Diese 5 Sci-Fi-Gadgets aus den 80ern sind heute Realität

Michael Knight hatte schon eine Smartwatch. Michael Knight hatte schon eine Smartwatch. (© 2015 picture alliance / United Archives / IFTN)

Tablet, Smartwatch und Smart TV sind erst seit Kurzem in unserem Alltag angekommen. Doch schon in Filmen der 60er, 70er und 80er Jahre tauchten diese Geräte regelmäßig auf. Damals galten sie allerdings noch als futuristische Erfindungen von Science-Fiction-Autoren. Wir zeigen Dir fünf Gadgets und Geräte, die den Sprung vom Sci-Fi-Film in die Realität geschafft haben.

Das Tablet

In mehreren Patentstreitigkeiten der letzten Jahre warfen sich Apple und Samsung gegenseitig den Diebstahl von Ideen vor. Dabei ging es unter anderem um das grundsätzliche Design von Tablet-PCs. Dabei argumentierten die Anwälte von Apple, dass Samsung sich das Design seiner Tablets beim iPad abgeschaut hätte. Die Anwälte der Südkoreaner entgegneten jedoch, dass sich Apple seine Ideen für das Design des iPads aus diversen Science-Fiction-Filmen geholt hätte. Tatsächlich ist dieses Argument gar nicht so weit hergeholt, denn bereits im Film "2001: Odyssee im Weltraum" von 1968 nutzten die Astronauten auf dem Raumschiff Discovery eine Art Tablet-Computer. In den 1980ern und 1990ern tauchten Tablets regelmäßig in der Serie "Star Trek" auf und wurden dort als PADD (Personal Access Display Device) bezeichnet. Die geistigen Urväter von iPad, Galaxy Tab und Co. waren also tatsächlich Science-Fiction-Autoren.

Die Smartwatch

Comlink
Eine frühe Filmversion der Smartwatch: Die Comlink aus "Knight Rider". (© 2015 Mark Puette/Southern Knights)

Moderne Smartwatches können so einiges. Sie zeigen uns zum Beispiel, wie viel wir uns an einem Tag bewegt haben, erinnern uns an wichtige Termine und senden uns Nachrichten von unseren Smartphones direkt weiter aufs Handgelenk. Einige Smartwatches wie die Samsung Gear S ermöglichen sogar Telefonate. Was viele vergessen haben: Auch Michael Knight in der Serie "Knight Rider" benutzte bereits in den 80er Jahren eine Art Smartwatch, die sogar als Sprechgerät diente. Diese hörte auf den Namen Comlink. Mit ihr konnte er Kontakt zu seinem sprechenden Auto Kitt aufnehmen. Ob die Uhr darüber hinaus den gleichen Funktionsumfang hatte wie die Gear S oder die Apple Watch, ist nicht bekannt. Die Comlink gelangte durch den Designer und "Knight Rider"-Fan Mark Puette vor einigen Jahren zu spätem Ruhm. Dieser brachte eine limitierte Sonderedition der Film-Uhr auf den Markt. Bis auf das äußere Design hatte das Wearable allerdings wenig mit ihrem Counterpart in der Serie gemein.

Der 3D-Drucker

Schon in den 80er Jahren hatten Science-Fiction-Autoren die Idee zu einem Apparat, der Gegenstände quasi aus dem Nichts erschaffen konnte – fast wie ein 3D-Drucker. Gemeint ist der Replikator aus "Star Trek", mit dem Crewmitglieder der Enterprise Dinge in Sekundenschnelle erschaffen konnten. Ganz so schnell wie der Replikator ist der 3D-Drucker in der Realität allerdings nicht und auch längst nicht so flexibel. Vor allem aber lassen sich mit aktuellen 3D-Druckern noch keine Speisen zubereiten, so wie dies in "Star Trek" mit dem Replikator möglich ist. Das Prinzip ist trotzdem das Gleiche: Das Gerät stellt anhand eingespeicherter Daten einen vorher festgelegten Gegenstand her. Dabei sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass 3D-Drucker noch immer ein teures Nischenprodukt sind. In ein paar Jahren könnten die Geräte dem Replikator aus "Star Trek" schon deutlich näher kommen. Immerhin: Wie der Clip aus der Serie zeigt, arbeiten auch die Replikatoren im 24. Jahrhundert nicht immer ganz fehlerfrei.

Der Smart TV

Wäre es nicht toll, im Wohnzimmer einen Fernseher zu haben, der mehrere Sender gleichzeitig anzeigen kann? Der zudem Videotelefonie über eine eingebaute Kamera erlaubt und der während des Gesprächs auch noch wichtige Informationen zur Person am anderen Ende der Leitung direkt auf dem Display anzeigt? Kein Problem, denn genau das bieten aktuelle Smart TVs, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Doch die Idee dazu hatten Hollywood-Autoren schon 1985 im Film "Zurück in die Zukunft II". In einer Szene des Films spricht Hauptcharakter Marty McFly per Videotelefonie auf dem Fernseher mit seinen Geschäftspartnern. Doch nicht nur das. Nachdem ihm sein Boss während des Telefonates mitteilt, dass er gefeuert sei, bekommt Marty automatisch entsprechende Textnachrichten auf alle möglichen und unmöglichen Geräte im Haushalt gesendet.

Der Universalübersetzer

Und noch ein Gadget aus "Star Trek", das es mittlerweile in die echte Welt geschafft hat: Der Universalübersetzer kam bereits in der originalen "Star Trek"-Serie aus den 1960er Jahren zum Einsatz und diente zum Übersetzen von Alien-Sprachen ins Englische. Wirklich populär wurde dieser allerdings erst mit der zweiten Serie "Star Trek: The Next Generation". Dort war der Universalübersetzer bereits in die Kommunikationsabzeichen der Sternenflotten-Offiziere integriert, sodass sie kein separates Gerät mehr mit sich herumschleppen mussten, um sich mit Klingonen, Romulanern und Ferengi zu unterhalten. In der echten Welt ist man freilich noch nicht ganz so weit. Trotzdem benutzt unter anderem das US-Militär bereits einen tragbaren Universalübersetzer, der verschiedene Fremdsprachen in Sekundenschnelle übersetzt. Und auch im Alltag ist der Universalübersetzer bereits angekommen: So versprechen verschiedene Smartphone-Apps wie der Google Übersetzer ebenfalls eine intelligente Übersetzungsfunktion für verschiedene Sprachen. Diese funktioniert in vielen Fällen zwar noch etwas holprig, zeigt jedoch, wie weit die Technik bereits fortgeschritten ist.