Diese 8 Dinge zeichnen eine gute Apple Watch-App aus

Nicht jede Apple Watch-App ist gut. Nicht jede Apple Watch-App ist gut. (© 2015 TURN ON)

Eine App ist nicht einfach eine App – sie muss für jedes Endgerät speziell entwickelt werden, wenn sie gut sein soll. So auch für die Apple Watch. Hier sind acht Qualitätskriterien für eine gute Apple Watch-Anwendung.

Computer, Smartphones, Tablets, Smart-TVs und jetzt auch Smartwatches – die Gerätevielfalt macht es nicht leicht für App-Entwickler. Die Apple Watch stellt sie nun vor dieselbe Herausforderung, wie einst das Smartphone: Möglichst viele nützliche Funktionen auf möglichst wenig Screen unterbringen.

1. Nix da iPhone-App! Keine Portierung

Erste Regel auf dem Weg zur perfekten Apple Watch-App: Keine iPhone-App portieren! Auf dem vergleichsweise winzigen Screen der Apple Watch wäre eine Handy-App eher schlecht als recht. Stattdessen müssen Buttons und Co. speziell für die Uhr angepasst werden. Bisher konnten sich jedoch alle Apple Watch-Entwickler daran halten. Manchmal ist es sogar besser, wenn die Apple Watch-App gar nichts mit der iPhone-Version zu tun hat, wie das Konzept für das Handgelenk-Tinder beweist.

2. Made for Apple Watch: Kleiner, besser, schneller

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Für die Apple Watch sollten Buttons und Co. deutlich abgespeckt werden. (© 2015 Apple)

Klar, die Apple Watch ist derzeit noch nicht sonderlich weit verbreitet. Dementsprechend wenig Mühe stecken viele App-Macher in die Entwicklung. So kann es schnell vorkommen, dass die Apple Watch-Variante einer guten App am Handgelenk ziemlich alt aussieht. So geschehen beispielsweise beim tollen Puzzle-Game Rules!. Während die iPhone-Version die Massen begeistert, frustriert die Apple Watch-App durch schlechte Navigation und lange Ladezeiten.

3. Da fehlen mir die Worte: Viel sagen mit wenig Text

Auch mit der Apple Watch kannst Du die News von TURN ON bequem lesen.
Die TURN ON-App auf der Apple Watch. (© 2015 Twitter/Thorsten_Eder)

Die Apple Watch soll in aller Kürze präsentieren, was wichtig ist. So zum Beispiel kompakt die Ergebnisse des Fußballspiels einblenden oder Tweets anzeigen – alles kurz und bündig. Für News-Apps ist das allerdings eine Herausforderung. Meist muss in der Schlagzeile – und vielleicht noch einem weiteren Satz – alles Wichtige gesagt werden. Schließlich möchte niemand Romane auf seiner Armbanduhr lesen ...

4. Gutaussehende Apps haben es leichter

Apple Watch
Fluoreszierende Farben können sich auf der Apple Watch deutlich besser sehen lassen. (© 2015 Apple)

Neben dem eigentlichen Nutzen einer App spielen auch die äußeren Werte eine Rolle, denn sie sorgen für Nutzerfreundlichkeit. Beispielsweise setzen viele Entwickler auf eine fluoreszierende Farbgebung, da diese auf dem schwarzen Screen der Apple Watch besser zur Geltung kommt.

5. Schlanke Apps machen eine gute Figur

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Das war's – mehr kann die Uber-Apple Watch-App nicht. (© 2015 iTunes/Uber)

Anfangs sprachen wir davon, wie möglichst viele nützliche Funktionen in eine Apple Watch-App gehören. Die Betonung liegt dabei auf nützlich. Denn eine Anwendung mit Features zu überfrachten ist kontraproduktiv. Eher sollten es die Kernfunktionen sein – für den Rest gibt es dann schließlich das iPhone. Die App von Uber beispielsweise ermöglicht es nur, einen Wagen zu rufen und zeigt die Anfahrt – mehr nicht.

6. Nimm, was du kriegen kannst: Eingabemöglichkeiten nutzen

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Mit der Krone lässt sich so einiges anstellen. (© 2015 TURN ON)

Die Apple Watch hat zwar nur einen Screen, dafür allerdings mehrere Eingabemöglichkeiten. Force Touch und vor allem die digitale Krone eröffnen komplett neue Möglichkeiten. Diese sollte eine gute Apple Watch-App natürlich nutzen.

7. Treuer Begleiter für den treuen Begleiter

Aktivierungssperre bei der Apple Watch
Gemeinsam sind wir stark: iPhone und Apple Watch. (© 2015 Apple)

Es ist ein Huhn-oder-Ei-Szenario: Soll die Apple Watch nun das iPhone unterstützen oder das iPhone die Apple Watch? So oder so gehört zu einer guten Apple Watch-App auch eine gute iPhone-Anwendung. Sie sollte dort ansetzen können, wo die abgespeckte Apple Watch-Version aufhört und die Armbanduhr stets mit den richtigen Informationen versorgen.

8. Üben, üben, üben

So stellen sich die Designer von JBS Labs Instagram auf der Apple Watch vor.
Nach einem Update könnte Instagram für die Apple Watch zum Beispiel so aussehen. (© 2014 JBS Labs)

Die besten Entwickler von Apple Watch-Anwendungen sitzen – klar – bei Apple. Sie haben es verstanden, wie eine Apple Watch-App zu sein hat. Doch auch sie bauen keine perfekten Programme. Beispielsweise kann mit der Mail-App die elektronische Post geöffnet und gelesen, nicht aber beantwortet werden – und das obwohl die Spracheingabe das Verfassen von SMS und Tweets durchaus ermöglicht. Daher: Eine gute Apple Watch-App bekommt regelmäßige Updates.