vertraute Fremde") mal sehr alt und dann wieder sehr jung aussehen ließen. Da ist es wenig verwunderlich, dass sowohl Make-up als auch die visuellen Effekte 2009 mit jeweils einem Oscar ausgezeichnet wurden.

Schummel-Faktor: 5

6. Der komplette Cast von "Glee"

Dass die CGI-Überarbeitung keine Altersgrenzen kennt, zeigt sich auch am Beispiel der Teenie-Serie "Glee". Um die singenden Schüler von Musik-Clubleiter Will "Mr. Schue" Schuester (Matthew Morrison) möglichst perfekt aussehen zu lassen, radierten die Serienmacher per Computer ausgerechnet eines der typischsten Teenie-Makel aus: Akne. Es soll tatsächlich eigens Mitarbeiter gegeben haben, die Folge für Folge jeden Pickel von Rachel, Finn und Co. verschwinden ließen. Die vielen Slushie-Duschen dürften die Haut der TV-Außenseiter zumindest nicht so reingewaschen haben.

Schummel-Faktor: 1

7. Henry Cavill in "Justice League"

Einen nicht eingeplanten CGI-Aufwand verursachte zuletzt auch die Gesichtsbehaarung von Schauspieler Henry Cavill ("Man of Steel"). Beim Nachdreh einiger Szenen für den kommenden DC-Blockbuster "Justice League" schlug der Superman-Darsteller nämlich mit einem Schnurrbart auf, den er aufgrund laufender Arbeiten an "Mission: Impossible 6" nicht entfernen durfte. Da Kal-El allerdings mit glatt rasiertem Antlitz bekannt ist, bedeutete der Bart zusätzliche Kosten für das Studio Warner Bros. Prompt wurde der Schnäuzer zum Zankapfel zwischen Warner und Paramount, den Verantwortlichen hinter "M:I 6". Im Netz machte der Vorfall später unter dem Schlagwort "Moustachegate" die Runde und sorgte für Erheiterung bei den Fans, die ihr Bearbeitungstalent wiederum in zahlreichen Memes unter Beweis stellten.

Schummel-Faktor: 2

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