Das Smartphone als Lebensretter: 6 unglaubliche Geschichten

In verschiedenen Fällen haben sich Smartphones als Lebensretter bewährt. In verschiedenen Fällen haben sich Smartphones als Lebensretter bewährt. (© 2015 Picture Alliance/ Sophia Weimer)

Ob Telefonieren, Chatten, Fotografieren oder im Netz Surfen – Smartphones können eine ganze Menge. Manchmal retten die Mobiltelefone sogar Leben! Denn manche Handys haben sich schon als Kugelfang, als Stoßdämpfer für eine einstürzende Mauer oder als Ersatz-Mama für verirrte Entenküken bewährt.

1. Lumia 920 rettet Mann vor Mauereinsturz

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Hat sich als Lebensretter bewährt: das Lumia 920. (© 2015 CC: flickr/ Nicola Delfino)

Die Nachricht ging erst im Mai dieses Jahres um die Welt: Weil ein Mann aus China im Angesicht einer einstürzenden Mauer sein Smartphone schützend vors Gesicht hielt, wurde er von einem Trümmerteil nur leicht am Kopf getroffen und überlebte mit einigen Blessuren. Zwei weitere Personen, die in diesem Moment kein Handy zur Hand hatten, wurden von den Steinmassen erschlagen. Das Smartphone selbst, ein Lumia 920, ging dabei natürlich zu Bruch. Der Hersteller Microsoft war von der Geschichte allerdings so bewegt, dass er dem Glückspilz Geng Ming sein kaputtes Gerät werbewirksam ersetzte.

Die Geschichte ist aber längst nicht der einzige Fall, bei dem ein Smartphone zum Lebensretter wurde. Wir haben die kuriosesten und unglaublichsten Fälle zusammengetragen, in denen Menschen und Tiere von einem Handy vor dem sicheren Tod bewahrt wurden.

2. Motorola Razr rettet Gärtner

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Schon das Motorola Razr V3 machte als Lebensretter von sich reden. (© 2015 CC: Flickr/Indi Samarajiva)

Ein Motorola Razr V3 sieht man heute nur noch selten. 2008 hingegen war das Handy außerordentlich populär und leistete auch den einen oder anderen heldenhaften Dienst. So wurde das Gerät unter anderem zum Lebensretter für den Gärtner Ronald Richard im US-Bundesstaat Louisiana. Als dieser nämlich eines Morgens auf seinem Rasentraktor unterwegs war, wurde er im Brustbereich von einer Pistolenkugel des Kalibers 45 getroffen. Doch das Geschoss traf nicht Richards Herz, sondern wurde vom Motorola Razr abgefangen, das sich zu diesem Zeitpunkt in der Brusttasche des Gärtners befand. Abgefeuert wurde die Kugel vermutlich in einem nahegelegenen Wald und verirrte sich nur zufällig zu Ronald Richard. Zum Glück hatte dieser gerade sein Klapphandy eingesteckt.

3. Baby durch App gerettet

PulsePoint
Die App PulsePoint benachrichtigt im Notfall potentielle Retter. (© 2015 Google Play Store/PulsePoint Foundation)

Manchmal ist es nicht das Smartphone selbst, sondern eine bestimmte App, die zum Lebensretter wird. So geschehen im US-Bundesstaat Washington im September 2014. Weil ein wenige Wochen altes Baby in einem Geschäft einen Herzstillstand erlitt, wählte der Ladenbesitzer den Notruf 911. Über die App PulsePoint Respond auf seinem Smartphone erhielt auch der Automechaniker Jeff Olson, der zu dieser Zeit eine Weiterbildung zum Rettungssanitäter machte, eine Benachrichtigung. Da Olson nur wenige Häuserblöcke vom Ort des Geschehens entfernt war, machte er sich sofort auf den Weg und traf gerade noch rechtzeitig ein, um das Baby wiederzubeleben.

4. iPhone ahmt Ente nach

Entenküken
Selbst Entenküken wurden schon von Smartphones gerettet. (© 2015 Picture Alliance/ Ralph Goldmann)

Nicht nur Menschenleben lassen sich mit dem Smartphone retten. In den USA befreite ein Feuerwehrmann sechs Entenküken aus einem Gullyloch. Möglich war dies jedoch nur, weil er sein iPhone dabei hatte. Das Smartphone nutzte der Retter, um über ein Audio-File das Quaken einer Entenmutter nachzuahmen. Angelockt von dem Geräusch ließen sich die sechs verängstigten Küken von dem Feuerwehrmann in die Hand nehmen und aus dem Gullyloch herausheben. Oben angekommen, konnten sie dann zu ihrer echten Mutter zurückkehren.

5. Schrotladung von iPhone 5c gestoppt

iPhone 5c
Das iPhone 5c rettete einem Mann in England das Leben. (© 2014 CC: Flickr/Karlis Dambrans)

Vor allem in Schießereien erweisen sich Smartphones ab und an als Lebensretter. So wurde erst im Mai 2015 ein Mann in Nordengland von seinem iPhone 5c gerettet, weil das Smartphone eine Ladung Schrot abfing. Der 25-Jährige war in einen Streit mit einer Gruppe Jugendlicher geraten, nachdem diese die Wasserversorgung eines kompletten Wohnblocks gekappt hatten. Als einer der Jugendlichen eine abgesägte Schrotflinte zückte und auf den Mann feuerte, wurde dieser nur gerettet, weil sein Smartphone in der Jackentasche den Großteil der Schrotladung abbekam.

6. HTC rettet Tankstellen-Mitarbeiter

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Das Innenleben des HTC Evo 3D hielt eine Kugel auf. (© 2015 Facebook/ HTC Evo 3D)

Bei einem Überfall in Florida entging der Mitarbeiter einer Tankstelle nur dank seines Smartphones dem sicheren Tod. Als ein Räuber im Oktober 2013 die Tankstelle überfiel, forderte dieser den Verkäufer auf, den Safe zu öffnen. Weil es ihm nicht gelang, feuerte der unbekannte Täter vor seiner Flucht mit der Pistole auf den Mann. Dieser bemerkte zunächst gar nicht, dass er angeschossen wurde. Erst später stellten Polizei und Sanitäter fest, dass sein in der Brusttasche getragenes HTC Evo 3D eine Kugel abgefangen hatte, die sonst womöglich tödlich gewesen wäre.