Schritt für Schritt den USB-Stick bootfähig machen

Ein Rechner kann auch von einem USB-Stick gebootet werden. Ein Rechner kann auch von einem USB-Stick gebootet werden. (© 2015 picture alliance)

Vom USB-Stick das Betriebssystem starten: Das geht. Allerdings musst Du ihn vorher bootfähig machen. Das kann nützlich sein, wenn ein Virus oder ein Hardwarefehler Deinen PC oder Laptop lahmlegt. Ob als mobiles Betriebssystem oder als Reparatur-Tool: So lässt sich der USB-Stick bootfähig machen.

Einen USB-Stick bootfähig machen ist kein Hexenwerk. Grundsätzlich erfolgen dabei drei Schritte: Formatieren, Kopieren, Neustarten. Anschließend kann das Speichermedium verwendet werden. Das ist auch und vor allem bei Netbooks interessant, die in der Regel über kein optisches Laufwerk verfügen. So wird bei fast jeder Hardwareausstattung der USB-Stick zum Notfallwerkzeug.

Bootfähiger USB-Stick unter Windows

Ob Du den Stick lieber von Hand oder mithilfe praktischer Werkzeuge bootfähig machen willst, bleibt Dir überlassen. Für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 gibt es im Internet detaillierte Anleitungen. Schneller und einfacher geht es natürlich mit Programmen, die Dir viel Arbeit abnehmen. WinToFlash und UNetbootin sind zwei gleichwertige Möglichkeiten. Letzteres gibt es zudem für alle üblichen Betriebssysteme.

Zunächst muss der USB-Stick formatiert und das richtige Speicherabbild des Betriebssystems ausgewählt werden. Dann werden die Installationsdateien des gewünschten Betriebssystems auf den USB-Stick kopiert. Das geht am schnellsten mit dem Windows USB/DVD Download Tool. Damit bekommst Du alle XP- und Windows 7-Versionen auf den Stick. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der USB-Stick ausreichend Gesamtspeicherplatz besitzt, um das Betriebssystem und weitere Tools kopieren zu können. Zusätzlich sollten die passenden Treiber für Audio, Grafik und Co. gleich mitgespeichert werden. Zu guter Letzt wird das System neu gestartet – schon ist der USB-Stick startklar. Falls Dein Rechner den USB-Stick nicht erkennt, solltest Du diesen Ratgeber befolgen.

MAC und Linux

Einen USB-Stick bootfähig machen, das geht natürlich auch mit beim Mac. Dazu muss die OS X Installer-App aus dem App Store geladen werden. 8 GB Speicherplatz auf dem USB-Stick sind hierfür das Minimum. Zunächst wird der Stick per Festplatten-Dienstprogramm zu einer Partition zusammengefasst. Um ihn von jedem Mac-Rechner starten zu können, sollte das Format "Mac OS Extented (Journaled)" ausgewählt werden. Anschließend wird die Installer-App über das Festplatten-Dienstprogramm unter "Wiederherstellen" ausgewählt. Nach dem Bestätigen wird der Kopiervorgang gestartet und der Stick ist einsatzbereit.

Linux-User haben es da noch einfacher. Mit dem kostenlos Tool Yumi lassen sich nicht nur USB-Sticks bootfähig machen. Das Programm liefert außerdem zahlreiche Betriebssysteme und weitere Diagnosetools.

USB-Stick für Reparatur

Manchmal sollen vom USB-Stick aus Fehler behoben werden. Dafür eignen sich Programme wie Ultimate Boot CD, mit dem gängige Reparatur- und Diagnosearbeiten ganz bequem gelingen. Einfach den Installer starten, den USB-Stick auswählen und "Create" klicken. Nach dem Neustart kann Ultimate Boot CD auf dem Stick verwendet werden. Eine Alternative zu Ultimate Boot CD ist SARDU. Das Werkzeug hat Virenscanner und weitere Notfall-Tools an Bord. Auch Microsoft liefert eine praktische Hilfe. Mit dem Windows Defender Offline können schädliche Software und andere Bedrohungen beseitigt werden. Einfach das Programm herunterladen, auf den leeren USB-Stick ziehen und nach dem Neustart verwenden.

Zusammenfassung

  1. Drei Schritte: USB-Stick formatieren, Betriebssystem und Treiber auf den USB-Stick kopieren
  2. Mit Boot-Tools für Windows, MAC und Linux geht's noch schneller und einfacher
  3. Nach dem Neustart vom Stick aus booten und System oder Treiber installieren
  4. Auch Reparatur-Tools können auf den USB-Stick gezogen werden