iPhone 6s und iPhone 6 im Vergleich: Lohnt sich der Umstieg?

Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 6 auf das iPhone 6s? Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 6 auf das iPhone 6s? (© 2015 picture alliance / AP Images / Eric Risberg)

Der Release des iPhone 6s und des iPhone 6s Plus steht am 25. September an. Viele Nutzer stehen deshalb vor der Frage: Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 6 auf das iPhone 6s oder nicht? Welche Vorteile Apples neues Smartphone-Flaggschiff im Vergleich zur Vorjahres-Version genau bietet und ob sich der Wechsel zur neuesten Generation lohnt, klären wir jetzt in unserem Vergleich.

iPhone 6s und iPhone 6s Plus schwerer als die Vorgänger

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Die neuen iPhones sind etwas schwerer als die direkten Vorgänger. (© 2015 Apple)

In puncto Design bleibt sich Apple treu – und wagt auch beim neuesten Flaggschiff keine Experimente. Optisch ist das Modell auf den ersten Blick kaum vom direkten Vorgänger zu unterscheiden. Die Abmessungen haben sich allerdings geringfügig geändert. Anders als sonst ist das neue iPhone minimal größer, dafür aber umso schwerer geworden – nicht zuletzt durch die Integration von 3D Touch und die Verwendung von 7000er Aluminium. Neben Gold, Silber und Space Grau haben Nutzer jetzt auch die Möglichkeit, das iPhone 6s in der neuen Farbe Roségold zu kaufen.

Während das iPhone 6 129 Gramm auf die Waage gebracht hat, wiegt das iPhone 6s 143 Gramm – also genau 14 Gramm mehr. Bei der Phablet-Variante ist der Unterschied im Gewicht sogar noch größer. Das iPhone 6s begnügt sich mit 172 Gramm, beim iPhone 6s Plus sind es gleich 20 Gramm mehr – nämlich 192 Gramm. Dieser Unterschied ist in der Praxis sicher spürbar. Das Smartphone ist zwar damit immer noch weit davon entfernt, als Schwergewicht zu gelten. Wer jedoch leichtere Geräte bevorzugt, sollte sich den Umstieg auf das schwerere iPhone 6s gut überlegen.

Displayauflösung gleichbleibend, das iPhone 6s aber mit 3D Touch

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Die Displayauflösung bleibt, beim iPhone 6s reagiert der Screen auf unterschiedlich starken Druck. (© 2015 Apple)

In Sachen Display bleibt alles wie gehabt. Das iPhone 6s wird wie sein Vorgänger ein 4,7 Zoll großes Retina-Display besitzen, das mit 1334 x 750 Pixeln auflöst. Das iPhone 6s Plus wird mit 5,5 Zoll Full HD-Auflösung aufwarten. In puncto Auflösung oder Kontrast gibt es also keine Unterschiede zum iPhone 6 und iPhone 6 Plus. Wohl aber in der Bedienung: Denn das Display erkennt jetzt unterschiedlich starken Druck auf das Panel.

Die Force Touch-Technologie, die Apple beim iPhone 6s als 3D Touch bezeichnet, eröffnet neue Bedienungsmöglichkeiten. Viele Schritte werden dank praktischer Schnellzugriffe jetzt kürzer, wichtige Menüpunkte sind schneller erreichbar. 3D Touch ist sicher das große Feature des aktuellen iPhone 6s. Ein Umstieg allein wegen 3D Touch kann sinnvoll sein für User, die noch schneller auf ihrem Smartphone navigieren möchten und keine Zeit verlieren wollen.

Leistungsstärkerer A9-Chip mit 64 Bit für das iPhone 6s

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Der A9-Chip verspricht bis zu 70 Prozent mehr Leistung. (© 2015 Apple)

Natürlich hat Apple seinen beiden Flaggschiff-Modellen bessere Hardware und mehr Power spendiert. Der neueste A9-Chip mit 64 Bit und integriertem M9 Motion Coprozessor sorgt für eine flüssige Bedienung – was nicht zuletzt das perfekte Zusammenspiel aus Hard- und Software garantiert. Das ist bei den Vorjahresmodellen iPhone 6 und iPhone 6 Plus allerdings nicht anders: Auch diese Smartphones bieten weiterhin ordentlich Leistung – allein deswegen dürfte sich ein Umstieg auf das iPhone 6s wohl kaum lohnen.

iPhone 6s mit 12 MP-iSight-Kamera und 4K-Videoaufnahme

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Die Kamera knipst Bilder in 12 MP und kann jetzt Videos in 4K aufnehmen. (© 2015 Apple)

Die Kamera hat ein umfangreiches Update erhalten. So nimmt die iSight-Kamera des iPhone 6s jetzt Bilder in einer Auflösung von 12 Megapixeln auf – der Vorgänger erlaubte 8 MP-Fotos. Zudem nimmt die Kamera jetzt Videos in 4K-Auflösung auf, das iPhone 6 hingegen nur in Full HD. Die Selfie-Kamera wurde ebenfalls verbessert und erlaubt jetzt Schnappschüsse in einer Auflösung von 5 Megapixeln.

Zudem führt Apple mit Live Photos ein neues Feature ein, das die Momente vor und nach dem Foto festhält. Dadurch wird das aufgenommene Bild beim Antippen lebendig – und kann zudem als Hintergrundbild im Sperrbildschirm eingesetzt werden – das iOS 9-Feature soll es aber unbestätigten Infos zufolge auch auf ältere Geräte schaffen.

Wer also viel fotografieren oder gar äußerst hochauflösend Videos aufnehmen will, für den lohnt sich der Umstieg auf das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus ganz sicher. Wer hingegen mit der Bildqualität des Vorgängermodells zufrieden ist und nicht in 4K filmen möchte, der kann auf einen Wechsel verzichten. Schließlich überzeugt die Bildqualität des 2014er-Modells nach wie vor.

Umstieg auf das iPhone 6s lohnt sich grundsätzlich

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Nicht nur für Android-User wird der Wechsel schmackhaft gemacht, auch iPhone 6-User können zugreifen. (© 2015 Apple)

Die Änderungen vom iPhone 6 zum iPhone 6s sind zwar nicht marginal, aber letztendlich doch einigermaßen überschaubar. Apple hat das iPhone gut und sinnvoll weiterentwickelt, die neuen Features ergeben Sinn und sind in sich stimmig. Die bessere Hardware ist obligatorisch und keine Revolution. Mit 3D Touch hat das US-Unternehmen dem iPhone 6s jedoch ein Feature spendiert, das sich in der Praxis als durchaus sinnvoll erweisen dürfte. Zukünftig werden sicher auch viele andere Apps die Force Touch-Technologie unterstützen.

Auch die Kamera hat das längst überfällige Megapixel-Upgrade erhalten. Die 4K-Videoaufnahme könnte für Hobbyfilmer durchaus ein schlagkräftiges Argument für einen Umstieg auf die neue Generation darstellen. Wer also ein Freund der berührungsempfindlichen Technologie 3D Touch ist, sehr viel mit seinem Smartphone fotografiert und filmt und zudem ein noch stabileres Phone bevorzugt, für den ist der Umstieg auf das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus sicher sinnvoll. Alle anderen Nutzer haben mit dem iPhone 6 nach wie vor ein Smartphone, das sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht.

Nutzer in den USA haben es leichter: Die neue iPhone-Flatrate

Nutzer in den USA haben es dahin gehend bald einfacher. Wer sich dem neuen Upgrade-Programm von Apple anschließt und eine monatliche Gebühr an den iPhone-Konzern entrichtet, darf sich künftig Jahr für Jahr über das neueste Smartphone freuen. Ab etwa 32 US-Dollar ist die Teilnahme möglich, dann entfällt die häufig wiederkehrende Frage, ob sich ein Umstieg lohnt oder nicht. Ob das Upgrade-Programm auch den Weg nach Deutschland finden wird, ist noch ungewiss.