Alternativen zu WhatsApp: Das bieten Threema und Co.

Threema, Line oder Facebook Messenger - die Zahl an WhatsApp-Alternativen ist groß Threema, Line oder Facebook Messenger - die Zahl an WhatsApp-Alternativen ist groß (© 2014 picture alliance / dpa)

Andere Mütter haben auch schöne Töchter: WhatsApp ist nicht der einzige Messenger, den es als Download für Android, iOS und Windows Phone gibt. Das ist auch gut so – denn seit der Übernahme durch Facebook Anfang 2014 ist das Interesse an Alternativen groß. Wir stellen einige von ihnen vor.

Threema: Kostenpflichtige App für verschlüsselte Chats

Die bekannteste Alternative zu WhatsApp ist sicherlich der Messenger Threema. Vor allem beim Thema Sicherheit will die kostenpflichtige Applikation für iOS und Android punkten. So werden Nachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von 256 Bit verschickt, damit nur Sender und Empfänger den Inhalt kennen. Weder die Betreiber der Threema-Server noch Dritte sollen Einblick in die Chats erhalten. Wer ganz besonders sicher gehen will, kann sogar Kontakte über das Scannen von QR-Codes verknüpfen. Allerdings hat der Dienst auch seine Nachteile – obwohl es ihn seit dem Jahr 2012 gibt, sind die Nutzerzahlen vergleichsweise überschaubar. Das gilt aber für fast alle WhatsApp-Alternativen.

Facebook Messenger: Die naheliegende Alternative

Falls WhatsApp einmal nicht funktioniert, steigen viele Smartphone-Nutzer meist auf den Facebook Messenger um. Der große Vorteil ist die Verbreitung: Jeder Freund oder Bekannte bei Facebook ist automatisch auch über den Chatdienst erreichbar. Die App erlaubt zudem Gruppenchats und Sprachnachrichten, hinzu kommt eine kostenlose Anruf-Funktion. Wie beim eigentlichen sozialen Netzwerk sind einige Datenschutzeinstellungen allerdings fragwürdig. Seit dem August 2014 sind Facebook-Chats übrigens nur noch über den Messenger möglich – somit erhoffen sich Mark Zuckerberg und Co., dass die Applikation von noch mehr Nutzern verwendet wird. Die App gibt es für Android, iOS und Windows Phone zum Download.

Hangouts: Chatten nur mit Google-Konto

Hangouts war ursprünglich als Videotelefonie-Erweiterung für Google+ gedacht. Dank der Integration von Google Talk lassen sich jedoch auch Nachrichten verschicken. Der Nachteil: Chats können nur an Nutzer mit Google-Konto gesendet werden – dann aber plattformübergreifend auf Android, iOS und den PC. Zudem musst Du Dich bei Hangouts mit dem üblichen Datentracking von Google abfinden.

Viber: Chatten auf allen Kanälen

Über die Messenger-App Viber können nicht nur Textnachrichten verschickt werden, auch kostenlose Voice-Over-IP-Telefonate sind möglich. Dafür muss allerdings eine gute Internetverbindung vorhanden sein. Praktisch: Die kostenfreie App ist nicht auf Smartphones beschränkt, es gibt Viber sogar als Desktop-Client. In Sachen Sicherheit hat die Messenger-App allerdings keine Vorteile gegenüber WhatsApp – ähnlich wie beim Marktführer gibt es kaum Sicherheitseinstellungen.

Skype: Chatten und Voice-Over-IP-Telefonate

Skype ist sicherlich das bekannteste Programm für Voice-Over-IP-Telefonie. Seit Jahren dominiert die Software auf dem PC auch in Sachen Videotelefonie. Tatsächlich bietet die Smartphone-App von Skype eine ganz passable Chat-Funktion, sodass Du mit Freunden am PC oder Mac schreiben kannst. Allerdings hat auch Skype keine besseren Sicherheitseinstellungen als WhatsApp. Es ist also letztlich eine Geschmackssache, welche Applikation Du auf dem Smartphone oder Tablet installierst.

Telegram: Selbstzerstörende Nachrichten für Geheimniskrämer

Die App Telegram orientiert sich am Video-Vorbild Snapchat: Für besonders private Botschaften können Nachrichten verschickt werden, die sich nach einer gewissen Zeit selbst zerstören. Auch durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit 256 Bit ist Telegram deutlich sicherer als WhatsApp. Zusätzlich lässt sich sogar einrichten, dass der Gesprächspartner erst einen bestimmten Code eingeben muss, ehe er die Nachricht lesen darf.

ChatON: WhatsApp-Alternative von Samsung

ChatON ist die WhatsApp-Alternative von Samsung. Ähnlich wie beim Konkurrenten muss nach dem Download des Messengers allerdings zunächst die Telefonnummer verifiziert werden, alternativ ist ein eigener Samsung-Account notwendig. Ganz wie bei WhatsApp können auch mit dem Samsung-Messenger Bilder, Videos und der Standort verschickt werden.

Surespot: Die Open-Source-Variante

Surespot ist ein Messenger, der besonderen Wert auf Datenschutz legt. Nachrichten werden über den AES-Standard mit 256 Bit verschlüsselt. Die Open-Source-Struktur der App erlaubt es zudem unabhängigen Experten, die Sicherheit der Anwendung zu überprüfen. Praktisch: Wenn Du Nachrichten aus dem Chatverlauf löschst, verschwinden sie auch beim Gesprächspartner. Nachteilig ist allerdings, dass Sprachnachrichten nur nach einem kostenpflichtigen In-App-Kauf verschickt werden können.