Moto 360, Huawei Watch und Co.: 7 Tipps für Android Wear

Ob Huawei Watch, Moto 360 oder LG G Watch: Mit einigen Tipps und Tricks werden die Smartwatches mit Android Wear im Alltag noch praktischer. Beispielsweise kannst Du auf die Schnelle etwa einen Screenshot von dem Bildschirm des Wearables machen, Emojis zeichnen oder ganz andere Zifferblätter installieren.

1. Auf der Smartwatch einen Screenshot machen

MateS_Entwickleroptionen
Beim Mate S lassen sich die Entwickleroptionen unter "Über das Telefon" freischalten. (© 2015 Screenshot TURN ON)

Mit dem Smartphone ist ein Screenshot schnell gemacht – bei einer Smartwatch mit Android Wear ist das Feature hingegen etwas versteckt. Dafür ist der Umweg über das Mobiltelefon notwendig.  Auf diesem müssen zunächst die Entwickleroptionen aktiviert werden. Der genaue Pfad schwankt je nach Hersteller und Modell, bei HTC-Smartphones etwa findet sich die Option unter "Einstellungen > Info >  Software-Informationen  > Mehr". An dieser Stelle musst Du sieben Mal auf "Build Number" tippen, dann taucht die Meldung "Du bist ein Entwickler" auf. Anschließend ist in der Android Wear-App auf dem Smartphone in den Einstellungen oben rechts die Schaltfläche "Wearable-Screenshot erstellen" zu sehen, mit der das Bild angefertigt und auf dem Smartphone hinterlegt wird.  Dann kann das Bildschirmfoto etwa in Google Drive abgelegt werden.

 2. Display mit Handfläche dimmen oder die Helligkeit kurzfristig erhöhen

Android Wear Helligkeit erhöhen
Ab Werk lässt sich die Helligkeit unter Android Wear auch temporär erhöhen. (© 2015 TURN ON)

Wer das Display seiner Smartwatch mit Android Wear schnell dimmen möchte, kann dies bei einigen Modellen mit einer einzigen Bewegung machen. Der Bildschirm muss vollständig mit der Handfläche bedeckt werden, bis die Smartwatch vibriert – schon zeigt das Display nur Schwärze.

Umgekehrt lässt sich aber bei einer zu hellen Umgebung für einige Sekunden die Helligkeit des Bildschirms hochregeln – das funktioniert beispielsweise mit der LG G Watch R, der Huawei Watch oder der Moto 360. Dazu muss die Krone schnell dreimal hintereinander gedrückt werden, dann wird die Helligkeit des Displays für einige Sekunden auf das Maximum angehoben. Ist keine physische Taste vorhanden, musst Du vom oberen Displayrand nach unten wischen und dann von rechts nach links, bis der Modus "Helligkeit erhöhen" zur Auswahl steht.

3. Display-Timeout per App einstellen

Android Wear Watchmaker
Apps wie zum Beispiel WatchMaker Watch Face ermöglichen eine Änderung des Display-Timeouts. (© 2015 TURN ON)

Manche Nutzer mag es stören, dass bei einem Blick auf das Display der Uhr schon nach fünf Sekunden der Bildschirm ausgeschaltet wird. So wird Energie gespart und die Entwickler gehen davon aus, dass dieser kurze Moment ausreicht. Leider gibt es in den Optionen von Android Wear derzeit keine Möglichkeit, analog zum Smartphone auch auf der Smartwatch die Zeit bis zum Display-Timeout festzulegen.

Es gibt allerdings einige Apps, die hier Abhilfe schaffen – beispielsweise die kostenpflichtige Anwendung StayLit Wear oder WatchMaker Watch Face. Letztere gibt es als Gratis-Version mit Einschränkungen oder als kostenpflichtige Applikation mit zusätzlichen Features. Der veränderte Timeout kann jedoch nur für die Zifferblätter verwendet werden, die über die App ausgewählt wurden.

4. Kinomodus für ruhige Momente

Android Wear Kinomodus
Im Kinomodus werden keine Benachrichtigungen angezeigt. (© 2015 TURN ON)

Ob beim Fernsehen, im Kino oder einfach für ungestörte Momente am Abend – für solche Fälle lässt sich das Display einer Smartwatch deaktivieren, was als Kinomodus bezeichnet wird. Der Bildschirm leuchtet nicht auf, auch erscheinen keine Nachrichten – selbst dann, wenn Du darauf tippst oder das Handgelenk drehst. Um den Kinomodus zu aktivieren, musst Du bei einer Smartwatch mit physischer Krone einfach nur zweimal schnell hintereinander die Taste drücken. Das Aufwecken geschieht mit einmaligem Drücken. Ohne einen solchen Button wird die Einstellung auswählt, indem Du vom Homescreen aus nach unten wischst und dann wiederum von rechts nach links, bis die Auswahl für den Kinomodus erscheint.

5. Android Wear: Mit Karten arbeiten

Daneben gibt es aber auch Benachrichtigungen...
Mittels der sogenannten Karten informiert Android Wear über eingehende Nachrichten und Anrufe. (© 2015 TURN ON)

Gerade nach dem Kauf der ersten Smartwatch mit Android Wear mag das Navigieren mit dem Wischgesten durch die verschiedenen Karten etwas verwirrend wirken – mit diesen informiert das Betriebssystem Dich etwa über Benachrichtigungen, Termine oder eingehende Anrufe. Daher geben wir als Hilfestellung eine Übersicht über die Befehle, die durch das Wischen ausgelöst werden.

  • Wische vom Homescreen aus von oben nach unten, um Änderungen an den Benachrichtigungen, dem Kinomodus, der Helligkeit oder den allgemeinen Einstellungen vorzunehmen
  • Wische vom Startbildschirm aus nach nach oben, um zu den Karten zu gelangen
  • Wische nun von oben nach unten, um zwischen den verschiedenen Karten zu wechseln
  • Wenn Du von links nach rechts wischst, rufst Du weitere Aktionen zu dieser Karte auf
  • Ein Wischgeste von rechts nach links schließt die Karte

6. Emojis mit einfachen Gesten zeichnen

Android Wear Emojis
Unter Android Wear kannst Du Emojis mit dem Finger zeichnen. (© 2015 TURN ON)

Heutzutage sind sie aus der Kommunikation kaum wegzudenken: Emojis. Ob traurige, lachende oder grübelnde Gesichter, auch auf Smartwatches mit Android Wear kannst Du sie auswählen und an Freunde verschicken. Grundvoraussetzung: Auf dem Wearable muss mindestens Android Wear 5.1.1 installiert sein. Um einen Emoji auszuwählen, brauchst Du nur eine Antwort an Freunde aufsetzen und ein beliebiges Emoji zeichnen. Das Betriebssystem analysiert Deine Eingabe und schlägt Dir passende Smilies vor. Natürlich kannst Du alternativ auch direkt ein Smiley aus der Vorauswahl nutzen, ohne vorher ein Gesicht zeichnen zu müssen.

7. Apps installieren

Android Wear bietet ab Werk viele verschiedene Zifferblätter zur Auswahl.
Android Wear bietet ab Werk viele verschiedene Zifferblätter zur Auswahl. (© 2015 TURN ON)

Mitteilungen empfangen, Fitness-Daten überwachen und ein paar andere Kleinigkeiten – ab Werk ist der Funktionsumfang der meisten Smartwatches mit Android Wear etwas eingeschränkt. Daher bietet es sich an, unbedingt die eine oder andere App zu installieren. Wir haben hier bereits eine Vielzahl an Apps zusammengestellt – sie bringen beliebte Applikationen wie WhatsApp, Runtastic, Tinder oder Facebook Messenger auf die intelligente Uhr.

Daneben gibt es aber auch solche Apps für Android Wear, die die bestehenden Features der Uhren aufgreifen und verbessern. Da ist zum Beispiel Display Brightness for Wear. Falls Deine Smartwatch keinen Umgebungslichsensor hat, kannst Du mit der Anwendung eine praktische Alternative nutzen. Sie justiert die Helligkeit des Bildschirms automatisch anhand der Tageszeit, Deines Aufenthaltorts und Deiner momentanen Aktivität.