Smartphone-Reparatur: Das ist zu beachten

Display kaputt, Akku defekt: Wir verraten, was zu tun ist. Display kaputt, Akku defekt: Wir verraten, was zu tun ist. (© 2016 picture alliance / dpa)

Smartphones sind die idealen Helfer in vielen Lebenslagen. Doch leider sind die schlanken Alleskönner oft nicht gerade hart im Nehmen und schnell ist eine Delle im Gehäuse, ein Anschluss verbogen oder im schlimmsten Fall das Display defekt.

Das Problem bei den meisten Smartphone-Modellen besteht darin, dass sie mittlerweile wie aus einem Guss gefertigt sind und oft hinter einem schicken Glasgehäuse versiegelt sind. Daher ist es oft unmöglich, einzelne Bestandteile wie einen defekten Akku einfach auszuwechseln. Sollte ein zentraler Bestandteil der Technik wie etwa Prozessor oder Arbeitsspeicher defekt sein, hilft – falls das Gerät noch in der Garantiezeit ist – nur eine Einsendung beim Hersteller. Falls die Garantie abgelaufen ist, bleibt eigentlich nur der Kauf eines neuen Geräts. Wir zeigen, wann bei der Smartphone-Reparatur noch Hoffnung besteht und was dabei zu beachten ist.

Akku defekt? Es gibt noch Hoffnung

Mit fortschreitender Betriebsdauer kommt es vor, dass ein Smartphone-Akku entweder an Leistung einbüßt oder im schlimmsten Fall den Dienst ganz quittiert. Falls das Smartphone gar nicht mehr angeht, ist der Akku sehr wahrscheinlich defekt. Wenn hingegen die Laufzeit nachlässt, gibt es mehrere Möglichkeiten: Beim iPhone beispielsweise lassen sich die Ladezyklen des Geräts auslesen. So weißt Du Bescheid, ob der Akku schwächer wird oder ob der Fehler an anderen Faktoren liegt. Vergleichbare Apps gibt es ebenso für das Android-Betriebssystem.

Falls sich das Smartphone auch bei direktem Anschluss an den Strom nicht mehr rührt, ist dies leider ein ziemlich sicheres Zeichen für einen defekten Akku. Falls es bei Deinem Gerät möglich ist, hilft hier nur noch, den Akku auszutauschen.

Display defekt - Austausch möglich

Das Display ist eines der unfallanfälligsten Bauteile eines Smartphones: Kein Wunder, schließlich nimmt der Bildschirm fast die komplette Vorderseite eines Geräts ein. Trotz bruchsicheren Gorilla-Glases kann es passieren, dass beim Sturz des Smartphones das Mobiltelefon unglücklich auf eine spitze Kante aufkommt. Im schlimmsten Fall ziert daraufhin die sogenannte Spider-App Dein Smartphone: ein Netz aus Bruchlinien, das sich quer über das Display zieht. Doch oftmals lassen sich Smartphones-Displays bei Fachwerkstätten komplett austauschen. Wer sich nicht selber an einer Reparatur versuchen möchte: Auch SATURN bietet an, Reparaturen an Geräten wie Smartphones durchzuführen. Alternativ finden sich in den meisten Städten kleinere Shops, in denen Du Dein Smartphone ebenfalls zur Reparatur abgeben kannst.

Wackelkontakt? Knöpfe defekt? Ab in die Service-Werkstatt!

Falls Dein Smartphone nach der Garantiezeit mit anderen Aussetzern zu kämpfen hat, empfehlen wir den Gang zu Service-Experten in speziellen Reparaturwerkstätten oder bei Elektronikfachmärkten. Dort bekommst Du nach Abgabe Deines Gerätes eine Kosteneinschätzung. Dies ist meist günstiger, als wenn es über den Reparaturservice des Herstellers läuft, da diese Werkstätten oftmals günstige Ersatzteile von alternativen Herstellern verwenden. Nach diesem Voranschlag bleibt abzuwägen, ob sich eine Reparatur noch lohnt oder alternativ ein neues Smartphone angebracht ist.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bevor es allerdings überhaupt zu einem Defekt kommt, empfehlen wir, mit Smartphones sorgsam umzugehen. Viele Kratzer und Dellen lassen  sich ganz leicht durch das Verwenden einer Schutzhülle vermeiden. Je nach Material und Machart kosten Smartphone-Cover zwischen zehn und 40 Euro. Im Vergleich zu eventuell anfallenden Reparaturkosten ist dies eine Summe, die wohl die meisten Smartphone-Nutzer gerne investieren. Alternativ bieten die meisten Händler beim Smartphone-Kauf spezielle Versicherungen an. Dann sind die Geräte gegen eine Vielzahl von Schäden versichert und werden beim Händler ohne Probleme wieder instand gesetzt.