FAQ: Alle Fragen zur Apple Watch – und alle Antworten

Die Apple Watch erscheint in Deutschland am 24. April. Die Apple Watch erscheint in Deutschland am 24. April. (© 2015 picture alliance / AP Images)

Apple hat am Montagabend die Features und Funktionen der Apple Watch in aller Ausführlichkeit vorgestellt. Für alle, die den Live-Stream vom "Spring Forward"-Event nicht verfolgt haben oder noch immer nur Bahnhof verstehen, haben wir die passenden FAQ.

Wann kommt die Apple Watch eigentlich?

Beim "Spring Forward"-Presse-Event hat Apple endlich die Katze aus dem Sack gelassen und das Release-Datum für seine erste Smartwatch genannt. Die Apple Watch kommt am 24. April, einem Freitag, in neun Ländern auf den Markt. Dazu gehören Deutschland, die USA, Großbritannien, Australien, Kanada, China, Frankreich, Hong Kong und Japan. Bereits ab dem 10. April kann die schlaue Uhr online vorbestellt werden. Ab dem gleichen Tag kann die Apple Watch auch live in Apple Stores getestet werden. Release-Termine für weitere Länder stehen noch nicht fest.

Wieviel kostet die Smartwatch?

Apple weicht bei der Smartwatch von seiner üblichen Design-Philosophie ab und bietet die Uhr mit vielen verschiedenen Armbändern und in drei grundsätzlichen Varianten an. Daher ist eine einfache Antwort auf die Preisfrage nicht möglich. Die Einsteiger-Variante Apple Watch Sport mit Aluminium-Gehäuse kostet in Deutschland als 38-Millimeter-Version 399 Euro. Mit einem 42 Millimeter breiten Gehäuse steigt der Preis auf 449 Euro. Die Standard-Variante aus rostfreiem Edelstahl geht ab 649 Euro (38 Millimeter) beziehungsweise 699 Euro (42 Millimeter) über den Ladentisch. Die teuerste Variante Apple Watch Edition ist limitiert und wird mindestens 11.000 Euro kosten. Die Preisspanne endet hier bei 18.000 Euro.

Brauche ich für die Apple Watch ein iPhone?

Klares Ja! Wie viele Android-Smartwatches braucht auch die Apple Watch eine Verbindung zu einem Smartphone, um voll funktionstüchtig zu sein. Allerdings funktioniert die Verbindung nicht mit jedem beliebigen Handy – es muss schon ein halbwegs aktuelles iPhone sein. Laut Apple ist die Smartwatch mit iPhone 5, iPhone 5s, iPhone 5c, iPhone 6 und iPhone 6 Plus kompatibel. Auf dem Mobiltelefon muss mindestens iOS 8.2 mit der neuen Companion-App für die Apple Watch installiert sein.

Was bekomme ich beim Kauf der Apple Watch?

Beim Kauf einer Apple Watch gibt es neben der eigentlichen Uhr und dem ausgewählten Armband auch noch eine magnetische Ladestation und ein Netzteil. Die Armbänder der Apple Watch sind übrigens austauschbar und können später gewechselt werden. Ob auch Drittanbieter Armbänder verkaufen dürfen, ist aber noch unklar.

Was kann die Apple Watch denn nun eigentlich?

Generell sollte die Apple Watch als Erweiterung des iPhones verstanden werden. Bei einer aktiven Verbindung mit dem Smartphone werden Anrufe und Mitteilungen vom Handy auf die Smartwatch umgeleitet. Auf der Uhr kann der Nutzer mit einfachen Befehlen antworten. Auch viele bekannte iOS-Apps von Drittanbietern finden sich als vereinfachte Version auf der Apple Watch wieder. Dabei setzt Apple auf die Glances-Funktion. Mit einer kurzen Handbewegung zeigen die Anwendungen kurze und optimierte Infos an, die alle auf einen Screen passen. Das iPhone kann somit in der Tasche bleiben. Allerdings dürfen Drittanbieter-Apps nicht alle Funktionen der Apple Watch nutzen – manche Features wie Scrollen bleiben Apple-Apps vorbehalten.

Auch mobiles Bezahlen via Apple Pay ist mit der Smartwatch möglich. Eine zusätzliche Authentifizierung auf dem iPhone ist dabei nicht nötig, das Bezahlen läuft allein über die Uhr. Ohne Smartphone-Verbindung kann die Apple Watch nur den Puls messen, Schritte zählen und die Zeit anzeigen.

Apple Watch
Die Apple Watch kann Schritte zählen und den Herzschlag messen. (© 2015 YouTube/Apple)

Welche Fitness-Funktionen bietet die Smartwatch?

Die Apple Watch besitzt Sensoren zur Messung der Herzfrequenz sowie einen Lage- und Beschleunigungssensor, der die Bewegung des Nutzers erkennt und so unter anderem für Fitness-Apps genutzt werden kann. Die Smartwatch erkennt also, wie viele Kalorien der Nutzer verbrennt, wie viele Minuten der Nutzer aktiv ist und wie lange er nur sitzt. Ursprünglich wollte Apple anscheinend noch viel mehr Fitness-Features in der Uhr verbauen. So planten die Kalifornier Sensoren für das Messen des Stresslevels oder des Blutdrucks. Da diese Technik allerdings noch nicht wirklich ausgereift ist, strich Apple sie wieder von der Liste. In zukünftige Apple Watch-Generationen könnten diese Sensoren allerdings eingebaut werden.

Wie wird die schlaue Uhr bedient?

Apple verlässt sich bei der Bedienung der Apple Watch nicht allein auf den Touchscreen. Dieser wäre auch zu klein, um die Uhr anstandslos bedienen zu können. Die Kalifornier verbauten in der Smartwatch daher auch eine Krone, die an der rechten Seite des Gehäuses sitzt. Mit der digitalen Krone kehrt der Nutzer auf den Homescreen zurück, aktiviert die Sprachassistentin Siri, blättert durch Listen oder zoomt in Apps hinein. Unter der Krone sitzt noch ein kleiner Button, der zum Öffnen der Kontaktliste dient. Ein völlig neues Feature der Apple Watch ist zudem Force Touch. Durch winzige Elektroden im Display kann der Screen erkennen, ob man leicht tippt oder stärker drückt.

Apple Watch
An der rechten Seite der Apple Watch sitzt die digitale Krone. (© 2015 YouTube/Apple)

Wie sieht es mit den Specs der Smartwatch aus?

Apple lässt sich bei seinen technischen Produkten ungern in die Karten blicken – das ist bei der Apple Watch nicht anders als bei iPhones oder iPads. Über die Smartwatch ist bislang so viel bekannt: Das Retina-Display ist je nach Gehäusebreite 1,5 oder 1,7 Zoll groß. Die Uhr wiegt je nach Version zwischen 25 und 67 Gramm. Im Inneren der Apple Watch arbeitet der Chip Apple S1, dessen technische Daten allerdings noch unklar sind. Auch Arbeitsspeicher und interner Speicher sind noch unbekannt.

Wie lange hält der Akku der Apple Watch?

Die Akkulaufzeit der Apple Watch war vor dem "Spring Forward"-Event ein großer Streitpunkt. Firmenchef Tim Cook erklärte auf der Pressekonferenz, dass die Smartwatch bei einer normalen täglichen Nutzung 18 Stunden durchhalten soll. Bei intensiver App-Nutzung dürfte der Uhr aber deutlich schneller die Puste ausgehen. Einmal pro Tag muss der Akku der Apple Watch also mindestens aufgeladen werden.

Ist die Apple Watch wasserdicht?

Laut Hersteller ist die Apple Watch wasserdicht nach IPX7. Dass bedeutet, dass die Smartwatch gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt ist und 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe durchhalten sollte. Für eine kurze Dusche kann die Uhr daher wohl am Handgelenk bleiben, Schwimmen oder Tauchen sollte man mit ihr aber besser nicht.