Beamer einrichten: Darauf kommt es bei der Leinwand an

Nicht nur die Wahl des Beamers, auch die Wahl der Leinwandart ist für die Qualität des Heimkino-Erlebnisses entscheidend. Nicht nur die Wahl des Beamers, auch die Wahl der Leinwandart ist für die Qualität des Heimkino-Erlebnisses entscheidend. (© 2014 picture alliance / Tobias Kleinschmidt)

Beamer bringen das Kinoerlebnis in die heimischen vier Wände. Doch nach dem Kauf steht so manch einer vor einer großen Herausforderung. Denn beim Einrichten der Projektoren müssen vor allem bezüglich der Leinwand ein paar Dinge beachtet werden.

Den richtigen Beamer kaufen

Wenn der Beamer nicht nur für Präsentationen, sondern auch für Film-DVDs oder Fernsehsendungen genutzt werden soll, empfiehlt sich der Kauf eines 16:9-Geräts. Passend dazu muss natürlich auch eine 16:9-Leinwand angeschafft werden. Entscheidend für die Qualität des Heimkino-Erlebnisses sind zudem die Größe des Raumes und der Abstand des Beamers zur Leinwand. Je weiter der Projektor von der Leinwand entfernt ist, desto höher sollten seine Bildauflösung und Leuchtkraft sein. Eine Leuchtkraft von 1000 ANSI-Lumen ist hier ein guter Richtwert.

Wenn der Beamer ein Zoom-Objektiv besitzt, kann das Bild vergrößert oder verkleinert und somit an die Leinwand angepasst werden. Je größer der Zoombereich, desto mehr Spielraum hast Du bezüglich des Projektor-Abstands zur Leinwand. Ohne Zoom-Objektiv muss der Beamer hingegen so lange vor- und zurückgeschoben werden, bis das Bild exakt die Leinwand füllt. Wenn der Projektor seitlich oder in der Höhe versetzt zur Leinwand aufgestellt werden soll, kann mittels "Lens shift"-Funktion (Linsenverstellung) das Bild in die Mitte gerückt werden.

Die perfekte Leinwand finden

Generell wird zwischen drei Leinwandarten unterschieden. Rahmenleinwände sind straff gespannt und bieten das bestmögliche Bild, sind aber auch am teuersten. Rollo-Leinwände sind günstiger, können aber an den Rändern schnell wellig werden. Stativ-Leinwände sind ebenfalls preiswert und schnell aufgebaut, werden am Rand jedoch ebenso schnell wellig.

Fürs optimale Einrichten des Beamers muss zunächst die Leinwandgröße berechnet werden. Als Faustformel gilt: Die Leinwand sollte halb so breit sein wie die Entfernung des Zuschauers zur Leinwand. Bei einem Sitzabstand von drei Metern zum projizierten Bild sollte die Leinwand also rund 1,50 Meter breit sein. Achtung: Je größer der Abstand des Beamers zur Leinwand ist, desto weiter oben landet dort das Bild – hier ist dann wieder ein Ausgleich per Lens shift nötig. Wichtig ist zudem der sogenannte Gain-Faktor der Leinwand, der über dessen Reflektion und Lichtbündelung Aufschluss gibt. Für das Heimkino empfiehlt sich ein Gain-Faktor von 1 bis 1,2. Die Leinwand sollte einen schwarzen Rahmen haben und idealerweise einen lichtundurchlässigen schwarzen Rücken.