Konzertfotografie: Tipps für aufregendere Fotos

Auf Konzerten herrschen schwierige Lichtbedingungen für Fotografen vor. Auf Konzerten herrschen schwierige Lichtbedingungen für Fotografen vor. (© 2015 CC: Flickr/yves Tennevin)

Bei Konzerten in Hallen oder Clubs herrschen schwierige Bedingungen. Mit einigen hilfreichen Kameraeinstellungen und dem richtigen Objektiv kann jedoch auch ein Anfänger richtig gute Konzertfotos knipsen.

Schummrige Beleuchtung, Lichteffekte, umherwirbelnde Künstler – dazu herrscht häufig auch noch Blitzverbot. Konzertbedingungen sind für Fotografen alles andere als ideal. Einige Tipps zur richtigen Kameraeinstellung helfen Dir dabei, die schlechten Lichtverhältnisse in der Konzerthalle auszugleichen und dennoch scharfe Fotos zu schießen.

Tipp 1: Technische Einstellungen für bessere Konzertfotos

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Wähle einen hohen ISO-Wert und überlasse den Weißabgleich der Kamera. (© 2015 CC: Flickr/dephisticate)

Dunkelheit und Lichtshow sorgen während des Konzerts für schlechte Fotobedingungen. Um trotzdem gut belichtete Bilder mit scharfen Konturen aufzunehmen, solltest Du das Modus-Rädchen der Spiegelreflexkamera auf "Blendenautomatik" stellen. Mit dieser Einstellung bestimmst Du manuell die Belichtungszeit, die Einstellung der geeigneten Blendenzahl übernimmt hingegen die Kamera. Über den Autofokus (AF-System) stellt die Kamera zudem das fokussierte Motiv in kürzester Zeit scharf.

Auch den Weißabgleich solltest Du während des Konzerts der Kamera überlassen. Er sorgt trotz wechselnder Lichtverhältnisse für eine gute Farbqualität. Für eine optimale Helligkeit wählst Du bei Indoor-Konzertfotos einen ISO-Wert zwischen 1000 und 1600. Bedenke allerdings, dass das Bildrauschen umso stärker ausfällt, je höher Du die ISO-Zahl wählst.

Tipp 2: RAW-Aufnahmen und Serienbilder

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Serienaufnahmen erhöhen die Chance auf ein gelungenes Foto. (© 2015 CC: Flickr/Jesse Clockwork)

Im Rohdatenformat (RAW) speichert Deine Kamera die aufgenommenen Bildern nicht nur als JPGs, sondern auch als Sensormaterial auf der Speicherkarte. Diese digitalen Negative lassen sich später am PC besser bearbeiten als JPGs. Deswegen solltest Du in den Kameraeinstellungen "RAW-Format" und danach RAW und JPG auswählen. So speicherst Du beide Dateiformate.

Eine clevere Einstellung für Konzertfotos bietet die Highspeed-Serienaufnahme. Sie nimmt in kurzer Zeit viele Fotos nacheinander auf – je nach Qualität der Kamera etwa fünf bis zehn Bilder pro Sekunde. Mit ihr fängst Du Momente ein, die Du nicht vorhersehen konntest. Umso größer ist die Chance, dass beim Auswerten der Bilder auch gelungene Aufnahmen dabei sind.

Tipp 3: Wahl des richtigen Objektivs

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Ein Teleobjektiv eignet sich vor allem für Porträts und Detailaufnahmen. (© 2015 CC: Flickr/Barbara Willi)

Mit dem Einsatz verschiedener Objektive kannst Du ebenfalls während des Konzerts experimentieren. Mit einem Teleobjektiv beispielsweise kannst Du aus dem Konzertgraben nur Porträtsaufnahmen knipsen. Deswegen empfiehlt sich für Gigs in Clubs und Aufnahmen aus dem Konzertgraben der Einsatz eines Standard-Objektivs mit 24 bis 70 Millimetern Zoom. Mit ihm kannst Du auch große Bildausschnitte wie die komplette Bühne fotografieren. Einen noch größeren Bildausschnitt erzielt ein Weitwinkelobjektiv, während ein Fisheye-Objektiv das Bild im Randbereich verzerrt und so für außergewöhnliche Konzertfotos sorgt.

Zusammenfassung

  1. Um die schwierigen Lichtverhältnisse auf Konzerten auszugleichen, solltest Du die Einstellung "Blendautomatik" wählen
  2. Aktiviere den Autofokus für scharfe Aufnahmen
  3. Mit dem automatischen Weißabgleich erzielst Du die besten Farbergebnisse auf Konzerten
  4. Eine ISO-Zahl zwischen 1000 und 1600 eignet sich in der Regel für Indoor-Konzertbedingungen
  5. Fotos kannst Du in RAW-Format besser am PC nachbearbeiten als JPGs
  6. Serienaufnahmen erhöhen die Chancen auf einen originellen Shot
  7. Ein Standard-Objektiv mit 24 bis 70 Millimetern Zoom eignet sich am besten für die Aufnahme von Konzertfotos