Energieverbrauch: Welcher Fernseher frisst am meisten Strom?

 Die Skala bei Fernsehern reicht von der Energieeffizienzklasse A+ bis F. Die Skala bei Fernsehern reicht von der Energieeffizienzklasse A+ bis F. (© 2015 picture alliance / dpa Themendienst)

Krimi, Drama, Komödie – das Fernsehprogramm bietet für jede Stimmung die richtige Unterhaltung. Damit beim entspannten Fernsehabend nicht mehr Stromkosten auflaufen als unbedingt nötig, solltest Du bereits beim Kauf Deines Fernsehers auf dessen Technik und die Energieeffizienzklasse achten.

In den Wohnzimmern sorgen zurzeit vier verschiedene TV-Gerätetypen für Unterhaltung: der gute alte und ziemlich klobige Röhrenfernseher, der kontrastreiche Plasmafernseher, der besonders flache LCD-Bildschirm und die stromsparenden LED-Geräte. Am meisten Strom frisst ein Röhrenfernseher. Der Energieverbrauch eines Plasmabildschirms ist hingegen stark abhängig von der Auflösung und der Helligkeit des Bildes. Hierbei gilt: Je höher die Auflösung und je heller das Bild, desto höher ist der Stromverbrauch. Im Vergleich zu einem LCD-Bildschirm mit gleichgroßer Bildschirmdiagonale benötigt ein hochauflösender Plasmabildschirm jedoch deutlich mehr Energie.

Versteckte Energieräuber in TV-Geräten

Nicht nur die Technik, auch die Größe des Displays bestimmt den Stromverbrauch während des Betriebs. Große Bildschirme ziehen mehr Strom als kleine. Denn: Mit der Größe der Bildschirmdiagonale vergrößert sich die Bildschirmfläche und die nötige Hintergrundbeleuchtung steigt auch. So vervierfacht sich bei einer doppelten Diagonale nicht nur die Größe der Bildschirmfläche, sondern auch der Energiebedarf. Daneben tragen energieintensive Extras wie das Mehrkanal-Tonsystem Dolby Surround zu einer knackigen Stromrechnung bei.

Energieeffizienzklasse als Spargarantie

Fast alle Haushaltsgeräte müssen ihrem Stromverbrauch entsprechend einer Energieeffizienzklasse zugeordnet werden. Die Skala bei Fernsehern reicht von der Energieeffizienzklasse A+ für sehr sparsame Geräte bis zur Energieeffizienzklasse F für ineffizient arbeitende Geräte mit sehr hohem Energiebedarf. Darüber hinaus enthält das Label folgende energierelevanten Hinweise:

  • Leistung während des Betriebs
  • Energieverbrauch im Jahr (Berechnungsgrundlage sind vier Stunden Betrieb am Tag und 20 Stunden im Standby Modus)
  • Länge der Bildschirmdiagonale

Neben dem Energielabel, mit dem jedes Unternehmen seine Fernseher vor dem Verkauf auszeichnen muss, gibt auch das mitgelieferte Handbuch Auskunft über den Energieverbrauch des TV-Gerätes. Hier findest Du in der Regel zwei unterschiedliche Messgrundlagen: den Verbrauch des Gerätes im Standby-Modus und den Verbrauch des Gerätes während des Betriebes.

TV-Geräte richtig vergleichen

Um beim Kauf eines Fernsehers den Stromverbrauch unterschiedlicher Modelle miteinander vergleichen zu können, solltest Du darauf achten, dass sie dieselbe Bildschirmdiagonale aufweisen. Als Orientierung für die Wahl der richtigen Bildschirmgröße gilt die Faustregel: Die Bildschirmdiagonale mal drei genommen, ergibt den optimalen Sitzabstand – also die Distanz zwischen Couch und dem Ort, an dem Du den neuen Fernseher aufstellen möchtest. Weitere Vergleichskriterien sind der kWh-Verbrauch im Jahr und die Leistungsaufnahme des Fernsehers.

Zusammenfassung

  1. Derzeit gibt es Röhrenfernseher, Plasmafernseher und Fernseher mit LCD-Bildschirm auf dem Markt
  2. Am meisten Strom verbraucht der Röhrenfernseher, bei Plasma- und LCD/LED-Bildschirmen mit derselben Bildschirmdiagonale frisst der Plasmafernseher mehr Energie
  3. Mit der Größe der Bildschirmdiagonale erhöht sich der Stromverbrauch des Gerätes
  4. Die Energieeffizienzskala reicht bei Fernsehern von der Energieeffizienzklasse A+ für sehr sparsame Geräte bis zur Energieeffizienzklasse F
  5. Um beim Kauf eines Fernsehers den Stromverbrauch unterschiedlicher Modelle miteinander vergleichen zu können, müssen sie dieselbe Bildschirmdiagonale aufweisen