7 Dinge, die iOS 10 von Android klauen sollte

iOS 10 kann sich einige Dinge bei Android abschauen. iOS 10 kann sich einige Dinge bei Android abschauen. (© 2015 Picture Alliance/ Franziska Gabbert)

Noch ist unklar, welche neuen Features sich Apple für iOS 10 einfallen lässt. Ein paar könnte Apple dabei gerne von Android übernehmen. Wir zeigen Dir die besten Android-Funktionen, die iOS 10 klauen sollte.

Apples iOS und Googles Android sind die mit Abstand wichtigsten mobilen Betriebssysteme. Im Laufe der Jahre sind sich beide immer ähnlicher geworden. Das liegt auch daran, dass die Entwickler 1permanent voneinander lernen und sich neue Ideen bei der Konkurrenz abschauen. Trotzdem gibt es immer noch Bereiche in denen iOS besser funktioniert als Android – und umgekehrt. Wir haben uns deshalb mal sieben Features herausgesucht, die Apple für iOS 10 gern von Android abschauen darf.

1. Live-Hintergründe

Seit iOS 9 und dem iPhone 6s gibt es auch in iOS endlich etwas ähnliches wie Live-Hintergründe. Diese entstehen durch die sogenannten Live Photos, die sich bislang nur mit iPhone 6s und iPhone 6s Plus aufnehmen lassen, aber auch auf anderen Geräten angeschaut werden können. Im Endeffekt handelt es sich dabei allerdings "nur" um bewegte Bilder mit einer Länge von wenigen Sekunden. Echte Live-Hintergründe, also Hintergründe, die sich dauerhaft bewegen, sind das jedoch nicht. Die gibt es weiterhin nur unter Android. Einen Nachteil haben die schicken, bewegten Wallpaper jedoch auch: Sie fressen logischerweise mehr Akkuleistung als stille Hintergründe.

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Die Live Fotos vom iPhone 6s sind leider nicht mehr als ein guter Anfang. (© 2015 TURN ON)

2. Anpassung von Homescreen und Widgets

Auf dem Homescreen des iPhone tummeln sich üblicherweise App-Icons. Auf Android-Geräten kann das auch der Fall sein – muss aber nicht. Das Google-Betriebssystem gibt dem Nutzer nämlich deutlich mehr Freiheiten, was die Gestaltung des Smartphones anbelangt. Wer es lieber etwas aufgeräumter mag, kann die Auswahl auch auf die Apps beschränken und diese beliebig anordnen. Sogar die App-Symbole selbst lassen sich editieren. Noch umfangreicher werden die Anpassungsmöglichkeiten mit alternativen Benutzeroberflächen. Wer möchte, kann den Look von Android so auch grundlegend umkrempeln.

Hinzu kommen die Widgets. Die gibt es unter iOS zwar inzwischen auch, aber eben nicht auf dem Homescreen. Widgets sind im Prinzip Schaufenster für Apps. Anstatt nur das Symbol einer App auf dem Homescreen anzuzeigen, lassen sich so auch die Inhalte selbst abbilden. Wer möchte, kann damit etwa die neuesten WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails direkt auf dem Homescreen anzeigen lassen.

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Auf dem Homescreen von Android ist so ziemlich alles erlaubt. (© 2015 TURN ON)

3. Virtuelle Buttons

Der Home-Button auf dem iPhone hat durchaus seine Vorteile gegenüber den virtuellen Tasten auf Android-Geräten. Zudem setzt mit Samsung auch der größte Hersteller von Android-Smartphones ebenfalls auf einen echten Home-Button. Trotzdem könnte Apple sich einiges von den virtuellen Tasten auf Android-Geräten abschauen. So ist es für die Bedienung eines Smartphones unheimlich praktisch, wenn sich jederzeit ein Zurück-Button einblenden lässt, mit dem man als Nutzer einfach auf den vorherigen Bildschirm zurückspringen kann.

In iOS 9 gibt es zwar ebenfalls einen Zurück-Button, allerdings ist dieser weniger prominent untergebracht. Virtuelle Tasten müssen den klassischen Home-Button übrigens nicht ersetzen, sie können diesen auch ganz gut ergänzen.

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Die virtuellen Buttons von Android sind allgegenwärtig. (© 2015 TURN ON)

4. Bessere Status-Leiste

Die Status-Leiste, die sich mit einer Wischgeste vom oberen Bildschirmrand öffnen lässt, gibt es für iOS und Android gleichermaßen. Auf Android-Smartphones wirkt diese jedoch in der Regel deutlich aufgeräumter als beim iPhone und bietet dem Nutzer alle wichtigen Einstellungen auf einen Blick.

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Die Status-Bar von Android am Beispiel von LG. (© 2015 TURN ON)

5. Tagtraum

Ein nettes Feature, das Android iOS immer noch voraus hat, ist der Tagtraum. Hinter dem seltsamen Namen verbirgt sich nichts anderes als ein Bildschirmschoner, der immer dann eingeschaltet wird, wenn das Smartphone oder Tablet aufgeladen wird. Wer sein Gerät in der Nacht ans Stromnetz hängt, kann sich beispielsweise die Uhrzeit anzeigen lassen und das Smartphone so als Wecker nutzen. Alternativ kann man sich auch aufgenommene Fotos als Galerie anzeigen lassen. Insgesamt eine eher unspektakuläre Funktion, die ihren Weg jedoch gern auch zu iOS finden kann.

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Der Tagtraum gibt dem Display beim Laden etwas zu tun. (© 2015 TURN ON)

6. Ordnerstruktur

Ein brauchbarer Dateimanager, mit dem Nutzer ihre Daten auf Smartphone oder Tablet selbst verwalten können, ist unter iOS noch immer nicht zu finden. Dabei wäre dies angesichts der Tatsache, das immer mehr Daten auf den Smartphones lagern, eigentlich wünschenswert. Was spräche denn dagegen, Bilder, Dokumente und Musik in eigenen Ordnern abzulegen und zu sortieren? Android ist hier schon etwas weiter und bietet dem Nutzer die Möglichkeit genau das zu tun. Vielleicht wäre das für iOS 10 auch eine Idee.

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Eigentlich unverzichtbar: Ein Datei-Manager. (© 2015 TURN ON)

7. In- und Export von Daten ohne Zusatz-Software

iPhone per Kabel mit dem Rechner verbinden und einfach Daten austauschen? Das geht leider nur sehr eingeschränkt. So lassen sich zwar Bilder und Videos auf diese Weise vom Smartphone auf den PC übertragen, mit anderen Daten funktioniert dies jedoch nicht. Abhilfe verschafft teilweise das Programm iTunes, über welches die Kopplung zwischen Smartphone und Rechner möglich ist. Insgesamt wirkt dieses Verfahren jedoch reichlich antiquiert. Bei Android-Smartphones ist das hingegen kein Problem. Hier lassen sich nicht nur alle möglichen Daten vom Smartphone auf den PC übertragen, sondern auch umgekehrt.

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Vom PC aus hat man Zugriff auf die komplette Ordnerstruktur von Android-Geräten. (© 2015 Screenshot Microsoft/ TURN ON)