Zeit für den "The Walking Dead"-Film! Diese Storylines wünsche ich mir

Was würde Fans und Figuren in einem "The Walking Dead"-Film wohl erwarten? Ich hab mal rumgesponnen.
Was würde Fans und Figuren in einem "The Walking Dead"-Film wohl erwarten? Ich hab mal rumgesponnen. (©Gene Page/AMC 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Seit Franchise-Chef Scott M. Gimple 2016 zum ersten Mal die Möglichkeit eines "The Walking Dead"-Films in den Raum gestellt hat, geht der Gedanke den Fans einfach nicht mehr aus dem Sinn. Und auch ich finde: Es wird endlich Zeit für den großen "TWD"-Kinofilm. Mögliche Ideen für die Story habe ich auch gleich mit dabei. 

Erst kürzlich kam die Frage nach einem "The Walking Dead"-Film mal wieder auf. Grund genug für mich, mir konkrete Gedanken darüber zu machen, was ich mir von einer Kinofassung der Zombieapokalypse eigentlich in Sachen Handlung erhoffen würde.

Achtung, Spoiler!
Um Dir meine Ideen für einen "The Walking Dead"-Film präsentieren zu können, komme ich um den einen oder anderen Spoiler zu Staffel 8 leider nicht herum. Du liest also auf eigene Gefahr weiter.

1. Die Zeit zwischen Staffel 8 und Staffel 9

Der Krieg der vereinten Communitys gegen Negan und seine Saviors ist im Finale von Staffel 8 (endlich) erfolgreich zu Ende gegangen. Doch was kommt danach? In den Comics erwartet die Leser ein Zeitsprung von rund zwei Jahren (mindestens). Und inzwischen spricht auch einiges dafür, dass es diese Lücke in mehr oder weniger identischer Länge auch zwischen Staffel 8 und Staffel 9 der TV-Adaption geben wird.

Ich denke da etwa an die Bauanträge für eine riesige Windmühle auf dem Gelände des Alexandria-Sets, den neuen Wasserturm auf dem Hilltop oder auch den neuen Look von Rick und Co. sowie den Casting-Aufruf für zwei neue Figuren. All das spricht dafür, dass zwischen den beiden Seasons durchaus mehrere Monate, wenn nicht wirklich eher besagte zwei Jahre vergangen sein müssen (Hallo?! Maggies Haare?).

Doch was ist während der übersprungenen Monate geschehen? Scott M. Gimple ist durchaus nicht der Einzige, den diese Frage interessieren würde. Auch ich finde, dass es tatsächlich spannend sein könnte, nicht einfach nur den quasi fertigen Stand des Wiederaufbaus hin zu einer neuen "Zivilisation" präsentiert zu bekommen. Ein Film wäre da die perfekte Möglichkeit, diese Lücke (zumindest teilweise) zu schließen.

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Was wohl alles passiert ist, bevor Judith so groß (und Rick so grau) geworden ist?

2. Eine neue Geschichte – aber kein neues Spin-off

Ein eigener "The Walking Dead"-Film hätte aber noch ganz anderes Potenzial. Losgelöst von der Handlung der Originalserie eine neue Geschichte zu erzählen beispielsweise. Und zwar ohne gleich ein komplettes Spin-off aufzumachen. Nichts gegen "Fear the Walking Dead", aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Bedarf für noch einen eigenständigen Zweig. Selbst das von vielen Fans erhoffte Spin-off über Negan darf meiner Meinung nach gerne noch einige Zeit im Koffer bleiben.

Mit einem Film wäre das allerdings eine ganz andere Sache. Hier wäre mehr als genug Raum, um etwa die Hintergrundgeschichte der Lady-Community von Oceanside, die Gründung der Schrottplatz-Community oder tatsächlich die Machtübernahme von Negan bei den Saviors zu beleuchten. Auf die haben wir in Episode 15 von Staffel 8 immerhin bereits erste Andeutungen erhalten. Darauf ließe sich aufbauen.

Möglich wäre allerdings auch, eine der bisher noch nicht so stark beleuchteten Figuren in den Fokus zu rücken. Die Verantwortlichen von AMC könnten sich etwa Siddiq vornehmen, seinen Überlebenskampf seit Ausbruch der Zombieapokalypse in abendfüllender Länge ausarbeiten – und den neuen Arzt von Rick und Co. am Ende auf Carl treffen lassen. Ihre Berechtigung hätte eine solche Geschichte alleine schon durch den großen Einfluss, den die neue Figur in kürzester Zeit auf Grimes Junior (und sein Ableben) hatte.

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Wie ist es Siddiq wohl ergangen, bevor er in Staffel 8 auf Carl getroffen ist?

3. Winter Is Coming!

Ich weiß, auf diesem Punkt bin ich bereits früher herumgeritten ... Aber ich würde wirklich zu gerne endlich mal die kalte Jahreszeit in der Welt von "The Walking Dead" vertreten sehen. Das Ganze in der TV-Version einzubauen, gestaltet sich angesichts der hohen Temperaturen im US-Bundesstaat Georgia während der Drehphase von "TWD" offenbar eher schwierig. Was natürlich auch eine nachvollziehbare Budgetfrage ist.

In einem Film sähe das aber wieder ganz anders aus. Immerhin wird hier in der Regel eine deutlich größere Summe Geld in die Hand genommen als es in einer regulären Fernseh-Episode normalerweise der Fall ist. Und auch in Sachen CGI lassen sich Filmproduktionen normalerweise deutlich weniger lumpen.

Außerdem gibt es einiges, das (abgesehen von meiner eigenen Neugierde) für das Thema Winter in einem "The Walking Dead"-Film sprechen würde. Immerhin bringt die kalte Jahreszeit ganz eigene Überlebensherausforderungen mit sich. Selbst wenn die Beißer bei Temperaturen um und bei 0 Grad tatsächlich zu einer Art untoter Eiszapfen erstarrten, würden noch immer mehr als genug (lebensbedrohliche?) Schwierigkeiten auf Rick und Co. oder andere Figuren warten. Die wiederum wären für die eine oder andere interessante – und bisher noch nicht gesehene – Wendung in der Welt der Zombieapokalypse gut.

4. Wartet ab – und zeigt uns dann, was nach dem/im letzten großen Finale passiert

Eine weitere Möglichkeit, einen "The Walking Dead"-Film bereichernd ins Franchise einzubringen, wäre, ihn als erweitertes Ende zu nutzen. Wenn die Serie irgendwann in ferner Zukunft einmal enden sollte (AMC-CEO Josh Sapan plant noch für Jahrzehnte, nur mal so nebenbei ...), könnte eine Kinoversion den Machern entweder einen größeren Rahmen für das wirklich letzte Finale bieten. Oder als eine Art Nachwort einen Blick auf die Zeit nach dem Ende der Zombieapokalypse im TV werfen. Der einzige Haken an dieser Idee ist, dass wir in diesem Fall wohl noch laaaaange auf einen Beißer-Film warten müssten.

Fazit

"The Walking Dead" als Film auf die große Leinwand zu bringen, birgt einige vielversprechende Möglichkeiten in sich. Doch alles hängt davon ab, wie die Verantwortlichen an ein solches Projekt herangehen würden/werden. Egal, ob jetzt, bald oder in einigen Jahren: Wird das Ganze richtig angepackt, dürfte es bei den Anhängern der Zombieapokalypse auf ähnlich große Begeisterung stoßen, wie seinerzeit Staffel 1 von "The Walking Dead", die die damals noch neue Serie spontan in den absoluten Fan-Olymp katapultierte.

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