Convertibles und 2-in1-PCs: Das musst Du wissen

Convertibles oder 2-in-1-PCs gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Convertibles oder 2-in-1-PCs gewinnen zunehmend an Beliebtheit. (© 2015 TURN ON)

Neben klassischen Laptops und Tablets macht sich eine weitere Geräteklasse breit: Die Rede ist von sogenannten Convertibles oder 2-in-1-PCs, die sowohl Laptop als auch Tablet sind. Doch wofür sind Convertibles eigentlich gut und welche Arten von Geräten gibt es.

Was sind Convertibles?

Übersetzt man den Begriff Convertible ins Deutsche, dann bedeutet dieser so viel wie wandelbar oder wechselbar. Im Prinzip ist die Geräteklasse damit schon ziemlich gut beschrieben. Tatsächlich handelt es sich bei Convertibles oder 2-in-1-PCs nämlich um Computer, die sowohl Laptop als auch Tablet sind und die ihre äußere Form und ihre Bedienung je nach Verwendungszweck anpassen können.

Microsoft Surface 3
Convertibles gewinnen an Beliebtheit. (© 2015 TURN ON)

Ein populäres Beispiel für solche Geräte ist zum Beispiel die Surface-Familie von Microsoft. Dabei handelt es sich um Tablets mit Touchscreen, die sich durch den Anschluss eines Tastaturdocks in Laptops verwandeln. Mittlerweile werden solche Computer von nahezu allen großen Herstellern angeboten. Ganz gleich ob Lenovo, HP, Toshiba, Asus oder Acer – alle haben sie Convertibles im Angebot.

Wofür braucht man Convertibles?

Klassische Tablets haben einen Nachteil: Zwar sind die Geräte portabel und leicht zu bedienen, allerdings eignen sie sich nur rudimentär für viele Anwendungen wie Text- und Tabellenverarbeitung oder Bildbearbeitung. Hier kommen sogenannte Convertibles ins Spiel. Die relativ junge Geräteklasse soll die Vorteile von Laptops und Tablets vereinen und dabei nach Möglichkeit auch noch in beiden Geräteklassen Maßstäbe setzen. Convertibles sind also Geräte, die sich sowohl für klassische Office-Aufgaben verwenden lassen als auch zum schnellen Surfen im Netz von unterwegs aus per Touchscreen. Somit sind 2-in1-PCs in der Theorie die perfekten mobilen Computer.

Apple iPad Pro mit Smart Keyboard
Das iPad Pro soll sich auch im Business-Einsatz bewähren. (© 2015 YouTube/Apple)

Welche Arten von Convertibles gibt es?

Die Vermarktungsindustrie hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Bezeichnungen erfunden, um alle möglichen Arten von Convertibles oder Hybrid-Computern zu beschreiben und zu vermarkten.

Hybrid-Tablets: Als Hybrid-Tablets bezeichnet das Marketing häufig Geräte wie das Microsoft Surface 3, die lose mit einer Tastatur verbunden werden. Bei anderen Geräten, wie dem Acer Aspire Switch 10, ist die Tastatur über einen Magnet-Konnektor fester mit dem Tablet verbunden. Diese mutieren somit fast schon zu echten Laptops.

Klassische Convertibles: Bei einigen Geräten ist die Tastatur fest mit dem Display verbunden und lässt sich nicht abnehmen. Hier erfolgt der Wechsel zwischen Laptop- und Tablet-Modus durch ein bloßes Umklappen der Tastatur. Prominente Vertreter hierfür finden sich etwa in der Yoga-Reihe von Lenovo.

Lenovo Yoga 3 Pro
Das Lenovo Yoga 3 Pro ist ein Meister der Verwandlung. (© 2015 CC: Flickr/Maurizio Pesce)

Welche Betriebssysteme gibt es?

Eine Sonderfunktion kommt bei Convertibles dem Betriebssystem und den Apps zu. Im Prinzip muss die komplette Software sowohl per Touch-Steuerung als auch per klassischer Maus- und Tastatur-Bedienung funktionieren. Hier stoßen die meisten Betriebssysteme leider an ihre Grenzen. Während ältere Windows-Versionen und alle Versionen von Mac OS X oder Linux ganz eindeutig an die Steuerung mit Maus und Tastatur angepasst sind, funktionieren Android und iOS meist nur mit dem Touchscreen wirklich gut.

Android und iOS: Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Android-Tablets, für die ein optionales Tastatur-Dock verfügbar ist. Als Beispiele wären hier unter anderem das Google Nexus 9 und das Sony Xperia Z4 Tablet zu nennen. Google selbst möchte mit dem Pixel C das ultimative Android-Tablet anbieten. Die Tastaturen sind allerdings nicht im Lieferumfang inbegriffen und müssen extra erworben werden. Auch Apple möchte sich mit dem neuen iPad Pro erstmals in diese Gefilde begeben und bietet für das Tablet eine optional zu erwerbende Tastatur an.

pixel_c-2
Das Pixel C von Google ist ein Convertible mit Android.

Windows 10: Die meisten Convertibles finden sich mittlerweile in der Windows-Welt. Bereits mit Windows 8 hatte Microsoft den Versuch unternommen, ein Betriebssystem anzubieten, das sowohl auf Laptops als auch auf Tablets funktioniert. Mit Windows 10 wird dieser Ansatz weiter verfolgt und deutlich verbessert.

Das neue Microsoft-Betriebssystem verfügt genau wie Convertibles über einen Desktop- und einen Tablet-Modus und ändert je nach Einstellung die Darstellung und die Eingabemöglichkeiten für den Benutzer. Auch die Apps selbst sind laut Microsoft für die universelle Verwendung auf verschiedenen Geräten konzipiert und sollen ihre Darstellung und Bedienung automatisch an den Desktop- oder Tablet-Modus des Betriebssystems anpassen. Kein Wunder also, dass gerade in der Windows-Welt derzeit Convertibles wie Pilze aus dem Boden schießen.

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Mit Windows 10 können Convertibles zwischen der Desktop-... (© 2015 TURN ON)
Acer_Switch_Windows_10 (1)
...und der Tablet-Bedienung wechseln. (© 2015 TURN ON)