Display-Kratzer entfernen bei Smartphones und Tablets

Leichte Display-Kratzer können mit Zahnpasta ausgebessert werden. Leichte Display-Kratzer können mit Zahnpasta ausgebessert werden. (© 2014 CC: Flickr/William Hook)

Einmal nicht aufgepasst, schon hat das neue Smartphone einen Kratzer auf dem Bildschirm. Ob von einem Sturz oder einem Schlüssel ist dabei nebensächlich. Viel wichtiger ist das Ausmaß des Schadens. Ist der Display-Kratzer nämlich nicht zu tief, lässt er sich auch mit Hausmitteln leicht entfernen.

Display-Kratzer mit Zahnpasta behandeln

Gerade bei kleineren Beschädigungen auf dem Display solltest Du zunächst zu einer Tube Zahnpasta greifen. Ja, das klingt verrückt, aber es stimmt: Das Hausmittel ist eine Option, um die Kratzer wegzubekommen. Doch warum hilft es bei Schrammen auf dem Bildschirm? Der Grund sind die winzigen Partikel in der Creme. Beim Zähneputzen schleifen sie Verunreinigungen und Beläge ab – dieses Prinzip gilt auch beim Display eines Smartphones oder Tablets.

Verteile zunächst eine dünne Schicht Zahnpasta auf dem Bildschirm. Die eingeschmierte Fläche muss im Anschluss vorsichtig mit einem feinen Tuch poliert werden. Aber aufgepasst: Gerade bei günstigen Zahnpasten sind die Schleifpartikel oft zu groß. Mit Billigprodukten würdest Du den Bildschirm also eher weiter zerkratzen, statt den Schaden zu beheben.

Profi-Politur für Display-Schrammen verwenden

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann natürlich auch zu speziellen Polituren für das Smartphone-Display greifen. Diese können auch bei etwas größeren Kratzern helfen. Beliebt ist beispielsweise die M-LINE Displex Display-Politur. Üblicherweise funktioniert das Ausbessern der Kratzer genauso wie mit Zahnpasta: Nach dem Auftragen müssen die Mittel zunächst trocknen und aushärten. Anschließend kann die Oberfläche poliert werden kann. Dabei werden kleinere Schäden versiegelt. Im Zweifel sollte immer die beiliegende Anleitung der jeweiligen Politur befolgt werden. Je nach Zusammensetzung des Mittels gibt es von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Vorgehensweisen.

Bildschirm vom Profi austauschen lassen oder selbst reparieren

Doch was ist, wenn sich die Kratzer weder mit Zahnpasta noch mit Politur entfernen lassen? Dann bleibt meist nur der Gang zum Reparaturservice des Herstellers oder Mobilfunkanbieters. Bei einer abgelaufenen Garantie kann die Reparatur oder der Austausch des Screens aber schnell den eigentlichen Wert des Geräts überschreiten. Wer handwerklich etwas begabt ist, kann sich daher im Internet nach Anleitungen zum Display-Tausch umschauen. Hier gilt natürlich, dass das Herumwerkeln auf eigene Gefahr geschieht. Doch gerade bei älteren Smartphones und Tablets mit abgelaufener Garantie ist die Eigenreparatur durchaus einen Versuch wert.

Display in Zukunft vor Kratzern schützen

Vorbeugen ist natürlich immer besser als Schäden beheben. Das gilt auch bei Bildschirmen von Smartphones und Tablets. Um Display-Kratzer zu verhindern, sollte das Gerät am besten von Anfang an mit einer Folie oder einer Hülle geschützt werden. Eine beschädigte Schutzfolie oder Hülle lässt sich zudem wesentlich günstiger austauschen als ein zerkratztes Display. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Folie kratzbeständig, entspiegelt und ohne Rückstände ablösbar ist. Beim Auftragen sollten Luftbläschen unbedingt vermieden werden. Auch Schmutz darf sich nicht unter der Schutzschicht befinden. Bedenke aber: Schutzfolien helfen nur bei makellosen Displays. Ist der Screen des Smartphones oder Tablets bereits beschädigt, können Folien die Lesbarkeit des Displays weiter verschlechtern.

Smartphones und Tablets mit kratzfesten Displays kaufen

Viele Smartphones und Tablets sind bereits von vornherein mit einem chemisch gehärteten Display ausgestattet, das sogar Kratzern mit einem Messer standhält. Ein Beispiel dafür sind das iPhone 6 oder das Samsung Galaxy S5 mit ihrem Gorilla Glass. Spezielle Outdoor-Handys sind noch robuster und sogar gegen Wasserschäden geschützt. Dennoch: Jedes Display wird bei unsachgemäßer Behandlung irgendwann zerkratzen. Letztlich muss man damit leben. Wichtig dabei ist natürlich in erster Linie, dass sich das Gerät noch bedienen lässt.