Google Photos: 16 Tipps für die ersten Schritte

Google Photos ist die neueste App des Suchmaschinenkonzerns. Google Photos ist die neueste App des Suchmaschinenkonzerns. (© 2015 picture alliance / AP Images)

Google hat seinen Online-Dienst für Fotos und Videos kräftig überarbeitet. Mit unbegrenztem Speicherplatz, neuen Apps für Android und iOS sowie intelligente Fotofunktionen ist Google Photos die ideale Anlaufstelle für Deine Bilder. Wir stellen den neuen Dienst im Detail vor und geben Tipps.

Digitales Bilderchaos

Während unsere Eltern aus ihrem Sommerurlaub noch maximal drei Filme mit 36 Bildern voller Erinnerungen mitbrachten, haben die digitale Fotografie und ständige Verbesserungen bei den Handykameras die Grenzen aufgehoben. Die Folge: Eine wahre Bilderflut bevölkert unsere Festplatten. Doch während nur die wirklichen Foto-Enthusiasten sich im Nachhinein hinsetzen und ihre Bildersammlung in mühevoller Kleinstarbeit überarbeiten und katalogisieren, landen bei einem Gros der Nutzer die Aufnahmen oftmals ungesehen im digitalen Daten-Nirwana. Und wer schon einmal versucht hat, aus einer mehrere Gigabyte umfassenden Sammlung ein Bild herauszufischen, weiß, auf welch schier hoffnungsloses Unterfangen er sich einlässt. Zwar gibt es mit Adobe Photoshop Lightroom und Co. bereits Software, die sich dieser Problematik annimmt, doch werden damit auf Dauer nur Berufsfotografen und äußerst engagierte Knipser glücklich.

1. Google Photos: Die Vorteile

Ortssuche
Die App erkennt automatisch den Standort der Fotos. (© 2015 TURN ON)

Mit Google Photos hat der Internetriese Ende Mai 2015 einen Dienst vorgestellt, der Deine Aufnahmen nicht nur wiederauffindbar katalogisieren will, sondern mithilfe smarter Effekte und Bildverbesserer alles aus Deinen Fotos rauszuholen möchte. Und das alles vollautomatisch. Um die Attraktivität des Dienstes zu erhöhen, hat Google als einer der ersten Anbieter das sonst übliche Speicherlimit aufgehoben, zumindest solange Fotos und Videos nicht in voller Auflösung hochgeladen werden. Um die Daten möglichst kompakt zu halten, rechnet Google die Auflösung von Bildern und Videos herunter. Einmal hochgeladen, übernehmen Algorithmen die Arbeit und analysieren das Material. Sie erkennen beispielsweise abgebildete Motive, Standortdaten oder Zeitpunkt der Aufnahme. Von Vorteil: der Konzern bringt seine jahrelange Erfahrung aus der Bildersuche im Netz zum Einsatz.

2. Den Überblick behalten

Uebersicht_Dinge
Google Photos bastelt automatisch Collagen. (© 2015 TURN ON)

So lässt sich die Foto-Sammlung anschließend nach Orten oder Motiven durchsuchen. Neben den üblichen Bearbeitungsfunktionen steht zusätzlich eine automatische Bildverbesserung bereit, um weniger gelungene Aufnahmen aufzuwerten. Habt ihr eine Serie von Fotos oder Videos geschossen, bastelt der Dienst auf Wunsch sogar stimmige Collagen, Geschichten oder Sammlungen, die Erlebnisse noch mal in besonderer Form hervorheben. Dabei lässt sich der Dienst einfach über das Webinterface oder dank Apps für iOS und Android bequem von Smartphone und Tablet steuern.

3. Bezahlung: Daten statt Bargeld

Wer nach dem Preis fragt, darf sich freuen: Denn wie bei vielen anderen Google-Diensten ist auch die Nutzung von Google Photos gratis. Lediglich ein kostenlos verfügbares Google-Konto ist Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes. Seinen Schnitt macht der Konzern, indem er dadurch langfristig Nutzer an sein Öko-System bindet. Außerdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google die durch den Dienst gewonnen Daten auch für Werbezwecke einsetzen kann. Letztlich muss also sich jeder Nutzer des Dienstes darüber im Klaren sein, dass er hier wie bei den meisten anderen Diensten auch mit seinen Daten zahlt, die man dem Unternehmen zur Verfügung stellt. Ob man das als problematisch empfindet oder nicht, muss jeder persönlich abwägen.

4. Mehr Speicherplatz benötigt?

Assistent_App
Nur bei voller Auflösung kann der Speicherplatz in Google Photos knapp werden. (© 2015 TURN ON)

Einzig wenn Aufnahmen in voller Auflösung gespeichert werden, zieht der Konzern den belegten Speicher vom Kontingent bei Google Drive ab. Standardmäßig gibt es hier 15 Gigabyte kostenlos. Wer mehr will, kann über diverse Promo-Aktionen aufstocken oder muss bezahlen. Für 100 Gigabyte verlangt der Konzern aktuell (Stand: Juni 2015) 1,99 US-Dollar, umgerechnet und inklusive Steuern 2,12 Euro pro Monat. Weitere Datenpläne und deren Kosten findet ihr direkt bei Google. Zur Orientierung: Ein mit der Kamera-App eines Smartphones geschossenes Foto belegt im Schnitt um die zwei Megabyte. Bei einem Speichervolumen von 15 Gigabyte entspricht das rund 7.500 Aufnahmen.

5. Foto-Synchronisation einrichten

Um Aufnahmen für die Weiterverarbeitung auf die Google-Server zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben dem klassischen Upload über die Webseite des Dienstes stellt Google auch Programme bereit, die Dir die Arbeit abnehmen. Für Windows-PCs und Mac-Rechner steht das Programm Google Photos Backup bereit. Das lohnt vor allem, wenn gleich die komplette Foto-Sammlung im Online-Speicher landen soll. Nach einmaliger Anmeldung mit Deinem Google-Konto muss man dem Programm nur noch mitteilen, wo auf der Festplatte die Bildersammlung zu finden ist. Anschließend lädt das kleine Tool alle am Zielort Daten der unterstützten Dateiformate selbstständig hoch. Zudem überwacht das Programm den angegebenen Speicherbereich und ergänzt neu hinzugekommene Bilder.

6. Daten vom Smartphone und Tablet hochladen

Speicher_Kopie_loeschen
Fotos lassen sich vom Smartphone ganz einfach hochladen. (© 2015 TURN ON)

Um Fotos und Video vom Smartphone oder Tablet zu sichern, ist die Installation der für Android- und iOS-Geräte bereitstehenden App erforderlich. Hier finden sich die entsprechenden Einstellungen im Menü unter "Sichern und synchronisieren". Bei der iOS-App muss gegebenenfalls noch der Zugriff auf die Fotos des Geräts aktiviert werden. Diese ist unter den Datenschutz-Optionen des Betriebssystems zu finden. Öffne hier den Menüpunkt "Fotos" und aktiviere Google Photos. In den Einstellungen beider Apps lässt sich anschließend noch festlegen, ob nur Aufnahmen aus dem Kamera-Ordner oder auch weitere Quellen wie etwa WhatsApp-Bilder in den Datenbestand einfließen sollen. Öffne dazu das App-Menü und navigiere zu "Einstellungen > Sichern und synchronisieren > Ordner zum Sichern wählen". Unter Android liefert der Menü-Eintrag "Geräteordner" allerdings eine übersichtlichere Darstellung.

7. Foto-App offline nutzen

Wer seine Bilder ungern auf Google-Servern sieht, kann die Photos-Apps auch ohne Verbindung mit einem Google-Konto nutzen. Dann allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang. Im Offline-Modus lassen sich mit der App lediglich aufgenommene Fotos und Video anschauen, Fotos bearbeiten oder Dateien mit Freunden und Bekannten teilen. Dafür bleiben die Fotos und Videos auf Deinem Gerät. Mit Picasa hat Google zudem eine kostenfreie PC-Anwendung im Angebot, mit der sich Bilder auch offline unter Windows und Mac OS bearbeiten lassen. Überlegt man es sich später anders, dann bietet auch das Programm auch eine Upload-Funktion.

8. Upload-Größe wählen

Settings_Webinterface
Bei der Einstellung "Originalgröße" kann der Speicherplatz schnell knapp werden. (© 2015 TURN ON)

Google Photos speichert Bilder und Videos standardmäßig mit der Voreinstellung "Hohe Qualität". Nur mit der Einstellung steht der unbegrenzte Speicherplatz zur Verfügung. Um Platz zu sparen, verkleinert der Dienst hierbei die Daten. Google verspricht, dass bei Aufnahmen von Smartphones und Kompaktkameras mit maximal 16 Megapixeln keine sichtbaren Nachteile bei der Bildqualität entstehen. Für Videos liegt die Grenze bei Full HD-Auflösung. Wer hingegen viel mit der Spiegelreflexkamera fotografiert oder die Sicherung in voller Auflösung bevorzugt, wählt in den Einstellungen "Originalgröße" aus. Dann landen die Originaldateien auf den Google-Servern, allerdings auf Kosten des Speicherkontingents von Google Drive.

9. Es geht los: Google Photos übernimmt

Je nach Menge der zu synchronisierenden Daten dauert es nach der Ersteinrichtung einige Zeit, bis alle Fotos und Videos bei Google angekommen sind. Während der Upload unter Android, Windows und Mac automatisch im Hintergrund verläuft, hat die iOS-App mit Problemen zu kämpfen. In der aktuellen Version (1.0.1) klappt der automatische Upload nur, wenn das iPhone oder iPad an der Steckdose hängt oder die Anwendung geöffnet ist.

10. Der Assistent

Assistent_App_start
Der Fotoassistent hilft bei der Einrichtung der App. (© 2015 TURN ON)

Erster Anlaufpunkt ist der Fotoassistent. Hat Google Photos aus Deinen Bilder und Videos thematisch passende Filme, Geschichten, Animationen oder Collagen erstellt, erfährst Du es hier zuerst. Gefallen Dir die jeweiligen Montagen und Zusammenstellungen, dann tippe auf "In Bibliothek speichern". Andernfalls lösche sie einfach, indem Du den Eintrag nach rechts wischst. Auf dem PC klappt das durch Klicken auf das "x" rechts oben.

Der Assistent informiert darüber hinaus über den Upload-Status oder bei Problemen. Es lohnt also, hin und wieder vorbeizuschauen. Wer selber kreativ werden will, der erstellt einfach seine eigenen Kollektionen. Das klappt bislang aber nicht über das Webinterface, sondern lässt sich nur mithilfe der Apps realisieren. Die Option, aus Fotos und Videos einen eigenen Film zu erstellen, klappt zudem nur mit einem iPhone, iPad oder einer Auswahl bestimmter Android-Geräte. Welche das sind, verrät die Fotos-Hilfe. Um gezielt alle Kreationen aufzurufen, öffne die Suche und tippe unten auf "Erstellte Dateien" oder "Kreationen".

11. Intelligente Suche

Suche_Apfel
Google Photos bietet eine sehr clevere Bildersuche. (© 2015 TURN ON)

Zu den Besonderheiten des Dienstes gehört die automatische Bilderkennung. So ist Suchfunktion in der Lage, Aufnahmen nicht nur anhand des Datums zu erkennen, sondern auch am Bildinhalt. So identifiziert Google Photos beispielsweise auch Orte ohne Geoinformationen anhand von bekannten Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Brandenburger Tor oder dem Eiffelturm. Doch damit nicht genug: Der Dienst erkennt darüber hinaus auch Personen und Dinge, wobei unter Letzteres alle möglichen Gegenstände oder Ereignisse wie Gebäude, Katzen, Essen, Konzerte oder Partys fallen.

Öffnet man die Suche, liefert Google eine Vorschau von verschiedenen Personen, Orten oder Dingen. Zusätzlich lässt die Sammlung nach frei wählbaren Schlagworten durchsuchen. Wer hier beim ersten Anlauf kleinen Erfolg hat, sollte es mit Synonymen versuchen. Die Praxis hat zudem gezeigt, dass die Suche nach englischen Begriffen hin und wieder bessere Ergebnisse zutage fördert. Grundsätzlich funktioniert die automatische Erkennung aber erstaunlich gut, nur hin und wieder patzt die Software. Hier ist davon auszugehen, dass Google seine Algorithmen nach und nach verbessert. Schlecht: Macht das Programm bei der automatischen Zuordnung Fehler, ist es derzeit nicht möglich, diese zu korrigieren.

12. Personen: Freischaltung notwendig

Hierzulande noch nicht freigeschaltet ist die Erkennung von Personen. Dabei scannt Google Photos die Aufnahmen nach Gesichtern und erstellt automatisch eigene Alben mit den jeweils selben Personen. Dabei verspricht Google, dass die Analyse-Werkzeuge in der Lage sind, Personen auch unabhängig von ihrem jeweiligen Alter zu identifizieren. Ebenso lässt sich der Dienst auch nicht durch Sonnenbrillen oder sonstige Verhüllungen beirren. Um die Gesichtserkennung schon heute zu aktivieren, muss der Dienst einmalig mit einer US-amerikanischen IP-Adresse eingerichtet werden. Deinstalliere dazu, falls bereits vorhanden, die Photos-App von Deinem Smartphone oder Tablet. Keine Sorge: Bereits synchronisierte Inhalte bleiben davon unberührt. Anschließend installierst Du eine VPN-Anwendung Deiner Wahl. Bei vielen Android-Nutzern hat sich hier die App TunnelBear VPN für Android beziehungsweise iOS bewährt. In jedem Fall genügt einer der kostenlosen Anbieter völlig aus.

13. Gesichtserkennung aktivieren

Suche_Personen_Orte_Dinge_Uebersicht
Die Personenerkennung funktioniert bislang nur mit einer US-IP-Adresse. (© 2015 TURN ON)

Lade anschließend die Photos-App erneut herunter, starte sie aber noch nicht. Öffne stattdessen den zuvor installierten VPN-Dienst und verbinde Dich mit einem in den USA stehenden Server. Steht die Verbindung, kann Google Photos gestartet werden. Ist das Programm eingerichtet und mit dem Google-Konto verbunden, müssen die Einstellungen geöffnet werden. Hier jetzt nur noch die Option "Ähnliche Gesichter gruppieren" aktivieren und die Funktion ist für das verwendete Google-Konto freigeschaltet. Anschließend die VPN-Verbindung wieder trennen und das war‘s. Die Personen-Übersicht steht unter der Suchfunktion des Dienstes auf allen Geräten zur Verfügung. Eine erneute VPN-Verbindung ist nicht erforderlich, die entsprechende App kann bedenkenlos wieder deinstalliert werden. Die von Google+ bekannte Möglichkeit, Personen auch Namen zuzuordnen, bietet Google Photos derzeit nicht.

14. Bilder bearbeiten

Selbstverständlich lassen sich mit Google Photos auch Bilder im üblichen Rahmen bearbeiten. Dazu einfach ein Foto auswählen und auf das Stift-Symbol tippen. Hier lassen sich jetzt Helligkeit (Licht) und Farbintensität (Farbe) anpassen, sowie mit einer Art Scharfzeichnungsfilter (Pop) oder Vignettierung versehen. Wer nicht lange nach der perfekten Einstellung suchen will, lässt die automatische Korrekturfunktion (Auto) ran. Gerade bei Aufnahmen, die unter ungünstigen Lichtsituationen entstanden sind, liefert die Funktion erstaunlich gute Ergebnisse. Zusätzlich lässt sich das Bild noch zuschneiden, drehen oder mit einem von 14 Farbfiltern aufhübschen.

15. Bilder teilen

Bilder_teilen
Bilder lassen sich mit Google Photos ganz einfach teilen. (© 2015 TURN ON)

Grundsätzlich sind alle bei Google Photos gespeicherten Aufnahmen privat, also nur für Dich sichtbar. Wer aber seine Aufnahmen, Collagen oder Clips mit Freunden teilen will, der findet auch hier die entsprechenden Möglichkeiten. Neben der Möglichkeit, die Aufnahme direkt an andere Dienste wie WhatsApp, Facebook, Twitter & Co. weiterzureichen, lässt sich auch ein öffentlicher Link zu der gewünschten Datei generieren. Anschließend kann jeder das ausgewählte Bild zugreifen, der über die Webadresse verfügt. Praktisch: Der Eintrag "Geteilte Links" im Menü von Google Fotos listet alle jemals erstellten Links und die dazugehörigen Dateien auf. Soll der einst freigegebene Inhalt nicht mehr von außen erreichbar sein, klickt hier auf "Link löschen" um den Zugriff wieder zu sperren. Der Dienst bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Standortdaten vor dem Teilen zu entfernen. Dazu muss lediglich die entsprechende Funktion in den Einstellungen aktiv sein. Aber Achtung: Das klappt nur bei Fotos und Videos, die ihr per Link teilt.

16. Platz schaffen

Einer der wesentlichen Vorteile eines Online-Speichers ist, dass man nicht alle auf Daten lokal speichern muss. Wird also der Speicherplatz auf dem Smartphone knapp, kannst Du problemlos Bilder und Videos löschen. Im Cloud-Speicher stehen die Dateien weiterhin zur Verfügung und lassen sich betrachten, bearbeiten, teilen oder bei Bedarf erneut herunterladen. Markiere dazu einfach die gewünschten Aufnahmen und tippe auf "Kopie auf dem Gerät löschen". Die Option versteckt sich unter dem Overflow-Menü der App. Wird es ganz knapp mit dem Speicher auf dem Gerät, dann schlägt der Foto-Dienst die Option auch von selbst vor. Sollen die Aufnahmen komplett verschwinden, musst Du auf das Papierkorb-Symbol tippen. Dann landen die Dateien für 60 Tage im Papierkorb bis Google sie endgültig löscht.

Google Photos: Diese Funktionen fehlen

Nicht_Perfekt
Die Bildbearbeitung von Google Photos könnte noch durchaus verbessert werden. (© 2015 TURN ON)

Auch wenn der Bilder-Dienst von Google einen überzeugenden Eindruck hinterlässt, an einigen Stellen besteht durchaus noch Optimierungspotenzial. Am ärgerlichsten ist die fehlende Möglichkeit, Bilder mit eigenen Schlagworten zu versehen. Insbesondere wenn die automatische Bilderkennung daneben greift und beispielsweise Giraffen als Katzen identifiziert oder Strandfotos unter Felswände einsortiert werden, wäre eine manuelle Option wünschenswert. Die Funktion zum Bearbeiten von Bildern ist zwar gelungen umgesetzt, stellt mit Blick auf die Konkurrenz aber keine Besonderheit dar. Dass der Konzern weiß, wie es besser geht, zeigt die ebenfalls für iOS und Android verfügbare Foto-App Snapseed.

Zudem fehlen einige Optionen, die der Foto-Dienst unter Google+ bereits angeboten hat. Dazu zählt beispielsweise die automatische Bildoptimierung für alle Bilder. Unter Google Photos lässt sich die Option nur für jede Aufnahme einzeln anwenden. Ebenso fehlt die Möglichkeit, Bildinformationen wie etwa das Aufnahmedatum zu bearbeiten. Zwar lassen sich über einen Direktlink die Foto-Optionen von Google+ aufrufen, doch ist dieser Umweg eigentlich unnötig.

Zusammenfassung

  1. Mit Google Photos liefert der Internetriese eine gelungene Lösung für die Fotoflut
  2. Um Ordnung in das Chaos zu bringen, setzt Google auf eine möglichst einfache Bedienung, unbegrenzten Speicherplatz und moderne Bildanalyse
  3. Über die kostenlos verfügbaren Programme für Android, iOS, Windows und Mac sowie die Webseite des Dienstes hat man von überall Zugriff auf die Daten
  4. Gleichzeitig sorgen die Programme dafür, dass neue Aufnahmen direkt auf den Google-Servern landen
  5. Nach dem Upload scannt der Dienst alle Aufnahmen, um die darauf abgebildeten Inhalte automatisch zu erkennen und zu katalogisieren
  6. So lässt sich die Foto-Sammlung nach frei wählbaren Schlagworten durchsuchen oder Unzulänglichkeiten bei den Aufnahmen mittels der automatischen Bildverbesserung ausgleichen
  7. Die mit der Einführung von Google Photos vorgestellte Erkennung von Personen hat Google in Deutschland noch nicht aktiviert, mithilfe eines Tricks lässt sich die Funktion aber schon heute freischalten
  8. Wer will, nutzt die Apps für Smartphones und Tablets auch ohne Cloud-Anbindung, verzichtet dabei aber auf ein Großteil der Funktionen
  9. Als Dreingabe generiert Google Photos aus Bildern und Videos auch thematisch passende Filme, Geschichten, Animationen oder Collagen
  10. Ebenso verfügt der Dienst über Optionen, um Aufnahmen zu bearbeiten oder mit Freunden und Bekannten zu teilen
  11. Auch wenn Google Photos im Kern überzeugt, an einigen Stellen muss der Anbieter noch nachbessern