Apple Watch: 10 Wünsche an den Nachfolger

Die Apple Watch hat noch Verbesserungspotenzial. Die Apple Watch hat noch Verbesserungspotenzial. (© 2015 TURN ON)

Für viele ist die Apple Watch schlichtweg die beste Smartwatch, die momentan zu haben ist. An einigen Stellen lässt die Uhr aber noch Wünsche offen. Wir haben zehn Verbesserungsvorschläge für die Apple Watch 2.

Begleitet von reichlich Medieninteresse kam die Apple Watch im April 2015 endlich auf den Markt. Während viele Apple-Fans von der Smartwatch begeistert waren, zeigten sich andere doch einigermaßen enttäuscht über fehlende Features und diverse Kinderkrankheiten. Auch die Stiftung Warentest war von der Apple Watch nur mäßig begeistert.

Hinter den Kulissen dürfte der Konzern allerdings bereits längst am Nachfolger Apple Watch 2 arbeiten – und erste Gerüchte wie eine FaceTime-Kamera oder ein mögliches Release-Datum gibt es schon jetzt. Wir haben zehn Wünsche an die Apple Watch 2 zusammengestellt.

1. Zeig die Uhrzeit - immer!

Apple Watch
Ohne Armbewegung bleibt bei der Apple Watch das Display schwarz. (© 2015 YouTube/Apple)

Eine Uhr soll die Zeit anzeigen. Immer. Egal wann. Bei der Apple Watch geht das aber nur mit einer speziellen Armbewegung. Für den schnellen Blick auf die Uhr reagiert das Display außerdem viel zu langsam. Bei ruhigem Arm sieht man gar nichts auf dem Display. Jede gewöhnliche Uhr schlägt die Apple Watch in der Kernkompetenz – kein guter Start. Für die nächste Version könnte eine dauerhafte, stromsparende E-Ink-Anzeige Abhilfe schaffen – oder zumindest eine Option, mit der der Nutzer selbst entscheiden darf, ob die Uhrzeit permanent oder nur beim Armheben angezeigt wird.

2. Längere Laufzeit

Trotz aller Stromsparmaßnahmen hält die Apple Watch mit einer Akku-Ladung nur maximal 19 Stunden durch. Jahrelange Laufzeit darf man nicht erwarten, aber ein wenig mehr könnte es schon sein. Wenigstens ein Zelt-Wochenende im Freien sollte die Smartwatch überbrücken können. Ob mit Akkus im Armband, Stromspar-Prozessor oder Schwarz-Weiß-Display – die Uhr muss länger durchhalten. Und wenn wir schon beim Thema sind: Es wäre auch nett, wenn die Apple Watch künftig auch den Akku des gekoppelten iPhones nicht so stark belastet.

3. Genaue Ortsangabe

Apple Watch
Mit GPS-Sensor könnte die Apple Watch den Ort genauer bestimmen. (© 2015 YouTube/24me)

GPS-Sensoren brauchen viel Strom, weshalb Apple wohl von vorneherein dem iPhone die satellitengestützte Ortung überlässt. Eine ungefähre Angabe per WLAN und Beschleunigungssensor bekommt die Apple Watch nach Kalibrierung mit einem iPhone auch noch hin. Dennoch wäre zumindest kurzzeitig die Möglichkeit einer genauen GPS-Ortung vorteilhaft. Andere Sportuhren-Hersteller schaffen das auch – warum nicht Apple?

4. Bedienung: Bitte etwas einfacher

Apple verwöhnt uns bei den meisten Geräten mit selbsterklärender Bedienung. Bei iPhone, iPad oder iPod touch reichen ein Home-Button und der Touch-Screen. Selbst Anfänger müssen nicht viel lernen. Umso skurriler erscheint es, dass die Apple Watch viel mehr Bedienelemente hat. Dabei ist es oft völlig unklar, ob man bei Apps nun die digitale Krone, den seitlichen Button oder den Touchscreen drücken soll. Doch egal wo gewischt, gedrückt oder gedreht wird: dünne Finger sind von Vorteil. Warum nicht einfach Altbewährtes beibehalten? Ein Touchscreen und ein Home-Button hätten für weniger Verwirrung gesorgt.

5. Eine Apple Watch zum Schwimmen

Apple Watch im Wasser
Noch gibt es keine Apple Watch für Wassersportler. (© 2015 YouTube/EverythingApplePro)

Eine Uhr mit Fitness-Funktionen sollte auch mal nass werden dürfen. Doch zum Schwimmen und Tauchen eignet sich die Apple Watch eigentlich nicht –– auch wenn sie Regen oder eine Dusche unbeschadet übersteht. Eine Smartwatch, die das Wort "Sport" als Modellbezeichnung verwendet, sollte so sportlich sein wie ihr Träger. Wie wäre es zumindest mit einer Schwimmer- oder Taucher-Variante?

6. Schneller gesprächsbereit

Gerade im Auto wünscht man sich einen automatischen "Abnehmer" für sein iPhone am Arm. Doch ein kurzer Blick auf das Watch-Display ist nötig, bevor man das Gespräch mit der Watch entgegen nimmt - während der Fahrt kann das fatale Folgen haben. Warum den Anruf nicht mit einer Schüttelgeste oder auf Zuruf entgegegen nehmen? Und wenn Apple schon dabei ist: Die Sprachqualität der Watch könnte man auch noch etwas aufpeppen. Oft verstehen sich die Gesprächspartner nicht so gut wie sie gerne möchten.

7. Schnellerer Prozessor

Apple Watch
Im Inneren der Apple Watch arbeitet der Chip Apple S1. (© 2015 iFixit)

Besonders bei Apps von Drittherstellern ist die Apple Watch sehr langsam. Denn bislang dürfen Entwickler bestenfalls ihre iPhone-App mit der Smartwatch verknüpfen. Direkt programmieren darf die Uhr momentan nur Apple. watchOS 2 soll es richten: Dann dürfen alle Entwickler native Apps für das Gerät programmieren. Aber vielleicht hilft Apple ja auch bei der Apple Watch 2 mit einem flinkeren Prozessor nach – hoffentlich nicht zulasten des Akkus.

8. Auf Mails mit der Apple Watch antworten

Momentan informiert und zeigt die Apple Watch lediglich Mails – Antwort ausgeschlossen. Bei SMS und iMessage darf der Nutzer aus gerade mal viel Standard-Antworten wählen – da greift man lieber zum Smartphone. Auch wenn die Nutzung des winzigen Touchscreens zur Zielübung mutiert, eine direkte Antwortfunktion wäre eindeutig sinnvoll. Das findet anscheinend auch Apple: Mit watchOS 2 soll man auf Mails und Nachrichten beliebig Antworten können.

9. Hey, Siri: Hör besser zu!

Siri
Siri auf dem iPhone: Wesentlich mächtiger als auf der Apple Watch. (© 2015 CC: Flickr/Kārlis Dambrāns)

Bei der Spracherkennung der Apple Watch handelt es sich leider nur um eine abgespeckte Version. Für Termin-Management taugt die Spracherkennung schon ganz gut, aber wo ist die vom iPhone bekannte Websuche oder der automatische App-Aufruf? Und selbst wenn die Apple Watch einen Sprachbefehl erkennt, dauert die Ausführung zuweilen ewig. Besonders wenn die Smartwatch zur Ausführung Informationen vom iPhone einholt, dauert es schon mal etwas länger.

10. Mehr Stabilität, weniger Bugs

Selbst bei einigen Apple-Apps gibt es offenbar noch einige Ausrutscher: Kontaktaufrufe führen bei einigen Nutzern zum Absturz und diverse SMS landen im Nirwana. Bleibt zu hoffen, dass diese Fehler im kommenden watchOS 2 oder spätestens mit der Apple Watch 2 verschwunden sein werden.