Alles im Blick: Panoramafotos mit dem Smartphone machen

Beeindruckend: ein Panoramafoto des Nationalstadions von Peking. Beeindruckend: ein Panoramafoto des Nationalstadions von Peking. (© 2015 CC: Flickr/See-ming Lee)

Du willst ein schönes Panoramafoto von einem imposanten Bergausblick oder einem idyllischen Sandstrand machen – nur Dein Smartphone spielt mal wieder nicht mit? Wir erklären, wie die Rundum-Bilder wirklich immer gelingen.

Für Panoramabilder braucht es nicht unbedingt eine Profikamera

Für Panoramafotos braucht es nicht unbedingt eine professionelle digitale Spiegelreflexkamera – auch mit dem Smartphone können recht passable Rundum-Bilder geschossen werden. Viele Handys haben dafür in der Standard-Foto-App einen speziellen Panorama-Modus. Beim iPhone 6 heißt dieser Modus beispielsweise "Pano". Bei anderen Smartphones verbirgt sich die Panoramafunktion manchmal beispielsweise hinter einem Icon mit einem Berg. Alternativ kannst Du auch kostenlose Panorama-Apps wie Panorama 360: The Big Picture für Android oder DMD Panorama für iOS nutzen, welche die Rundum-Aufnahme oftmals erleichtern. Besonders witzig ist die App Cycloramic, die den Vibrationsmotor des iPhone 6 nutzt. Somit musst Du für Panoramafotos das Smartphone nicht einmal selbst halten.

Basics für das Knipsen von 360-Grad-Fotos

Egal ob standardmäßig installierte Kamera-App oder Third-Party-Anwendung – für Panoramafotos muss stets ein Startpunkt festgelegt werden, an dem das erste Foto geschossen wird. Dann musst Du Dich mit dem Handy in der Hand um die eigene Achse drehen. Die Kamera-App gibt dabei vor, wie weit Du Dich bis zum nächsten Foto drehen musst. Um den Horizont möglichst gerade abzubilden, sollte das Smartphone langsam an einer Linie entlang geführt werden. Ist das Panoramafoto fertig, beendest Du die Aufnahme mit einem erneuten Tipp auf den Auslöser.

Panoramafotos für Fortgeschrittene

Wenn Du schon etwas geübter im Erstellen von Panoramafotos bist, kannst Du die Bilder mit ein paar Profi-Tricks weiter verbessern. Ein Fakt, der bei Rundum-Aufnahmen oftmals vergessen wird, ist beispielsweise, dass das Smartphone Belichtung und Fokus stets konstant hält. Nur so können homogene Fotos entstehen. Wenn es jedoch große Helligkeitsunterschiede im Panoramabild gibt, beispielsweise bei einem Sonnenuntergang, kann das Foto schnell unter- oder überbelichtet werden. Ein Startpunkt mit mittlerer Ausleuchtung ist daher die beste Wahl. Bis zu einem gewissen Maße können Belichtung und Schärfe vor dem Start der Panorama-Aufnahme beeinflusst werden. Tippe dafür einfach auf den gewünschten Punkt im Vorschaubild – es wird ein Quadrat eingeblendet, das die Speicherung von Werten wie Fokus oder Belichtung anzeigt.

Auch ohne Panoramafunktion Rundum-Bilder machen

Mit etwas mehr Aufwand kannst Du auch ohne eine spezielle Smartphone-Funktion Panoramafotos erstellen. Knipse dafür mit dem Handy einfach mehrere möglichst überlappende Fotos. Die einzelnen Bilder können dann am Rechner mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop, Autostitch oder Image Composite Editor zu einem Gesamtkunstwerk zusammengesetzt werden. Die entsprechende Funktion versteckt sich beispielsweise bei Photoshop hinter "Datei > Automatisieren > Photomerge".

Spannende Panorama-Motive finden

Ein imposanter Ausblick von einem Berggipfel oder einem Hochhaus bietet sich natürlich sofort für ein Panoramafoto an. Aber auch in ganz alltäglichen Momenten verstecken sich durchaus spannende 360-Grad-Aufnahmen. So kann zum Beispiel die Straße vor deiner Haustür oder der heimische Garten auf Panoramabildern eine ganz neue Wirkung entfalten.

Zusammenfassung

  1. Bei vielen Smartphones ist in die standardmäßig installierte Kamera-App bereits ein Panorama-Modus integriert
  2. Alternativ gibt es auch gute Third-Party-Apps für Panoramafotos
  3. Das Vorgehen bei Panorama-Schnappschüssen wird in den Apps erklärt
  4. Bei Rundum-Fotos sollte das Smartphone möglichst gerade und ruhig bewegt werden
  5. Starte die Panorama-Aufnahme am besten mit einem Motiv mit mittlerer Ausleuchtung
  6. Bildbearbeitungsprogramme machen aus einzelnen Fotos Panorama-Aufnahmen