Kennst Du diese zehn versteckten Facebook-Features schon?

Viele geben es nicht zu, verbringen aber tagtäglich viele Stunden auf Facebook. Doch selbst solchen Power-Usern sind nicht zwangsweise alle Features des Netzwerks bekannt. Denn die Social-Media-Macher haben einige Funktionen ziemlich gut versteckt. Kennst Du sie alle?

Wo wären wir heute wohl ohne Facebook? Einige hassen das soziale Netzwerk, andere sind regelrecht süchtig danach. Und sie können ihrer Sucht mittlerweile auf viele Arten frönen: auf dem PC, Smartphone oder Tablet – mit der klassischen Webseite, der Facebook-App oder dem separaten Messenger. Viele bevorzugen nach wie vor die Webseite. Und das nicht zu Unrecht. Der Internetauftritt von Facebook zählt zu den fortschrittlichsten, komplexesten und facettenreichsten Seiten im World Wide Web.

Aber nicht nur für diejenigen, die das Netzwerk als tägliche Informationsquelle nutzen, lohnt es sich, die vielfältigen Personalisierungs- und Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen. Ob Power-User oder Gelegenheits-Networker – Facebook bietet viele nützliche Features und Funktionen. Wir zeigen Dir die nicht ganz so offensichtlichen Einstellungen.

1. Freundschaft anzeigen lassen

Freundschaft anzeigen
Vergessen, woher du jemanden kennst? Vielleicht hilft das "Freundschaft anzeigen"-Feature. (© 2015 TURN ON)

Laut einer Facebook-eigenen Studie aus dem Jahr 2011 hat der Großteil der Facebook-Nutzer mehr als 100 Freunde. Der Durchschnitt lag zum damaligen Zeitpunkt, als das Netzwerk insgesamt 721 Millionen aktive User zählte, bei 190 Freunden. Und das war nur der Durchschnitt – es dürfte also zahlreiche Ausreißer nach oben geben. Wenn Du Freunde jedoch nicht nur "sammeln" möchtest, dann doch aber einmal vergessen hat, was Du mit einer befreundeten Person gemeinsam hast, dann kannst Du das ganz einfach nachsehen.

Besuche das Profil des Facebook-Freundes und rufe das Menü neben "Nachricht senden" auf. Hier steht die Funktion "Freundschaft anzeigen" zur Auswahl. Auf einer neuen Seite zeigt Facebook Dir dann an, seit wann ihr auf der Plattform befreundet seid, welche gemeinsamen Freunde und Interessen ihr habt, auf welchen Fotos ihr gemeinsam markiert wurdet und was ihr euch gegenseitig auf die Timeline gepostet habt.

2. Posts nicht mit jedem Freund teilen

Individuelle Privatsphäre
Individuelle Privatsphäre: Hier kannst Du bestimmen, wer Deinen Post nicht sehen soll. (© 2015 TURN ON)

Hast Du herausgefunden, dass Du denjenigen gar nicht so gut kennst, und er einen geplanten Post besser gar nicht sehen sollte, geht das auch. Was viele nicht wissen: Du kannst nicht nur entscheiden, ob Du etwas öffentlich oder nur mit Freunden teilen willst. Es lassen sich auch gezielt Personen von einem Post ausschließen. Das kann zum Beispiel auch dann hilfreich sein, wenn Du weißt, dass ein bestimmter Freund allergisch auf ein Thema reagieren würde – oder sich schnell zu unpassenden Kommentaren verleiten lässt.

Zu finden ist diese Option unter dem Statusfeld. Tippe wie gewohnt Deine Nachricht ein, öffne das Drop-Down-Menü, das Dich entscheiden lässt, mit wem Du teilst, und rufe hier "Benutzerdefiniert" auf. Nun öffnet sich ein Pop-up, in dem Du nur noch den Namen der Person eintragen musst, die den Beitrag nicht sehen soll.

3. Interessante Links speichern

Link speichern
Gerade keine Zeit zum Lesen? Speicher interessante Links für später ab... (© 2015 TURN ON)
Gespeicherte Links
Dann kannst Du bei Gelegenheit durch alle gespeicherten Posts stöbern. (© 2015 TURN ON)

Das folgende Feature ist für alle interessant, die sich auf Facebook über das tagesaktuelle Geschehen informieren und dafür die Beiträge vieler Seiten abonniert haben. Stolperst Du beim Stöbern im News-Feed auf einen interessanten Artikel, hast aber gerade keine Zeit ihn zu lesen, kannst Du ihn für später auch abspeichern. Dafür einfach den Pfeil rechts oben im Post anklicken und "Link speichern" auswählen. Zur Übersicht Deiner gespeicherten Links, Videos, Orte und Co. gelangst Du über einen Klick auf "Gespeichert" unter den Favoriten auf der linken Seite.

4. Interessante Links einbetten

Link einbetten
Einen Facebook-Post auf einer anderen Webseite einbetten? Auch das ist möglich. (© 2015 TURN ON)

Wusstest Du, dass Du öffentlich auf Facebook geteilte Beiträge auch anderweitig weiterverbreiten darfst? Die Social-Media-Plattform lässt Dich interessante Inhalte etwa auf Deiner eigenen Homepage einbetten. Dafür klickst Du ebenfalls auf den Pfeil rechts oben im Post und wählst "Beitrag einbetten" oder "Weitere Optionen > Beitrag einbetten" aus. Du bekommst nun den Quellcode zum Kopieren angezeigt.

5. Listen mit Interessen erstellen und teilen

Interessensliste
Für mehr Überblick sorgen Interessenslisten zu bestimmten Themen.

Vermisst Du die Übersichtlichkeit in Deinem News-Feed? Dann kann ein bisher wenig beachtetes, aber ganz praktisches Facebook-Feature beim Gruppieren von Themen helfen. Innerhalb des Netzwerks lassen sich nämlich Interessenslisten erstellen, auf denen Seiten und Abonnements zu bestimmten Themen gruppiert werden können. Erstelle etwa eine "Technik"-Liste mit Deinen abonnierten Tech-Seiten. Das funktioniert über den Menüpunkt "Interessen" auf der linken Seite. Per Klick auf "Liste erstellen" öffnet sich ein Pop-up, in dem Du die Seiten zu einem Thema auswählen und der Liste einen Namen geben kannst. Schließlich kannst Du noch auswählen, ob Du die Liste mit Freunden oder sogar öffentlich teilen möchtest.

6. Nervige Neuigkeiten ausblenden

Link speichern
Du kannst nervige Abonnements driekt über einen Beitrag... (© 2015 TURN ON)
Neuigkeiten-Einstellungen
... oder über die "Neuigkeiten"-Einstellungen abbestellen. (© 2015 TURN ON)

Natürlich ist längst nicht alles, was auf Facebook geteilt wird, auch interessant und sehenswert. Zeichnet sich ab, dass bestimmte Personen oder Seiten zunehmend irrelevantes Zeug posten, kannst Du die Abonnements auch abbestellen. Das geht ganz einfach, indem Du entweder den Pfeil rechts oben im Beitrag anklickst und "Seite XY/Person XY nicht mehr abonnieren" auswählst. Oder Du rufst die News-Feed-Einstellungen durch einen Klick auf das Rädchen neben "Neuigkeiten" auf. Dort siehst Du, welche Nachrichten Du abonniert hast und kannst sie durch einen erneuten Klick auf das "Abonniert"-Feld wieder abbestellen.

Du kannst Facebook aber auch dabei helfen, schlauer zu werden und die angezeigten Neuigkeiten besser zu kuratieren. Gefallen Dir Posts nicht, dann teile dies über einen Klick auf "Ich möchte das nicht sehen" in dem Menü mit, das sich über den bekannten Pfeil oben rechts im Post öffnen lässt. Facebook wird Dir künftig weniger Beiträge anzeigen, die es für ähnlich hält.

7. Das "Sonstiges"-Nachrichten-Postfach

Sonstiges-Nachrichten
Unter "Sonstiges" landen Nachrichten von Personen, mit denen Du nicht befreundet bist. (© 2015 TURN ON)

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben – doch lange Zeit blieben viele Facebook-Nachrichten ungelesen. Während das Netzwerk über Nachrichten von Freunden informiert, werden die Mitteilungen von Personen außerhalb der Freundesliste gerne übersehen. Um nachzusehen, ob Dich ein Fremder angeschrieben hat, wechsle in die "Nachrichten"-Ansicht. Neben dem regulären Postfach findest Du oben links die Auswahlmöglichkeit "Sonstiges". Hier landen die mitunter dubiosen Mitteilungen und Anfragen von Nicht-Freunden.

8. Schnüfflern auf die Schliche kommen

Anmeldeorte
Das Ausloggen am PC von einem Freund vergessen? Hole das in den Sicherheitseinstellungen nach. (© 2015 TURN ON)

Hast Du den Verdacht, dass sich jemand anders in Deinen Account eingeloggt hat? Das lässt sich nur schwer beweisen, aber einen Hinweis auf mögliche Schnüffler melden die Anmeldeorte, die Du in den Sicherheitseinstellungen von Facebook einsehen kannst. Hier findest Du den Punkt "Von wo aus du dich anmeldest" und eine Übersicht, wann Du wo mit welchem Gerät online warst. Zusätzlich bietet Dir Facebook hier die Möglichkeit, die festgestellte Aktivität zu beenden. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn Du bei einem Freund online warst und vergessen hast, Dich an seinem PC wieder auszuloggen.

9. Easter Egg: Schrift auf dem Kopf

Sprache
Außer Piratenenglisch steht auch das nur noch schwer lesbare "Upside Down" zur Auswahl. (© 2015 TURN ON)

Anfang der 2000er waren Piraten plötzlich schwer angesagt, 2008 eroberten sie auch Facebook. Zum internationalen "Talk Like A Pirate Day" konnten Nutzer die Sprache in den Allgemeinen Einstellungen auf Piraten-Englisch umstellen. Doch auch noch lange nach diesem "Fei-arr!-tag" ist dieses Feature weiterhin nutzbar. Ebenfalls witzig, aber noch einmal viel unpraktischer: English (Upside Down). Wer diese Sprache auswählt, bekommt die Schrift auf dem Kopf angezeigt.

10. Versteckte Emojis verwenden

Versteckte Emojis
Versteckte Emojis (© 2015 TURN ON)

Benutzt Du gerne Emojis beim Chatten? Klickst Du in die vorgegebene Auswahl in einem Nachrichtenfenster, dürftest Du aber schnell enttäuscht sein. Neben den viel zu riesigen Stickern und den immerhin animierten Katzen findet sich hier nur eine spärliche Auswahl an Emoticons. Darauf musst Du dich beim Chatten allerdings nicht beschränken. Es gibt nämlich noch viele weitere Emojis, die Facebook darstellen kann. Hier findest Du die vollständige Liste. Aus <(") wird im Chatfenster beispielsweise ein Pinguin, aus (y) der blaue Facebook-Daumen. Für viele andere Emojis musst Du nur das Symbol von der Liste kopieren und bei Facebook einfügen.

Zusammenfassung

  1. Vergessen, was Dich mit einem Facebook-Freund verbindet? Nutze die "Freundschaft anzeigen"-Funktion
  2. Sollen bestimmte Freunde einen Post nicht sehen, lässt sich das über das "Individuelle Privatsphäre"-Feature bestimmen
  3. Interessante Links kannst Du jederzeit speichern, um sie auch später noch finden und lesen zu können
  4. Über die Funktion "Beitrag einbetten" bekommst Du den Code zum Artikel
  5. Das Bündeln von Seiten zu bestimmten Themen in Interessenslisten schafft mehr Übersicht
  6. Nerven Dich die Beiträge einer Seite, kannst Du Facebook das mitteilen – das Netzwerk wird Dir künftig weniger Posts dieser Art anzeigen
  7. Wirf hin und wieder einen Blick in das "Sonstiges"-Postfach: Hier landen alle Nachrichten von Personen, mit denen Du nicht befreundet bist
  8. Vergessen, Dich am PC vom Freund auszuloggen? Hole das in den Sicherheitseinstellungen nach
  9. Für etwas Abwechslung im Facebook-Alltag sorgen die Sprachen "English (Pirate)" oder "English (Upside Down)"
  10. Beschränke Dich beim Chatten nicht auf die vorgegebene Auswahl an Emojis – Facebook kann noch viele mehr