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Zum US-Wahlergebnis: 6 kuriose Filmpräsidenten

Ein Ex-Wrestler als Präsident? In "Idiocracy" harte Realität!
Ein Ex-Wrestler als Präsident? In "Idiocracy" harte Realität! (©Youtube/Solomon Sloan 2016)

Der bisher verrückteste US-Wahlkampf hat seine Pointe: Donald Trump ist – für viele überraschend – zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden. Wir stöbern zu diesem Anlass in der Filmgeschichte und präsentieren die sechs kuriosesten Leinwand-Präsidenten.

1. Merkin Muffley ("Dr. Strangelove")

Wie kommt man einer atomaren Bedrohung der ganzen Welt am besten bei? Mit vorsichtiger Diplomatie natürlich – aber vielleicht nicht ganz so vorsichtig, wie Präsident Merkin Muffley in Stanley Kubricks Satire "Dr. Strangelove oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben". Gleichermaßen beängstigend und zum Brüllen komisch ist die Szene, in der das überforderte US-Staatsoberhaupt dem russischen Präsidenten mit Samtstimme die drohende nukleare Apokalypse erklärt. Schauspieler Peter Sellers führt hier ein geniales Telefongespräch wie aus einem Beziehungsstreit im überfreundlichen Tonfall eines Kindergärtners. Dass sich das Desaster dadurch nicht aufhalten lässt, versteht sich von selbst.

2. James Marshall ("Air Force One")

Wenn Action-Veteran Harrison Ford einen US-Präsidenten spielt, kommt dabei selbstverständlich alles andere als ein besonnener Schreibtischtäter heraus. Sein charismatischer Haudegen James Marshall nimmt es an Bord der von Terroristen gekaperten Air Force One kurzerhand selbst mit den Schurken auf und setzt sich sogar eigenhändig ans Steuer des präsidialen Flugzeugs. Natürlich bleibt dazwischen auch immer Zeit für einen markigen Spruch für die Geschichtsbücher: "Raus aus meinem Flugzeug!"

3. Namenlose US-Präsidentin ("Iron Sky")

Was Hillary Clinton verwehrt blieb, ist in der Sci-Fi-Klamotte "Iron Sky" Wirklichkeit: An der Spitze der USA steht eine Frau. Die ist allerdings überdeutlich der republikanischen Politikerin Sarah Palin nachempfunden und vorrangig daran interessiert, möglichst schnell wiedergewählt zu werden. Dazu schreckt sie nicht einmal davor zurück, gemeinsame Sache mit den Nazis zu machen, die sich im Anschluss des Zweiten Weltkriegs auf die Rückseite des Mondes verkrochen hatten und auf ihr großes Comeback warten.

4. Dwayne Elizondo Mountain Dew Herbert Camacho ("Idiocracy")

Mike Judges Satire über eine verrohte und verblödete dystopische Gesellschaft ist stellenweise fast schon beängstigend nah an der Realität. Natürlich bekommt diese Gesellschaft auch den Präsidenten, den sie verdient: Dwayne Elizondo Mountain Dew Herbert Camacho ist ein ehemaliger Wrestler, ein Großmaul und Waffenheld, der seine Wähler mit zotigen Sprüchen und flashigen Outfits bei Laune hält. Immerhin ist er clever genug, in der Intelligenz des zeitreisenden Hauptcharakters "Average Joe" Bauers eine Chance für die Zukunft zu erkennen.

5. Baxter Harris ("Scary Movie")

Leslie Nielsen wurde als tölpeliger Polizist Frank Drebin in "Die nackte Kanone" zum Kult-Komödiant. Im Prinzip spielt er diese Rolle auch in den "Scary Movie"-Filmen – nur heißt er hier eben Baxter Harris und ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Staatsoberhaupt zeichnet sich durch vollkommene Inkompetenz, maßlose Tollpatschigkeit, Taktlosigkeit und ein zielsicheres Gespür für jedes noch so kleine Fettnäpfchen aus. Für die USA eine Katastrophe, für Leslie Nielsen die perfekte Rolle.

6. Präsident Rathcock ("Machete Kills")

Auch Charlie Sheen spielt in "Machete Kills" eine Präsidentenrolle, die ihm auf den Leib geschneidert ist: Sein Präsident Rathcock ist ein Playboy, dessen Kernprogrammpunkte der Ausbau des Weltraumprogramms, die Verteidigung des Rechts auf persönliche Bewaffnung mit aktiven Mitteln, der Bau einer Mauer gegen Einwanderer und die Legalisierung von Marihuana sind. Passt nicht zusammen? Egal, solange die Föhnfrisur sitzt!

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