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Zur US-Wahl: 8 Filme und Serien rund um den Wahlkampf

Frank Underwood (Kevin Spacey) zieht in "House of Cards" alle Register der politischen Intrige.
Frank Underwood (Kevin Spacey) zieht in "House of Cards" alle Register der politischen Intrige. (©David Giesbrecht/Netflix 2016)

In Kürze geht in den USA einer der härtesten und hässlichsten Präsidentschaftswahlkämpfe der Landesgeschichte zu Ende. Auf der Leinwand und im Fernsehen werden Wahlen schon viel länger mit harten Bandagen und miesen Tricks ausgefochten – zum Beispiel in diesen acht Politkrimis und Wahlsatiren.

1. "Wag the Dog" (1997)

Robert De Niro und Dustin Hoffman geben in dieser Kult-Komödie von 1997 ein fantastisches Team ab. Der Plot: Der US-Präsident hat kurz vor seiner Wiederwahl mit dem Vorwurf sexueller Belästigung zu kämpfen. Conrad Brean (De Niro), der Spin-Doctor des Präsidenten, wird beauftragt, die Sache unter den Teppich zu kehren und die Wahl zu retten. Seine Lösung: Er engagiert den Hollywood-Produzenten Stanley Motss (Hoffman) und erfindet mit seiner Hilfe zur Ablenkung einen medial aufwendig inszenierten Krieg gegen Albanien. "Wag the Dog" ist eine bitterböse und beklemmend realistische Satire über Macht und Manipulation, die stellenweise trotzdem schreiend komisch ist.

2. "Election" (1999)

Es muss nicht immer gleich die Präsidentschaftswahl sein. In "Election" ist selbst das Amt der Schulsprecherin einer High-School im Mittleren Westen heiß umkämpft. Reese Witherspoon spielt eine überambitionierte Schülerin, die im Kampf um den begehrten Posten alle Register ihres Könnens zieht. Auch wenn die Komödie an den Kinokassen floppte, wurde sie von Kritikern mit Lob überhäuft und gilt heute vor allem in den USA als Kultfilm. Reese Witherspoon wurde für ihre schauspielerischen Leistungen in "Election" gleich für mehrere Filmpreise nominiert.

3. "Swing Vote" (2008)

Das demokratische Credo "Jede Stimme zählt!" wird in dieser Komödie satirisch auf die Spitze getrieben. Als es bei der US-Wahl zu einem einmaligen Patt zwischen den beiden Kandidaten kommt, liegt der Ausgang der Wahl plötzlich in den Händen des völlig unpolitischen Losers Bud Johnson (Kevin Costner). Weil seine clevere Tochter ihn als Wähler registriert hat, hat er als Einziger seine Stimme noch nicht abgegeben. In der Folge richten Republikaner und Demokraten ihren Wahlkampf völlig auf Johnson aus – mit höchst kuriosen Ergebnissen.

4. "The Ides of March – Tage des Verrats" (2011)

Schon die US-Vorwahlen, in denen sich Demokraten und Republikaner auf ihre jeweiligen Kandidaten für die Präsidentschaft einigen, taugen für einen handfesten Politkrimi. George Clooney inszenierte in "The Ides of March" den Rachefeldzug eines jungen Kampagnenmanagers bei den Demokraten als Drama mit jeder Menge Starpower: Neben Clooney selbst und Ryan Gosling in der Hauptrolle spielen Philip Seymour Hoffman und Evan Rachel Wood mit. Beau Willimon, der am Drehbuch mitarbeitete, kam hier offenbar auf den Geschmack: Ein Jahr später wurde er zum federführenden Autor und Produzenten von "House of Cards".

5. "Die Qual der Wahl" (2012)

Wenn Will Ferrell und Zach Galifianakis die Hauptrollen übernehmen, ist klar, dass es sich bei "Die Qual der Wahl" wohl eher nicht um einen Wahlkrimi handelt. Die Story um Kongresswahlen in North Carolina ist hier vor allem der Aufhänger für allerlei zotige Witze, absurde bis peinliche Situationen und ein unterhaltsames Kräftemessen der beide Top-Komiker. Trotzdem bringt die Komödie auch immer wieder bitterböse Anspielungen auf den Politikbetrieb unter.

6. "House of Cards" (2013)

Wenn Frank Underwood (Kevin Spacey) nicht in die Politik gegangen wäre, hätte er auch als Mafiapate eine gute Figur abgegeben. Der Hauptcharakter im populären US-Remake der britischen Serie aus den 1990ern ist kaltblütig und absolut zielstrebig. Zwar intrigiert Underwood sich in den ersten Staffeln auch ganz ohne lästige Demokratie geschickt an die Spitze der USA. In der vierten Staffel bekommt er mit dem jungen und charismatischen Republikaner Will Conway (Joel Kinnaman) aber einen ernstzunehmenden Gegenspieler, den er mit allen Mitteln in Schach hält.

7. "Die Wahlkämpferin" (2015)

Sandra Bullock und Billy Bob Thornton liefern sich als Wahlkampfstrategen ein bitteres Gefecht hinter den Kulissen des Wahlkampfs. Beide wollen einem anderen Kandidaten in Bolivien zur Macht verhelfen und überbieten sich gegenseitig mit aggressiven Schmierkampagnen und abgekarteten Tricks. Am Ende steht die große Desillusionierung – und die Einsicht, dass es bei politischen Wahlen nicht bloß ums Gewinnen gehen sollte.

8. "Michael Moore in TrumpLand" (2016)

Michael Moores Überraschungsbeitrag zum diesjährigen US-Wahlkampf ist eigentlich die Aufzeichnung einer Bühnenshow, die er in einer erzrepublikanischen Stadt im Bundesstaat Ohio aufführte. Über knapp 70 Minuten analysiert Moore den Populismus, mit dem Donald Trump in den USA ungeahnten Zuspruch erringen konnte. Seine Botschaft: Verhindert Trump und wählt Hillary Clinton! Ob er mit diesem Plädoyer Erfolg hat, wird sich zeigen.

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