Keine Lust mehr aufs iPhone 6s? 5 spannende Dumbphones

Das MP01 Mobile Phone ist für Dumbphone-Verhältnisse nicht ganz billig. Das MP01 Mobile Phone ist für Dumbphone-Verhältnisse nicht ganz billig. (© 2015 Instagram/punktdesign)

Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Heutzutage läuft fast jeder mit einem Mobiltelefon von Apple, Samsung und Co. durch die Gegend, viele Nutzer scheinen dabei regelrecht am Screen festzukleben. Doch es gibt eine Gegenbewegung!

Du hast keine Lust mehr darauf, geradezu abhängig von Deinem neuen iPhone 6s oder Samsung Galaxy S6 zu sein und ständig auf den Smartphone-Screen zu starren? Dann bist Du nicht allein! Viele Mobiltelefon-Besitzer steigen heutzutage ganz bewusst auf ein sogenanntes Dumbphone beziehungsweise Feature Phone um, das nur die nötigsten Kommunikationsfunktionen bietet. Diese Geräte müssen aber nicht unbedingt hässlich oder altmodisch sein. Wir stellen fünf spannende Dumbphones vor.

1. Teuerstes Dumbphone der Welt? Das MP01 Mobile Phone

Ein Dumbphone, das erst kürzlich Aufmerksamkeit erregte, ist das MP01 Mobile Phone des Schweizer Unternehmens Punkt. Der Hersteller bewirbt das Gerät ganz bewusst als Gegenentwurf zum Smartphone. Das MP01 Mobile Phone soll es dem Nutzer erlauben, sich wieder auf das Wesentliche wie Anrufe oder Nachrichten zu konzentrieren und lässt dafür unnötige Features wie ständige Status-Updates, Benachrichtigungen oder Alerts komplett weg. Dennoch sieht das MP01 modern aus und hat mit alten Knochen wie dem Nokia 3210 nur wenig zu tun. Das 2-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln, der 1000-mAh-Akku soll 500 Stunden im Standby durchhalten. Das MP01 besitzt zudem einen Micro-USB-Anschluss und Bluetooth. Allerdings lässt sich Punkt das stylische Dumbphone auch einiges kosten: Das MP01 Mobile Phone soll noch rechtzeitig vor Weihnachten für 295 Euro zu kaufen sein.

MP01 Mobile Phone
Das MP01 Mobile Phone kostet 295 Euro. (© 2015 Facebook/Punktgroup)

2. Auf das Nötigste reduziert: Das Kyocera Rally

Kyocera ist hierzulande eigentlich eher für seine Drucker und Kopierer bekannt. Die Japaner haben jedoch auch Smartphones, Dumbphones und Feature Phones im Angebot. Ein besonders interessantes Gerät ist das Kyocera Rally. Das Gerät kostet in den USA ohne Vertrag nur knapp 30 Dollar und bietet dafür Grundfunktionen wie Telefonieren und SMS. Das Kyocera Rally hat einen 1,8 Zoll großen Screen mit einer Auflösung von 128 x 160 Pixeln und sogar eine 0,3-Megapixel-Kamera an Bord. Der interne Speicher kann mit einer Micro-SD-Karte auf 32 GB erweitert werden. Bislang ist das Kyocera Rally leider nur in den USA verfügbar.

Kyocera Rally
Das Kyocera Rally hat einen 1,8 Zoll großen Screen. (© 2015 Kyocera)

3. Wenn der Smartphone-Abschied schwerfällt: Das Nokia 222

Microsoft bietet nicht nur selber Smartphones wie das Lumia 950 an, sondern verkauft über die 2014 übernommene finnische Traditionsmarke Nokia auch weiterhin Einsteiger- und Mittelklasse-Geräte. Ein spannendes Mobiltelefon ist beispielsweise das Nokia 222, das im November für 60 Euro zu kaufen sein soll. Das Dual-SIM-Handy ist allerdings gar kein "richtiges" Dumbphone – im Gegensatz zu absoluten Low-End-Geräten bietet das Nokia 222 nämlich auch Internet-Konnektivität und Apps wie Facebook oder Twitter. Das ideale Telefon also für alle, die doch noch etwas Sehnsucht nach Smartphone-Funktionen haben. Die sonstigen Specs: 2,4-Zoll-Display mit 320 x 240 Pixel, 16 MB RAM, 32 GB interner Speicher sowie eine 2-Megapixel-Kamera.

Nokia 222
Das Nokia 222 siedelt sich zwischen Dumb- und Smartphone an. (© 2015 Microsoft)

4. Mobiltelefon im Kreditkarten-Format: Das Light Phone

Das Light Phone startete im Mai 2015 als Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Kickstarter und konnte innerhalb kurzer Zeit das Finanzierungsziel von 200.000 Dollar einfahren. Die Entwickler versprechen für den Release des Light Phone im Sommer 2016 ein extrem reduziertes Gerät. So soll das Dumbphone auf rund 90 Prozent der üblichen Funktionen eines Smartphones verzichten. Tatsächlich lassen sich mit dem Gerät im Kreditkarten-Format nur Anrufe tätigen und entgegennehmen. Auf dem Display wird zudem noch die Uhrzeit angezeigt. Die Akkulaufzeit soll dank der eingeschränkten Funktionen bei rund 20 Tagen liegen und somit weit über dem, was normale Smartphones heutzutage bieten. Der Preis für eine Vorbestellung des Light Phone liegt derzeit bei 100 Dollar.

Light_Phone
Das Light Phone soll nur 38,5 Gramm wiegen. (© 2015 Kickstarter/ Light)

5. Verrückte Mischung aus Dumbphone und Fernbedienung: Das HTC Mini+

Das HTC Mini+, nicht zu verwechseln mit dem HTC One Mini, ist eine verrückte Mischung aus Dumbphone und Sprechset. Von außen wirkt das Gerät wie ein Hybrid aus einem alten Handy und einer Fernbedienung, im Inneren steckt aber durchaus moderne Technik. Das HTC Mini+ besitzt ein 1,5 Zoll großes Display, Bluetooth 2.1 und NFC sowie einen fest verbauten Akku mit einer maximalen Gesprächszeit von neun Stunden. Das Gerät wird allerdings nicht zum Telefonieren oder SMS-Schreiben genutzt – es besitzt nämlich keine eigene SIM-Karte. Vielmehr kann das HTC Mini+ via Bluetooth mit einem anderen Smartphone verbunden und dann als zusätzliches Gerät zum Annehmen von Anrufen genutzt werden. Auch Sofortbenachrichtigungen zu SMS, Terminen und E-Mails kann das HTC Mini+ anzeigen. Durch den integrierten Laserpointer und die Funktion zur Fernsteuerung von Diashows fungiert das Gerät zudem als Fernbedienung. Das HTC One+ gibt es mittlerweile schon für etwa 70 Euro zu kaufen.

HTC Mini+
Das HTC Mini+ verbindet sich via Bluetooth mit einem Smartphone. (© 2015 HTC)